Test: Subaru Outback – Bestseller für Europa

Die Amerikaner lieben große Karossen. Mit über 4,81 Metern Länge (plus 2 Zentimeter) zählt der Outback zwar nicht zu den ganz Großen im Autoparadies, aber auf jeden Fall zu den größeren seiner Zunft, Und genau das könnte ihm in Europa, speziell in Deutschland, zum Nachteil gereichen. Denn die Klasse derartig mächtiger SUV, zu denen sich auch der Subaru zählt, hat zugunsten der kleineren Modelle wie zum Beispiel Porsche Macan, VW Tiguan oder Mazda CX-5 an Fans verloren.
Kein hochgebauter Kasten
Doch auch der neue Outback unterscheidet sich deutlich von den hochgebauten, kastigen SUV. Er ist eher ein hochgebockter Kombi und sieht sich Rivalen des Audi A 6 Allroad quattro oder des Volvo XC 70, beide ebenfalls mit Allradantrieb. Ein Familien- und Freizeitauto, mit dem man zur Not auch mal einen Stau über einen verschlammten Waldweg umfahren kann.
Dank seiner Hochbeinigkeit (20 Zentimeter Bodenfreiheit) setzt das 1,6-Tonnen-Schiff auch dann nicht mittig auf, wenn sich die 17-Zoll-Räder durch tiefe, aufgeweichte Furchen wühlen müssen. Unterm Strich kein reinrassiger Geländewagen, aber immerhin ein Kombi, der sich dank Allrad und elektronischer Helfer schon mal alleine aus kritischen Situationen befreien kann.
Boxer-Diesel mit CVT
Unter der langen Haube werkelt ein Zweiliter-Boxer-Diesel, der einzige seiner Art übrigens und schon vom Subaru-Bestseller Forester her bekannt. Die Leistung von 150 PS erscheint auf dem Papier zunächst ebenso leicht schwächlich wie die Durchzugskraft (360 Newtonmeter). Hinzu kommt noch, dass der Einsatz einer stufenlosen Automatik (CVT) auch nicht gerade ein Garant für sportives Fortkommen ist.
In der Praxis aber reicht das Triebwerk völlig aus. Abseits fester Straßen ohnehin, aber auch auf Landstraßen oder Autobahnen lassen die zur Verfügung stehenden Pferde den Outback zeitgemäß Mittraben. Seine Eigner in Spe sind nun mal von der eher gelassenen Sorte, schielen mehr auf Komfort als auf Tempo-Rekorde. Wenn sie es aber doch mal eilig haben, genügt die versprochene Spitze von 200 km/h allemal. Den allzu ungestümen Tritt aufs rechte Pedal quittiert der boxende Diesel jedoch mit hörbarem akustischen Unbehagen. Am wohlsten fühlt sich der Japaner in mittleren Drehzahlbereichen. Dann bedankt er sich mit erträglichem Verbrauch (im Test rund 8,5 Liter auf 100 Kilometer), einem Übermaß an Komfort und bemerkenswerter Langstreckentauglichkeit.
Zwei Kameras
Besonders stolz ist Produktchef Masayuki Uchida auf ein Sicherheitssystem, das erstmals auch in Europa angeboten wird und bei Outback-Versionen mit CVT serienmäßig an Bord ist. Die zwei Frontkameras des „Eyesight“ ermöglichen verschiedene Funktionen: Automatische Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, Bremsassistenz bei erkannter Gefahr, Warnung bei Verlassen der Fahrspur oder auch die Benachrichtig des Fahrers, wenn im Stau der Vordermann wieder anfährt.:
„Die Kameras bilden aus ihren Bildern eine 3D-Ansicht, können so bis zu einer Entfernung von 110 Metern Fußgänger, Radfahrer, die Fahrbahnbegrenzung oder Hindernisse erkennen“ erklärt Uchida. Das alles können ähnliche Systeme in Europa schon seit langem, sie sind jedoch wegen der Nutzung von Radarsensoren, Ultraschall oder Infrarot erheblich aufwendiger und teurer als die Subaru-Eigenentwicklung.
Ständiges Gepiepse
Leider besteht die Gefahr, dass künftige Outback-Besitzer das im Test sehr wirksame System wegen des ständigen Gepiepse schnell wieder abschalten. Denn kaum haben die Kameraaugen ein vorausfahrendes Auto erkannt, melden sie das mit einem Piepton, auf einer dichtbefahrenen Autobahn also nahezu ununterbrochen. Gar hektisch reagiert der bordeigene Warnbeauftrage, wenn die Mittellinie von den Rädern berührt oder überfahren wird.
Auf engen Landstraßen, wo die Mittelmarkierung fast zwangsläufig immer mal gestreift wird, wandelt sich das Einzel-Piepen in das aufgeregte Konzert einer ganzen Vogelschar. Hier sollten die Techniker noch mal Hand anlegen und wirklich nur dann Alarm schlagen lassen, wenn der Bordrechner eine echte Gefahr zu erkennen glaubt. Vorbilder dafür gibt es auf dem Markt reichlich.
Viel Ausstattung zu fairen Preisen
Der optisch zwar geschärfte, aber immer noch recht konservativ gestylte Outback wird dennoch den deutschen Statthaltern viel Freude bereiten. Lobenswerte Serienausstattung zu fairen Preisen, das unaufgeregte Fahrgefühl, der erwähnte vorzügliche Komfort und der gute Namen von Subaru als Allradspezialist sollten mehr Kunden anlocken als es dem jetzt in den Ruhestand verabschiedeten Vor-Modell gelang. Die Preise beginnen bei 34.440 Euro, für den 2,5 Liter Benziner mit 175 PS werden mindestens 35.900 Euro fällig, der getestete Diesel in Komplettausstattung kostet 42.900 Euro. (mg/sp-x)
Aktuelle Angebote

