Umfrage zu Kauf und Leasing: So tickt Deutschland beim nächsten Auto

Repräsentative Studie von AutoScout24 und LeasingMarkt.de: Der Gebrauchtwagen bleibt der Einstieg in die individuelle Mobilität, während elektrische Antriebe vor allem bei Neuwagen und Leasing an Bedeutung gewinnen. Die Wahl hängt dabei stark vom Alltag, Budget und den Erwartungen an das Auto ab.

Grünwald, 10. September 2026 - Die Wahl des nächsten Fahrzeugs hängt eng mit der jeweiligen Lebenssituation zusammen. Wer auf dem Land lebt oder über ein geringeres Einkommen verfügt, bevorzugt häufiger einen Gebrauchtwagen und einen Verbrenner. Mit höherem Einkommen gewinnen Neuwagen und Elektroautos an Bedeutung. Leasinginteressierte setzen bereits heute überwiegend auf Elektroautos und Hybride. Auch bei den Entscheidungskriterien zeigen sich klare Unterschiede: Frauen gewichten Sicherheit stärker, Männer häufiger Technik und Reichweite. Das zeigt die repräsentative Civey Studie im Auftrag von AutoScout24 und LeasingMarkt.de, für die 2.000 Personen mit Pkw-Fahrerlaubnis im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt wurden.

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Das Wichtigste in Kürze

Das Einkommen trennt Gebrauchtwagen und Neuwagen:
Unter 1.500 Euro Nettoeinkommen würden 60,1 Prozent gebraucht kaufen. Bei mindestens 6.000 Euro entscheiden sich 57,7 Prozent für einen Neuwagen.

Leasinginteressierte wählen überwiegend elektrifiziert:
72,1 Prozent würden einen Hybrid oder ein Elektroauto wählen. Bei Befragten, die einen Gebrauchtwagen bevorzugen, liegt der Verbrenner mit 58,3 Prozent klar vorn.

Frauen und Männer setzen andere Schwerpunkte:
48,6 Prozent der Frauen würden gebraucht kaufen, bei Männern sind es 39,1 Prozent. Sicherheit nennen 37,0 Prozent der Frauen, aber 26,6 Prozent der Männer. Männer würden häufiger einen Neuwagen kaufen, 39,3 gegenüber 30,5 Prozent, und ein Elektroauto wählen, 27,2 gegenüber 16,7 Prozent.

Junge kaufen gebraucht und wählen häufiger einen Verbrenner:
53,1 Prozent der 18- bis 29-Jährigen würden einen Gebrauchtwagen kaufen, 55,0 Prozent wählen einen Verbrenner. Sicherheit ist für sie der am häufigsten genannte Entscheidungsfaktor.

Auf dem Land ist das Auto häufiger unverzichtbar:
Für 45,4 Prozent der Menschen im ländlichen Raum ist es notwendig. In großstädtischen Regionen sind es 27,6 Prozent.

Händler bleiben wichtigste Informationsquelle:
47,4 Prozent informieren sich beim Händler vor Ort. Vergleichsportale folgen mit 37,2 Prozent. Künstliche Intelligenz nennen 12,9 Prozent und damit mehr Befragte als klassische Automagazine mit 9,4 Prozent.

Welches Auto kommt beim nächsten Fahrzeugkauf oder Leasing infrage?

Leasinginteressierte entscheiden sich deutlich häufiger für elektrifizierte Antriebe als Befragte, die beim nächsten Auto einen Gebrauchtwagen bevorzugen. 37,2 Prozent der Leasinginteressierten würden einen Hybrid wählen, 34,9 Prozent ein Elektroauto. Zusammen sind das 72,1 Prozent. Ein Verbrenner kommt für 23,0 Prozent dieser Gruppe infrage.

Bei Befragten, die einen Gebrauchtwagen bevorzugen, zeigt sich ein anderes Bild: 58,3 Prozent wählen einen Verbrenner. 22,5 Prozent entscheiden sich für einen Hybrid und 13,2 Prozent für ein Elektroauto. Bei Neuwageninteressierten liegen die Antriebsarten deutlich näher beieinander: 34,6 Prozent entscheiden sich für einen Verbrenner, 34,4 Prozent für einen Hybrid und 28,1 Prozent für ein Elektroauto.

