Vom Diesel zum Abgasskandal

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Der Diesel hat schon ganz schön viele Jahre auf dem Buckel: 1893 erfand Rudolf Diesel den gleichnamigen Verbrennungsmotor. Seitdem war der Diesel bei deutschen Autofahrern nicht mehr wegzudenken. Mehr als jeder Vierte fährt bis heute einen Selbstzünder.

Nicht so sauber, wie gedacht.

Lange Zeit galt der Diesel als das Nonplusultra. Denn Dieselautos sind effizienter und energiereicher als Benziner. Gegenüber einem Benziner verbraucht ein Diesel deutlich weniger Kraftstoff, hat aber die gleiche Leistung. Mit einem großen Nachteil, der heutzutage ganz groß diskutiert wird: Er stößt deutlich mehr Stickoxide aus als andere Motoren. Und das schädigt die Gesundheit. Stickstoffdioxid reizt Augen und Atemwege, dringt tief in die Lunge ein, kann zu Asthma führen, Gefäße verengen und damit Herzinfarkte und Schlaganfälle fördern. Selbst die modernen Diesel der Abgasnorm Euro 6 pusten (nach Berechnungen des Umweltbundesamtes) im Schnitt 507 Milligramm Stickoxide pro Kilogramm aus. Der Grenzwert liegt allerdings bei 80 Milligramm.

Dass dieses Problem nun ans Tageslicht gekommen ist, liegt an den Messverfahren: Bisher wurden Stickoxide unter Laborbedingungen gemessen. Es hat sich allerdings herausgestellt, dass die Werte beim tatsächlichen Fahren auf unseren Straßen erheblich von den Laborwerten unterscheiden. Der VW Diesel Skandal 2015 brachte alles ans Licht: Nicht nur VW, sondern auch diverse andere Hersteller haben ihre eigenen Diesel und deren Abgasreinigungswerte mittels einer Software-Lösung so manipuliert, dass sie unter Prüfbedingungen deutlich weniger Stickoxide (NOx) ausstoßen als sie es tatsächlich tun.

Seitdem ist der Diesel nicht nur wegen der Manipulationen bei Neuwagen im Kreuzfeuer, sondern auch aufgrund der Emissionen älterer Modelle. Inzwischen gelten neue Messverfahren. Der deutlich realitätsnähere WLPT-Zyklus (Worldwide Harmonized Testing Procedure) misst dabei erstmals den Realausstoß im Fahrbetrieb auf der Straße. Die bisher schärfste Norm Euro 6d-TEMP ist für neue Modelle ab dem 1. September 2019 verpflichtend, Euro 6d für neue Modelle ab 1. Januar 2020 und für Neuwagen gilt das ab Januar 2021.

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