Subaru OUTBACK2.5 Platinum Aut.*NAVI*LED*ACC*CAM*PDC*SHZ*H/K*
€ 25.040- 09/2021
- 71.684 km
- Benzin
- 7,40 l/100 km (komb.)

Subaru OUTBACK2.5 Sport Automatik Allrad AHK Navi RFK SHZ el. Si
€ 19.4901- 03/2017
- 84.000 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Subaru OUTBACK2.5i Sport Lineartronic
€ 20.790- 05/2018
- 91.600 km
- Benzin
- - (l/100 km)
SuperDEAL
Subaru OUTBACKE-Outback 75kW Comfort AWD
€ 53.4901- 09/2026
- 3.500 km
- Elektro
- - (kWh/100 km)
SuperDEAL
Subaru OUTBACK2.5i Platinum LED KAMERA H&K NAVI 18 ACC
€ 31.450- 06/2023
- 60.000 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Subaru OUTBACK2.5i Platinum *2.Hd.*AHK abn.*
€ 38.990- 02/2024
- 19.400 km
- Benzin
- 7,40 l/100 km (komb.)

Subaru E-OUTBACK75 AWD Comfort NAVI ACC LED 360°
€ 51.9901- 10 km
- Elektro
- - (kWh/100 km)
SuperDEAL
Subaru OUTBACK2.5 Edition Exclusive Cross
€ 26.900- 10/2021
- 91.690 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Subaru E-OUTBACKE-Outback 75 AWD Comfort 280 kW, 5-türig (Strom)
€ 54.4501- 10 km
- Elektro
- - (kWh/100 km)

Subaru OUTBACKOutback 2.5i Platinum AWD Automatik
€ 46.500- 0 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Subaru OUTBACKOutback 2.5i Platinum AWD Auto. Anhängerkupplung
€ 45.850- 0 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Subaru OUTBACKOutback Active AWD Navi Touch
€ 42.950- 0 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Subaru OUTBACKOutback 2.5i Active AWD Navi
€ 43.950- 0 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Subaru OUTBACK2.5i Lineartronic Platinum
€ 50.3901- 8 km
- Benzin
- - (l/100 km)

Subaru OUTBACKSport Automatik~SpurAssi~Leder~1Hand~AHK
€ 14.9901- 05/2016
- 116.000 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Subaru OUTBACKOutback AWD Sport|Navi|Kamera|Automatik
€ 6.500- 09/2016
- 287.000 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Subaru OUTBACK4x4 Comfort Automatik*Klima*Temp*LED
€ 10.890- 07/2019
- 225.857 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Subaru OUTBACKComfort 8-fach Bereifung Aluräder, DPF Probleme
€ 8.490- 02/2016
- 178.800 km
- Diesel
- 5,60 l/100 km (komb.)

Subaru OUTBACK2.0 D Active 4WD CVT
€ 10.499- 03/2018
- 200.223 km
- Diesel
- - (l/100 km)

Subaru OUTBACKOutback 2.5i Platinum Navi Soundsystem SHD/Schließ-/Startsystem Keyless Access/Autom./Klima/LED/Park-Assist./Sitzhzg.
€ 41.7501- 06/2025
- 16.000 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Alle Artikel
Alle ansehen
Erster Test Subaru Forester (2025): Der Förster unter den Autos
Boxer-Motor, Allrad, geländegängig: Der Subaru Forester ist ein SUV für alle Fälle. Jetzt steht die sechste Generation beim Händler. Mit einem neuen Antrieb, neuem Design und leider auch einem neuen Preis.

Test Subaru Crosstrek 2.0ie: Gegen den Strom
Subaru bleibt seiner konservativen Einstellung treu und setzt weiterhin auf den markenidentitären Boxer-Vierzylinder. Leicht elektrifiziert ist dieser auch im neuen Crosstrek erhältlich, der in der Golf-Klasse eine Ausnahmestellung einnimmt. Aber reicht das als Kaufgrund?

Test Subaru BRZ (2024): Kurz vor Schluss
Die zweite Generation des Subaru BRZ gab und gibt es hierzulande nur in homöopathischen Dosen zu kaufen: 300 Stück im Jahr 2023 und weitere 300 Stück für 2024 – dann ist Schluss mit dem puristischen Sportwagen. Zumindest in Deutschland. Wir zeigen im Test, ob der BRZ weiterhin ein fairer Deal ist.