Leasing Gebrauchtwagen Antriebe editierbar

Leasing hat das Potenzial, den elektrischen Gebrauchtwagenmarkt zu verändern

„Leasing eröffnet einen unkomplizierten Zugang zu neuen Antrieben und macht es leichter, neue Technologien im Alltag kennenzulernen. Gerade beim Kilometerleasing sind Laufzeit und monatliche Rate von Anfang an kalkulierbar, das Restwertrisiko trägt der Leasinggeber. Das macht Elektroautos und Hybride für Menschen interessant, die sich nicht dauerhaft auf eine Antriebsart festlegen möchten. So lässt sich die nächste Entscheidung auf Basis eigener Erfahrungen treffen“, sagt Andreas Jans, Vertriebsdirektor von LeasingMarkt.de.

„Der Gebrauchtwagenmarkt ist heute noch klar vom Verbrenner geprägt. Im Leasing spielen elektrische Antriebe und Hybride dagegen eine deutlich größere Rolle. Wenn diese Fahrzeuge nach Ablauf ihrer Verträge als junge Gebrauchte in den Markt kommen, wird sich die Auswahl spürbar verändern. Das kann auch das Kaufverhalten beeinflussen, weil der elektrische Gebrauchtwagen für viele Menschen dann stärker in den Blick rückt“, ergänzt Stefan Schneck, Vertriebschef Deutschland bei AutoScout24.

Wie das Einkommen die Wahl von Fahrzeug und Antrieb prägt

Das in der Befragung angegebene Nettoeinkommen geht mit deutlichen Unterschieden beim bevorzugten Besitzmodell einher. Unter 1.500 Euro würden 60,1 Prozent einen Gebrauchtwagen kaufen, aber nur 18,1 Prozent einen Neuwagen. Bei 1.500 bis 2.999 Euro liegt der Gebrauchtwagen mit 51,4 Prozent ebenfalls klar vor dem Neuwagen mit 28,6 Prozent.

Bei einem Nettoeinkommen von 3.000 bis 4.499 Euro dreht sich das Verhältnis: 44,9 Prozent würden einen Neuwagen kaufen, 36,7 Prozent einen Gebrauchtwagen. Bei mindestens 6.000 Euro entscheiden sich 57,7 Prozent für einen Neuwagen, aber nur 18,1 Prozent für einen Gebrauchtwagen.

Auch bei der Antriebswahl verläuft diese Trennlinie. Unter 1.500 Euro wählen 48,8 Prozent einen Verbrenner, Elektroauto und Hybrid kommen zusammen auf 43,0 Prozent. Bei einem Nettoeinkommen von 3.000 bis 4.499 Euro überwiegen Elektroauto und Hybrid zusammen mit 59,0 Prozent gegenüber 38,2 Prozent Verbrennern. Bei mindestens 6.000 Euro ist das reine Elektroauto mit 41,4 Prozent die am häufigsten genannte Antriebsart, der Verbrenner liegt in dieser Gruppe bei 27,6 Prozent.

Einkommen Fahrzeug Antrieb editierbar

Preis, Markenimage, Sicherheit: Was zählt bei der Entscheidung?

Anschaffungspreis oder monatliche Rate und laufende Kosten gehören über alle Befragten hinweg zu den wichtigsten Kriterien. Je nach Einkommen verändern sich die Prioritäten jedoch deutlich. Befragte mit einem Nettoeinkommen von 1.500 bis 2.999 Euro nennen Anschaffungspreis oder monatliche Rate mit 50,2 Prozent doppelt so häufig wie diejenigen mit mindestens 6.000 Euro, bei denen es 25,0 Prozent sind. Reichweite und Ladeinfrastruktur werden in der höchsten Einkommensgruppe von 33,6 Prozent genannt.

Frauen und Männer setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte. 48,6 Prozent der Frauen würden einen Gebrauchtwagen kaufen, bei Männern sind es 39,1 Prozent. Umgekehrt würden sich Männer häufiger für einen Neuwagen entscheiden, 39,3 gegenüber 30,5 Prozent.

Sicherheit ist für Frauen mit 37,0 Prozent das wichtigste Kriterium beim nächsten Auto, während Männer Sicherheit mit 26,6 Prozent deutlich seltener nennen. Frauen achten zudem häufiger auf Anschaffungspreis oder monatliche Rate, 46,1 gegenüber 41,0 Prozent. Männer gewichten technologischen Fortschritt mit 19,3 gegenüber 11,5 Prozent stärker und nennen Reichweite oder Ladeinfrastruktur häufiger, 23,5 gegenüber 16,7 Prozent.

