Škoda Peaq (2026) im Test: Da kommt was Großes daher

Der Škoda Peaq ist die neue Speerspitze der vollelektrischen Modellpalette aus Tschechien. Bereits ab 49.900 Euro bietet der knapp fünf Meter lange SUV jede Menge Platz und Komfort für die ganze Familie. Wie sich der größte Škoda fährt und was er sonst noch zu bieten hat, zeigt ein erster Fahrtest.

Das Wichtigste zuerst

Der Škoda Peaq rundet das vollelektrische Angebot der VW-Tochter nach oben hin ab und ist mit 4,87 Metern Länge der größte Škoda überhaupt. Er bietet bis zu sieben Personen Platz und bei umgelegten Sitzen ein Ladevolumen von bis zu 2.150 Litern. Drei Leistungsstufen mit bis zu 220 kW (299 PS), Heck- und Allradantrieb sowie zwei Batteriegrößen ermöglichen eine WLTP-Reichweite von bis zu 647 Kilometern. Mit dem kleineren 63-kWh-Akku startet der Škoda Peaq in Deutschland bei vergleichsweise günstigen 49.900 Euro, in Österreich sind es 49.980 Euro mit einer eigenen, etwas reduzierten Basisausstattung. Sein volles Potenzial entfaltet der Großraum-SUV aber erst mit dem größeren 91-kWh-Akku, mit dem es in Deutschland ab 57.900 Euro und in Österreich ab 61.190 Euro losgeht.


Stärken, Schwächen, Alternativen

Was uns gefällt

Viel Platz und Komfort im modernen Innenraum.

Was wir vermissen

Eine etwas umfangreichere Serienausstattung.

Ideal, wenn …

... man regelmäßig mit Kind und Kegel unterwegs ist.

Die Alternativen

BYD Tang, Hyundai Ioniq 9, Peugeot E-5008


Stärken

  • Flexibles Raumkonzept
  • Komfortables Fahrverhalten
  • Niedriger Verbrauch

Schwächen

  • Reichhaltige Aufpreisliste
  • DC-Ladeleistung nur Durchschnitt
  • Geringe Beinfreiheit in dritter Sitzreihe

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Solider und zugleich moderner Auftritt

Der Škoda Peaq folgt der neuen Designsprache „Modern Solid“ und setzt auf ein reduziertes Erscheinungsbild mit klaren Linien und Flächen. Die Front prägen schmale T-förmige Scheinwerfer und das schwarz glänzende Tech-Deck Face, das in der Ausstattung „Sportline“ serienmäßig beleuchtet ist. In der Seitenansicht sorgen die hohe Schulterlinie und die breiten D-Säulen für einen kraftvollen Auftritt. Am Heck wird das Design der Front mit schmalen T-förmigen Rückleuchten wieder aufgegriffen. Die Ausstattung „Sportline“ bietet darüber hinaus einige schwarze Akzente und serienmäßige 20-Zoll-Räder.

Zum Marktstart wird der Škoda Peaq in drei Varianten angeboten. Den Einstieg macht der Peaq 60 mit der kleineren 63-kWh-NMC-Batterie (59 kWh netto), Heckantrieb und einer Leistung von 150 kW (204 PS). Bereits mit der größeren 91-kWh-NMC-Batterie (86 kWh netto) ist der Peaq 90 ausgestattet – ebenfalls mit Heckantrieb, jedoch mit einer Leistung von 210 kW (286 PS). Noch einen drauf setzt das Top-Modell Peaq 90x mit Allradantrieb und 220 kW (299 PS). Der Peaq 60 ist in Österreich ausschließlich in einer eigenen Basisausstattung zu haben. Für die beiden größeren Modelle stehen die Ausstattungen „Selection“ und „Sportline“ zur Wahl. In Deutschland werden hingegen alle drei Modelle mit diesen beiden Ausstattungsvarianten angeboten.


