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Sportmotorräder mit robuster Technik machen die Marke Laverda bekannt

In der Geschichte des Motorradbaus gibt es zahlreiche Beispiele von Unternehmen, die ursprünglich mit ganz anderen Produkten auf den Märkten präsent waren. Dabei war der Schritt vom Fahrradhersteller zum Konstrukteur motorisierter Krafträder aufgrund der bautechnischen Parallelen beider Zweiradtypen unmittelbar nachvollziehbar. Ebenso führte oftmals die Entwicklung vom Maschinenhersteller zum Motorenbauer dazu, dass Unternehmen eigene Motorradmodelle entwarfen und sich damit in der Fahrzeugbranche etablieren konnten. Manchmal war es aber auch einfach die Begeisterung für Technik und Motorsport, die einen Konstrukteur zur Firmengründung veranlasste. Was dem italienischen Traktorenfabrikanten Lamborghini in den 1960er Jahren im Sportwagenbau gelang, das schaffte der Landmaschinenhersteller Franceso Laverda Ende der 40er Jahre im Motorradbau: Er machte die Marke Laverda als Anbieter leistungsstarker und technisch zuverlässiger Sportmotorräder bekannt, deren Rennversionen im professionellen Motorsport vor allem in Langstreckenwettbewerben zahlreiche Siege einfuhren und so das Image der Marke nachhaltig beeinflussten.

Das Programm von Laverda umfasst Sportbikes, Crossmaschinen und Scooter

Das galt insbesondere für die hubraumstarken Zweizylinder- und Dreizylindermaschinen, die Laverda ab den 1960er Jahren auf den Markt brachte. Darüber hinaus waren die Italiener jedoch auch in den kleineren Hubraumklassen von 50 bis 175 ccm vertreten, die mit Zweitaktmotoren ausgestattet wurden und bis Ende der 1980er Jahre in unterschiedlichen Bauformen etwa als Crossmaschinen in den Handel kamen. Ergänzt wurde das Laverda-Programm in den unterschiedlichen Baujahren durch Motorroller wie das 50er Modell Mini sowie die Modelle der Baureihe Phoenix, in der Laverda Scooter in den größeren Klassen bis 200 ccm Hubraum anbot. Besonderheit im Programm: Die Laverda V6, die als Racingmaschine konstruiert wurde, jedoch nur in wenigen Exemplaren gefertigt wurde.

Im Jahr 1987 läuft die Produktion der Laverda Motorräder vorerst aus

Mit der im Motorradbau unüblichen V6-Konstruktion wollte Laverda an technische Innovationen anschließen, für die das Unternehmen seit Einführung der sogenannten Stossstangenmotoren in den 50er Jahren bekannt geworden war. Doch im Gegensatz zu den Konstruktionen der Anfangszeit erwies sich die V6-Bauweise als technisch anfällig und wurde zugunsten der Zwei- und Dreizylindermaschinen aufgegeben. Diese in unterschiedlichen Hubraumgrößen produzierten Motoren wurden charakteristisch für die Straßenmotorräder von Laverda, die oft in der für die Marke typischen Farbe Orange ausgeliefert wurden. Nach finanziellen Problemen des Unternehmens endete die Motorradproduktion bei Laverda im Jahr 1987.

Von 1995 bis 2000 gibt es eine neue Generation von Laverda Motorrädern

Im Jahr 1995 wurde die Marke dann unter einem neuen Eigentümer mit einer Weiterentwicklung der letzten Laverda-Modelle wieder belebt. Der Hersteller betonte mit Modellen wie den 668 Sport oder der 750 S Formula sowie mit Streetfightern der Ghost-Familie die Renntradition des Unternehmens Laverda. Die als Naked Bikes oder mit Halbverkleidung gefertigten Motorräder der 90er Jahre Modellgeneration blieben bis zum Jahr 2000 im Programm, dann wurde die Produktion der Laverda Motorräder vorerst eingestellt und die Markenrechte wurden verkauft. Gebrauchte Laverda aus der letzten Bauphase spielten auf dem Markt später allerdings eine untergeordnete Rolle. Fans der italienischen Marke bevorzugten meist die als Classic Bikes geltenden Supersportler der 60er bis 80 Jahre. Ausgesprochen selten waren auf dem Gebrauchtmarkt Laverda Motorräder der Anfangsjahre zu finden, in denen der italienische Konstrukteur noch auf Maschinen mit kleinem Hubraum gesetzt hatte.

