Motoröl: Qualitätsstufen – Unterschiede

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Die Qualitätsstufen nach europäischem und amerikanischem Standard

Die Qualitätsstufen beim Motoröl sind mit einer Kombination aus Zahlen und Buchstaben gekennzeichnet. Hierbei gibt es den europäischen Standard, den Sie an dem Kürzel ACEA erkennen. Dieser ist nach dem Verband der europäischen Automobilhersteller benannt. Alternativ gibt es das API-Qualitätssystem, das auf dem amerikanischen und dem außereuropäischen Markt genutzt wird. Ziel dieses Systems ist, dass jeder Motor mit einem Öl arbeiten kann, das eine bestimmte Qualität aufweist. Bevor Sie einen Ölwechsel vornehmen, sollten Sie sich über die Qualitätsstufen informieren. Kaufen Sie immer das von Ihrem Hersteller vorgeschriebene Öl oder entscheiden Sie sich für ein besseres Produkt. Ein Motoröl, das den Anforderungen nicht entspricht, sollten Sie keinesfalls verwenden.

Die Einteilung in Viskositätsklassen

Sowohl für Benzin- als auch für Dieselmotoren gibt es Ölwechselintervalle, die Sie zwingend einhalten sollten. Sie können den Ölwechsel selbst vornehmen. Wählen Sie ein Öl aus verschiedenen Motorölen, das in seiner Viskosität und der Spezifikation den Anforderungen des Herstellers entspricht. Sehr gute Motoröle bekommen Sie beispielsweise vom Hersteller Liqui. Beachten Sie beim Kauf in jedem Fall die Viskositätsklassen. Die Viskosität steht als Maß für die innere Reibung der Flüssigkeit. Hier erfolgt die Einteilung in sogenannte SAE-Klassen. Sie bekommen Mehrbereichsöle angeboten, bei denen Sie anhand von zwei Zahlen erkennen, wann die Öle eingesetzt werden können.

  • Das Öl 10W40 können Sie beispielsweise bei Temperaturen von bis zu -25 Grad Celsius einsetzen. Diese Auskunft gibt Ihnen die Ziffer “10” vor dem W, denn mit dieser Ziffer werden die Fließeigenschaften des Öls bei Kälte beschrieben. Je kleiner diese Zahl ist, desto niedriger darf die Außentemperatur sein.
  • Erwerben Sie ein Öl mit der Ziffer “5” vor dem W, entspricht dies höheren Anforderungen. Sie können es bei Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius einsetzen. Die Zahl nach dem W, in diesem Falle die “40” steht für die Viskosität, also die inneren Reibungseigenschaften bei einer Temperatur von 100 Grad Celsius. Öle bekommen Sie in Viskositätsklassen von 0W bis 25W sowie von 20 bis 60.

Motoröl sollte nach vorgegebenen Intervallen gewechselt werden

Beim Motoröl handelt es sich um einen Schmierstoff, den der Motor in Ihrem Fahrzeug zwingend benötigt. Wenn das Motoröl zu alt und damit zu verbraucht ist, bekommt es eine dunkle Farbe. Der Motor kann es verbrennen, der Öldruck sinkt. Aus diesem Grund sollten Sie die Ölwechselintervalle zwingend einhalten. Bei den meisten Fahrzeugen beträgt dieses Intervall 15.000 Kilometer. Wenn Sie weniger Kilometer fahren, sollten Sie den Wechsel einmal im Jahr vornehmen. Es gibt auch Motoren, bei denen ein Ölwechsel erst alle 30.000 Kilometer fällig wird. Die Aggregate akzeptieren ein spezielles, aber auch teures Longlife-Öl. Ob Sie dieses Öl verwenden dürfen, sollten Sie bei Ihrem Fahrzeughersteller erfragen.

Jeder Ölwechsel sollte mit dem vom Hersteller vorgeschriebenen Motoröl durchgeführt werden. Beachten Sie die Viskosität und die inneren Reibungseigenschaften. Wichtig ist auch die Beachtung der Wechselintervalle für das Motoröl.

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