Souveränes Fahrverhalten

Im getesteten Škoda Peaq 90x sind wir mit 220 kW (299 PS) und Allradantrieb stets mehr als ausreichend motorisiert. Bei Bedarf tritt der je nach Ausstattung bis zu 2,5 Tonnen schwere SUV kräftig an, ohne dass es dabei ungemütlich werden kann. Der Sprint von null auf Tempo 100 ist in gerade einmal 6,7 Sekunden erledigt. Der Antrieb bietet mehrere Rekuperationsstufen und reicht von reinem Segeln bis hin zum One-Pedal-Driving. Im Automatikmodus wird die Rekuperation unter anderem an den Abstand zu voranfahrenden Fahrzeugen angepasst.

Das Fahrwerk ist klar auf Komfort ausgelegt, was sich im Test durch äußerst entspanntes Dahingleiten bemerkbar macht. Trotzdem ist es straff genug, um auch schneller gefahrene Kurven ohne allzu große Seitenneigung zu bewältigen. In Kombination mit der direkten und zugleich präzisen Lenkung lässt sich das Familienschiff damit überraschend dynamisch bewegen. Für noch bessere Performance ist optional eine adaptive Fahrwerksregelung erhältlich. Zum angenehmen Fahreindruck tragen auch die Assistenzsysteme bei, die sich sehr zurückhaltend zeigen, sodass wir gar nicht das Bedürfnis verspüren, sie zu deaktivieren.

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Innen voll auf Komfort und Flexibilität getrimmt

Für den Innenraum des Škoda Peaq Selection stehen vier unterschiedliche Designs zur Verfügung. Das mit der Variante „Suite Keramik“ ausgestattete Testfahrzeug empfängt uns mit einem freundlich hellen Interieur. Alle Materialien wirken hochwertig und sind sehr gut verarbeitet. Die Sitze sind mit angenehmem Kunstleder in zwei Farben bezogen und verfügen über jegliche erdenkliche Komfortausstattung bis hin zu einer Liegefunktion mit ausfahrbarer Beinauflage. In der Mittelkonsole befinden sich praktische Kippschalter zur Steuerung der wesentlichen Klimafunktionen und zentral eine breite Walze zur Lautstärkeregelung.

Das freistehende Fahrerdisplay misst 10,25 Zoll und liefert alle wichtigen Informationen zur Fahrt. Erstmals ist der zentrale Touchscreen in einem Škoda vertikal, also im Hochformat, angeordnet, um im oberen Bereich die Navi-Karte und im unteren die wichtigsten Einstellungen stets präsent zu haben. Dieses 13,6 Zoll große Infotainment-Display verfügt dazu auch über eine überarbeitete Bedienlogik. Die Tasten und Walzen am Lenkrad wirken hochwertig und erweisen sich in der Nutzung als angenehm und präzise.

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Die Ablagen im Škoda Peaq sind großzügig und flexibel gestaltet. Zahlreiche Zubehörteile aus dem 3D-Druck tragen zur individuellen Gestaltung bei. Darunter auch ein Tablett auf der Mittelkonsole, das zur Ablage der Jause oder eines Laptops genutzt werden kann. Als Halterung dient der umgedrehte Getränkehalter, das zusammengeklappte Tablett passt in das große Fach dahinter. Eine alles in allem clevere Lösung. Davon gibt es mehrere, wie zum Beispiel einen Regenschirm in der Beifahrertüre oder einen kleinen Abfallbehälter für die Türablagen.

Der Škoda Peaq bietet für die Passagiere ein sehr variables Raumkonzept. Mit einem Radstand von 2,97 Metern geht es auch auf der Rückbank entsprechend komfortabel zu. Auf Wunsch kann eine dritte Sitzreihe mit zwei weiteren Plätzen geordert werden. Dank der verschiebbaren zweiten Sitzreihe ist es bis zu einer Körpergröße von knapp 1,80 Metern möglich, auch auf den hintersten Sitzen halbwegs bequem Platz zu nehmen. Die Sitzprobe zeigt, dass es dort für die Beine etwas eng wird, ansonsten aber ausreichend Platz vorhanden ist. Für Erwachsene also auf der Kurzstrecke, für Kinder auch auf längerer Fahrt gut geeignet.