Bekannte Laverda-Motorräder aus der Klasse der Leichtkrafträder

So trat Laverda im Jahr 1950 erstmals mit einem 75 ccm Serienmodell an, das an der Seite der fünf Jahre später nachgereichten Laverda 100 antrat und seine Qualitäten bei Langstreckenrennen unter Beweis stellen konnte. In dieser Tradition standen ab den 60er Jahren die 125er Motorräder von Laverda, die danach in unterschiedlichen Baureihen etwa als LB und Lesmo in den Handel kamen. In seiner LZ-Serie zeigte der italienische Hersteller im Zeitraum zwischen 1978 und 1985 leichte Bikes in den Hubraumgrößen von 50 bis 175 ccm. Technische Besonderheit: Viele Modelle der Laverda LZ wurden mit Motoren ausgestattet, die vom schwedischen Crossspezialisten Husqvarna oder vom deutschen Traditionsunternehmen Zündapp zugeliefert wurden. Neben den Straßenmaschinen baute Laverda in der Klasse der Leichtkrafträder zudem Trail Bikes und Geländemotorräder wie die Laverda 125 LH oder die 2TR, die allerdings bereits in der Klasse der 250er Motorräder antrat.

Gebrauchte Laverda 750 sind als Klassiker der 70er Jahre gesucht

Typisch für die Marke Laverda waren in den 70er Jahren vor allem die in verschiedenen Bauformen als Naked Bikes, Enduros, Supersportler oder Tourer angebotenen Modelle in den Hubraumklassen von 350 bis 750 ccm. Auf dem Rennparcours waren die Italiener in dieser Zeit mit ihren 500er Formula präsent, die in auffälligem Laverda-Orange für die Marke zum sportlichen Imageträger wurde. Als Straßenmodell wurde die Laverda 750 bekannt, die als Tourer GT oder GTL sowie als Sportbike der Ausstattungslinien S oder SF und SFC auf den Märkten angeboten wurde. Gebrauchte Laverda dieser Baureihen galten später als 70er Jahre Klassiker der Marke. Gegen Ende der Siebziger lief die Produktion der Zweizylindermodelle mit 750 ccm Hubraum aus.

In den 70er Jahren beginnt bei Laverda die Umstellung auf Dreizylindermotoren

Ihre Rolle übernahmen nun die hubraumstärkeren Laverda 1000 und 1200, die im Zeitraum von 1973 bis 1987 mit Dreizylindermotoren produziert wurden. Gebrauchte Laverda dieser Epoche gab es etwa als Sports Tourer oder Sportmaschine mit Verkleidung. Entsprechend gab es unterschiedliche Modellbezeichnungen für die 1000 ccm Modelle. Je nach Bauart und Baujahr liefen sie als 3C, SFC, Jota, RGS oder RGA vom Band. Mit der Anhebung des Hubraums im Jahr 1978 brachte Laverda seine Flaggschiffe als 1200 T oder TS in den Handel. Die schweren Laverda der 70er und 80er Jahre galten zu dieser Zeit als die hubraumstärksten Motorräder aus italienischer Produktion. Und das spiegelte sich auch in den Fahrleistungen wider: Mit einer Laverda 1000 oder 1200 konnten auf der Straße Spitzengeschwindigkeiten weit jenseits der 200 km/h realisiert werden.

Die Neuauflage der Laverda Superbikes in den 90er Jahren

Nachdem die Marke Laverda einige Jahre vom Markt verschwunden war, kamen nach einem Eigentumswechsel Mitte der 90er Jahre wieder neue Laverda Motorräder in den Handel. Die Firmenleitung setzte die Tradition des Herstellers mit Superbikes, Streetfightern, Roadstern und Enduros fort, die als Ghost, Strike oder Lynx in den Hubraumklassen von 650 bis 900 ccm angeboten wurden, bevor die Produktion im Jahr 2000 nach dem Weiterverkauf der Marke Laverda an den Konkurrenten Aprilia eingestellt wurde.