Nachfrage nach Elektroautos steigt weiter – im Neuwagen-Leasing erstmals Mehrheit elektrisch

Grünwald, 01. Mai 2026 – Die Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland nimmt weiter deutlich zu. Das zeigen aktuelle Daten von AutoScout24 und LeasingMarkt.de, dem Leasing-Experten von AutoScout24. Nach den sprunghaften Anstiegen im Januar (Ankündigung E-Auto-Förderung) und März (Spritpreis-Explosion) setzt sich die Entwicklung im April fort. Besonders dynamisch wächst die Nachfrage nach elektrischen Neuwagen. Im Leasingsegment entfällt erstmals die Mehrheit aller Neuwagen-Anfragen auf Elektrofahrzeuge.
Im April 2026 stieg der Elektroanteil der Anfragen im Neuwagen-Kauf weiter – von 30,2 Prozent im März auf 35,9 Prozent, wie die AutoScout24 Daten zeigen. Der Elektroanteil im Neuwagen-Leasing lag im April laut LeasingMarkt.de Daten bei 56,9 Prozent. Im März waren es noch 49,1 Prozent.
„Die Zahlen zeigen klar: Elektromobilität gewinnt weiter an Breite und Relevanz. Besonders dort, wo die monatlichen Kosten planbar sind, wie im Leasing, entscheiden sich immer mehr Menschen für ein E-Auto“, sagt Andreas Jans, Vertriebsdirektor von LeasingMarkt.de.
Auch gebrauchte E-Autos legen weiter deutlich zu
Im Gebrauchtwagen-Kauf stieg der Elektroanteil an der Nachfrage laut AutoScout24 Daten im April auf 7,8 Prozent, nach 6,4 Prozent im März. Damit hat sich das Interesse seit Jahresanfang (3,8 Prozent) mehr als verdoppelt.
AutoScout24 Deutschland Vertriebschef Stefan Schneck analysiert:„Acht Prozent Nachfrageanteil mögen erst einmal wenig klingen. Im Gebrauchtwagensegment, das lange keine richtige Fahrt aufgenommen hat, ist das jedoch ein beachtlicher Wert. Bei allen Debatten um Förderprämien und Verbrenner-Aus: Wenn steigende Spritpreise direkt im eigenen Geldbeutel spürbar werden, setzen sich viele erst intensiver mit ihrem Mobilitätsbedarf auseinander. Gebrauchte Elektroautos rücken dabei zunehmend als relevante Alternative in den Fokus. Ein Trend, der sich bei anhaltend hohen Preisen an der Zapfsäule fortsetzen und dem Gebrauchtwagenmarkt weiteren Schwung verleihen könnte. Gleichzeitig sehen wir jedoch auch, dass die Gebrauchtwagennachfrage allgemein leicht zurückgegangen ist. Wer aktuell nicht dringend kaufen muss, wartet ab.“
Mit der steigenden Elektronachfrage zeigen sich auch erste Preiseffekte: Ein gebrauchtes Elektroauto kostet im April im Schnitt rund 36.100 Euro – etwa 7 Prozent mehr als im März und bereits der dritte moderate Anstieg in Folge. „Auf Verbraucher könnten wieder leicht steigende Preise zukommen. Ein genauer Vergleich lohnt sich, um attraktive Angebote zu finden“, so Schneck.
Im Gebrauchtwagen-Leasing lag der Elektroanteil laut LeasingMarkt.de Daten im April bei 32,2 Prozent. Nach dem außergewöhnlich starken März-Wert von 36,8 Prozent bleibt das Niveau trotz leichtem Rückgang deutlich über dem Jahresanfang (25,8 Prozent im Januar).
„Auch im Gebrauchtwagen-Leasing steigt das Interesse an E-Autos – und das ganz ohne staatliche Förderung. Hier wirken neben gestiegenen Betriebskosten für Verbrenner auch das wachsende Angebot und attraktivere Einstiegspreise“, ordnet Andreas Jans ein.
Förderung und Spritpreis als Boost – Trend setzt sich im April fort
Zwischen Dezember 2025 und April 2026 stieg der Elektroanteil an der Nachfrage:
- im Neuwagen-Kauf von 16,1 auf 35,9 Prozent
- im Neuwagen-Leasing von 27,0 auf 56,9 Prozent
- im Gebrauchtwagen-Kauf von 3,5 auf 7,8 Prozent
- im Gebrauchtwagen-Leasing von 24,7 auf 32,2 Prozent
Eine detaillierte Übersicht zur Entwicklung der Elektronachfrage in den letzten fünf Monaten sowie einen Vorjahresvergleich finden Sie im Datenblatt oben.
Zur Auswertung Ausgewertet wurde die Nachfrage auf AutoScout24 und LeasingMarkt.de in Deutschland. Grundlage ist der Anteil von konkreten Anfragen für Elektrofahrzeuge innerhalb der jeweiligen Segmente Kauf und Leasing sowie Neu- und Gebrauchtwagen. Berücksichtigt wurden nur Inserate von professionellen Automobilhändlern.
Über AutoScout24
AutoScout24 ist mit über 2 Millionen Fahrzeuginseraten und rund 30 Millionen monatlichen Nutzern europaweit der größte Online-Automarkt. Neben Deutschland ist die AutoScout24 Gruppe auch in den europäischen Kernmärkten Belgien, Luxemburg, Niederlande, Italien, Frankreich, Österreich, Norwegen, Dänemark, Polen und Schweden vertreten. Durch gezielte Akquisitionen im B2B- und B2C-Bereich hat AutoScout24 sein Leistungsportfolio in den vergangenen Jahren maßgeblich erweitert. Mit der Übernahme von LeasingMarkt.de im Jahr 2020 wurde Deutschlands größter Marktplatz für Leasingangebote integriert. Seit 2022 gehört auch AutoProff, eine der am schnellsten wachsenden B2B-Plattformen für den digitalen Autohandel in Europa, zur AutoScout24 Familie. Mit der Übernahme der kanadischen Trader Corporation, Betreiber der Marktplätze AutoTrader.ca und AutoHebdo.net, erweiterte die Gruppe Ende 2024 ihre Präsenz schließlich auch nach Übersee. Als einer der führenden globalen Online-Automarktplätze beschäftigt die AutoScout24 Gruppe rund 2.000 Mitarbeitende und arbeitet mit mehr als 45.000 Händlern in 19 Ländern zusammen.
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