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Wie die zahlreichen Volumenangaben bestätigen, ist der Kofferraum vielfältig nutzbar. Standardmäßig verfügt er über ein Ladevolumen von 935 Litern. Sollte eine dritte Sitzreihe im Fahrzeug sein, reduziert sich dieses im umgelegten Zustand auf 890 Liter, im aufgestellten auf 299 Liter. Klappt man die zweite und dritte Sitzreihe um, werden daraus 2.075 Liter. In der fünfsitzigen Standardvariante sind es dann sogar 2.150 Liter. Der vordere Frunk bietet noch einmal 37 Liter und eignet sich damit praktisch für Ladekabel oder andere Kleinigkeiten.

Der Škoda Peaq mit Allradantrieb erlaubt eine gebremste Anhängerlast von bis zu zwei Tonnen, mit Heckantrieb sind es 1,8 Tonnen. Die bidirektionale Ladefunktion ermöglicht es, die Antriebsbatterie als Stromquelle für externe Elektrogeräte oder das Laden eines E-Bikes zu nutzen. V2L (Vehicle-to-Load) ist nicht nur über einen Adapter am Ladeanschluss nutzbar, sondern auch über eine eigene 230-Volt-Steckdose im Kofferraum. Mittels V2H (Vehicle-to-Home) kann der Strom des Fahrzeugakkus im eigenen Haushalt oder Unternehmen genutzt werden.

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Verbrauch top, Ladeleistung Durchschnitt

Die erste Testfahrt vom tirolerischen Seefeld zum Flughafen München ergibt einen durchschnittlichen Verbrauch von 14,8 kWh auf 100 Kilometern. Berechnet man die Höhendifferenz zwischen Start- und Zielort mit ein – der Flughafen München liegt um 850 Meter niedriger – sind beim Škoda Peaq 90x in der Praxis bei Temperaturen von rund 20 Grad und ohne längere Autobahnfahrten zwischen 16 und 17 kWh auf 100 Kilometern zu erwarten. Mit einer nutzbaren Akkukapazität von 86 kWh sollte sich damit eine Reichweite von 500 Kilometern ausgehen. Konkretere Angaben können wir nach einem ausführlicheren Test machen.

Naturgemäß lässt die 400-Volt-Architektur des Škoda Peaq bei der Ladegeschwindigkeit keine Wunder zu. Der kleinere 63-kWh-Akku lädt mit Gleichstrom mit bis zu 160 kW in 27 Minuten von zehn auf 80 Prozent, beim größeren 91-kWh-Akku vergehen für diesen Ladevorgang mit einer maximalen Ladeleistung von 199 kW nahezu identische 28 Minuten. Mit einer knappen halben Stunde reiht sich der große SUV hier im Mittelfeld der Konkurrenz ein. Das AC-Laden ist mit standardmäßigen 11 kW möglich. 22 kW werden auch optional nicht angeboten. So dauert es dann abhängig von der Akkugröße 6:30 bzw. lange neun Stunden.

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Erstes Fazit

Mit dem Škoda Peaq bringt der Autobauer aus dem tschechischen Mladá Boleslav einen vollelektrischen Großraum-SUV auf den Markt, der die Bezeichnung „Flaggschiff“ durchaus verdient. Mit seinem Raumangebot, Komfort und ausgewogenen Fahrverhalten besitzt er gute Voraussetzungen für den Weg an die Spitze, um seinem Namen „Peaq“ gerecht zu werden. Entscheidet man sich für den Škoda Peaq 90 oder 90x mit dem größeren der beiden Akkus, stimmt die Reichweite auch auf der Langstrecke. Wer diese nicht unbedingt benötigt, kommt beim Peaq 60 in den Genuss eines attraktiven Einstiegspreises. Für einen außen wie innen etwas sportlicheren Auftritt greift man zur Ausstattung „Sportline“. (Text: Armin Hoyer | Bilder: Hersteller)

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FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Škoda Peaq

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Armin Hoyer

Armin Hoyer ist seit 2025 als freier Redakteur für das AutoScout24 Magazin in Österreich tätig. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Motorjournalist und Kommunikationsexperte im Automobil- und Zweiradbereich erstellt der Wahltiroler Content für die Mobilitätsbranche. Für AutoScout24 berichtet er schwerpunktmäßig über seine Erfahrungen mit gebrauchten und neu erschienenen Elektroautos sowie Motorrädern und informiert zudem über die Highlights der wichtigsten Messen des Jahres.

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