Faktoren Fahrzeug Antrieb editierbar

Auch bei der Antriebswahl unterscheiden sich die Präferenzen. 47,5 Prozent der Frauen wählen einen Verbrenner, bei den Männern sind es 39,5 Prozent. Männer entscheiden sich dagegen deutlich häufiger für ein Elektroauto, 27,2 gegenüber 16,7 Prozent. Beim Hybrid liegen beide Gruppen mit 28,9 beziehungsweise 29,0 Prozent nahezu gleichauf.

Für die 18- bis 29-Jährigen steht Sicherheit mit 35,5 Prozent an erster Stelle. Anschaffungspreis oder monatliche Rate mit 35,0 Prozent und laufende Kosten mit 34,5 Prozent folgen knapp dahinter. Markenimage oder Design nennen 15,7 Prozent und damit deutlich mehr als die älteren Altersgruppen.

Die jüngste Altersgruppe ist zugleich die gebrauchtaffinste: 53,1 Prozent würden beim nächsten Auto einen Gebrauchtwagen kaufen, 28,1 Prozent einen Neuwagen. Bei den 30- bis 39-Jährigen liegt der Gebrauchtwagen mit 41,5 Prozent zwar ebenfalls vorn, der Neuwagen erreicht jedoch bereits 36,5 Prozent. Auch beim Antrieb ist der Unterschied deutlich: 55,0 Prozent der 18- bis 29-Jährigen wählen einen Verbrenner, bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 39,1 Prozent. Elektroauto und Hybrid kommen in dieser Gruppe zusammen auf 55,3 Prozent.

Geschlecht Fahrzeug Antrieb editierbar

Umweltaspekte spielen bei der Fahrzeugentscheidung eine Nebenrolle

Umwelt und Klimaschutzaspekte nennen insgesamt nur 11,7 Prozent als ausschlaggebenden Faktor beim Kauf oder Leasing des nächsten Fahrzeugs. Damit liegen sie deutlich hinter Anschaffungspreis oder monatlicher Rate mit 43,7 Prozent, laufenden Kosten mit 41,2 Prozent und Sicherheit mit 32,1 Prozent.

Der Befund zieht sich durch nahezu alle Gruppen. Männer und Frauen unterscheiden sich bei Umweltaspekten kaum, 11,6 gegenüber 11,9 Prozent. Auch nach Wohnort bleibt die Zustimmung begrenzt: Im ländlichen Raum nennen 8,6 Prozent Umwelt und Klimaschutz als entscheidend, in klein- und mittelstädtischen sowie großstädtischen Regionen jeweils 13,1 Prozent.

Mit dem Einkommen steigt die Bedeutung nur in der höchsten Einkommensgruppe stärker an. Bei einem Nettoeinkommen von mindestens 6.000 Euro nennen 18,1 Prozent Umwelt und Klimaschutzaspekte. In den übrigen Einkommensgruppen liegen die Werte zwischen 10,4 und 13,4 Prozent.

Auch das bevorzugte Besitzmodell verändert das Bild nur begrenzt. Unter Gebrauchtwageninteressierten nennen 9,8 Prozent Umweltaspekte als entscheidend, unter Neuwageninteressierten 13,8 Prozent und unter Leasinginteressierten 12,8 Prozent. Die Wahl des Antriebs wird damit deutlich häufiger über Preis, laufende Kosten, Sicherheit oder Reichweite geprägt als über Umweltaspekte.

Freiheit versus Notwendigkeit: Welche Rolle spielt das Auto im Alltag?

Für 42,3 Prozent der Befragten steht das eigene Auto vor allem für Freiheit und Unabhängigkeit, für 34,7 Prozent ist es unverzichtbar. Wie stark diese Bedeutung vom Wohnort abhängt, zeigt der Vergleich von Stadt und Land.

Im ländlichen Raum ist das Auto für 45,4 Prozent unverzichtbar. In großstädtischen Regionen sind es mit 27,6 Prozent deutlich weniger. Dort verbinden Befragte das Auto dafür häufiger mit Freiheit und Unabhängigkeit, 45,6 gegenüber 35,6 Prozent im ländlichen Raum.

Auch beim Besitzmodell zeigen sich klare Unterschiede. Im ländlichen Raum würden 53,6 Prozent einen Gebrauchtwagen kaufen und 29,3 Prozent einen Neuwagen. In großstädtischen Regionen liegt der Neuwagen mit 39,7 Prozent vor dem Gebrauchtwagen mit 34,9 Prozent.

Frauen verbinden das eigene Auto häufiger mit Freiheit und Unabhängigkeit als Männer, 45,3 gegenüber 38,9 Prozent. Männer sehen es häufiger als reines Werkzeug, 13,4 gegenüber 6,0 Prozent, oder als Statussymbol, 7,5 gegenüber 4,0 Prozent.

Stadt Land editierbar

Recherche vor Kauf und Leasing: Händler bleiben wichtigste Quelle

Der Händler vor Ort bleibt mit 47,4 Prozent die wichtigste Informationsquelle vor dem Kauf oder Leasing eines Autos. Vergleichsportale folgen mit 37,2 Prozent. Familie und Freunde nennen 28,3 Prozent, Online-Marktplätze 27,8 Prozent und Herstellerwebsites 27,2 Prozent.

Künstliche Intelligenz nennen 12,9 Prozent als Informationsquelle und damit mehr Befragte als klassische Automagazine mit 9,4 Prozent. Unter den 30- bis 39-Jährigen nutzen bereits 18,0 Prozent KI für die Recherche, bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 16,0 Prozent. Die Jüngsten setzen zugleich stärker auf persönliche Quellen: Jeweils 34,5 Prozent nennen den Händler vor Ort sowie Familie und Freunde.

Je nach bevorzugtem Besitzmodell verschieben sich die Informationswege. Leasinginteressierte nutzen besonders häufig Vergleichsportale, 44,3 Prozent. Gebrauchtwageninteressierte informieren sich häufiger auf Online-Marktplätzen, 30,2 Prozent, sowie bei Familie und Freunden, 32,8 Prozent. Neuwageninteressierte nutzen zudem häufiger Herstellerwebsites (35,9 Prozent).

Methodik
Civey hat für AutoScout24 und LeasingMarkt.de vom 10. bis 14. Juli 2026 2.000 Personen mit Pkw Fahrerlaubnis im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 2,5 bis 6,5 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis.

Über LeasingMarkt.de
LeasingMarkt.de ist Deutschlands größter Online-Automarkt für Leasingangebote. Das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf wurde 2012 gegründet und ist seit 2020 Teil der AutoScout24 Group. Auf LeasingMarkt.de finden Kunden im Handumdrehen das richtige Auto, das zu ihrer Lebenssituation und ihrem Finanzbudget passt. Mit nur wenigen Klicks können Leasinginteressierte unzählige Leasingangebote von mehr als 1.000 Autohäusern vergleichen und diese direkt beim Anbieter anfragen. Händler können ihre Fahrzeuge schnell und einfach im digitalen Schaufenster des mit monatlich mehr als zwei Millionen Besuchern reichweitenstärksten Leasingportals Deutschlands inserieren. Seit 2021 bietet LeasingMarkt.de auch einen Marktplatz für Auto-Abos an. 2022 erfolgte mit der Übernahme der Leasingplattformen LeaseVergelijker und LeaseTrader die Expansion in die Niederlande.

Weitere Informationen finden Sie unter www.leasingmarkt.de

Über AutoScout24
AutoScout24 ist mit über 2 Millionen Fahrzeuginseraten und rund 30 Millionen monatlichen Nutzern europaweit der größte Online-Automarkt. Neben Deutschland ist die AutoScout24 Gruppe auch in den europäischen Kernmärkten Belgien, Luxemburg, Niederlande, Italien, Frankreich, Österreich, Norwegen, Dänemark, Polen und Schweden vertreten. Durch gezielte Akquisitionen im B2B- und B2C-Bereich hat AutoScout24 sein Leistungsportfolio in den vergangenen Jahren maßgeblich erweitert. Mit der Übernahme von LeasingMarkt.de im Jahr 2020 wurde Deutschlands größter Marktplatz für Leasingangebote integriert. Seit 2022 gehört auch AutoProff, eine der am schnellsten wachsenden B2B-Plattformen für den digitalen Autohandel in Europa, zur AutoScout24 Familie. Mit der Übernahme der kanadischen Trader Corporation, Betreiber der Marktplätze AutoTrader.ca und AutoHebdo.net, erweiterte die Gruppe Ende 2024 ihre Präsenz schließlich auch nach Übersee. Als einer der führenden globalen Online-Automarktplätze beschäftigt die AutoScout24 Gruppe rund 2.000 Mitarbeitende und arbeitet mit mehr als 45.000 Händlern in 19 Ländern zusammen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.autoscout24.de

Medienkontakt:
Benedikt Thedorff
Fon +49 89 444 56-1185
presse@autoscout24.de

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