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Audi 80 Cabrio

Auf Basis des Audi 80 entsteht 1991 das erste Cabrio im Audi-Programm

Dass die Ingolstädter VW-Tochter Audi ihr Image erst in den 1990er Jahren nachhaltig ändern konnte und in unterschiedlichen Fahrzeugsegmenten stärker als Hersteller von sportlichen Modellen wahrgenommen wurde, scheint im Rückblick weniger mit dem tatsächlichen Fahrzeugprogramm der frühen Jahre zu tun gehabt zu haben. Denn bereits in den 1970er Jahren war Audi längst mehr als ein Anbieter, der im Markenverbund von Volkswagen nur für konservativ gestaltete Limousinen zuständig war. Mit dem Coupé auf Basis des Audi 100 hatten die Ingolstädter in dieser Zeit einen großen Zweitürer im Programm, der sich zumindest im Design nicht hinter den sehr viel prestigeträchtigeren Fahrzeugen italienischer oder britischer Sportwagenbauer verstecken brauchte. Ab den 1980er Jahren war dann eine kompaktere Coupé-Variante verfügbar, für die der Hersteller nun die Bauplattform seiner Mittelklassemodelle der Reihe Audi 80 nutzte. Offiziell als Audi Coupé vermarktet, zeigte der Zweitürer mit seinem quattro-Allradantrieb, dass die bayerischen Konstrukteure auch technisch eigene Entwicklungen zu bieten hatten. Nur an eine offene Version wagten sie sich lange nicht, und die Flaggschiffe der Baureihe Audi 100 wurden nur in Einzelexemplaren als Umbauten in Cabrio-Form gefertigt. Erst zu Beginn der 1990er Jahre präsentierte die Volkswagen-Tochter mit dem Audi 80 Cabrio dann ihre erste offene Karosserievariante im Programm.

Klassisches Stoffverdeck und zeitloses Design für die Audi 80 Cabrios

Die Cabriolets auf Grundlage der Baureihe Audi 80 liefen im Zeitraum von 1991 bis 2000 beim Zulieferer Karmann vom Band, der auch die offenen Versionen des VW-Mutterkonzerns produzierte. Technisch basierten die Audi Cabrios dieser Zeit auf den Zweitürern der Coupé-Varianten, die bereits gegen Ende der 1980er Jahre als sportlichere Alternative zu den Limousinen der Baureihe Audi 80 auf den Markt gekommen waren. Optisch veränderten die Ingolstädter ihre mit einem klassischen Textilverdeck ausgestatteten Cabriolets während der gesamten Bauzeit nur in Details. So erhielten die als Viersitzer gebauten Modelle in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre eine leicht modifizierte Frontgestaltung mit veränderter Lichttechnik, so dass die Blinker nun unter einer hellen Abdeckung untergebracht waren. Mit ihrem zeitlosen Design galten die Stoffdach-Cabrios der Baureihe Audi 80 schon einige Jahre nach Markteinführung als Klassiker im Programm des bayerischen Herstellers. Und diese Rolle füllten sie auch noch lange nach dem Ende ihrer Produktion als Gebrauchtwagen aus.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind die Audi 80 Cabrios als Klassiker gesucht

Ein von modischen Geschmackseinflüssen unabhängiges Design, eine vollverzinkte und damit haltbare Karosserie, relativ kleine Stückzahlen, die Audi 80 Cabrios brachten die wichtigsten Eigenschaften mit, die ein Fahrzeug auf dem Gebrauchtwagenmarkt zum Longseller machen. Die typischen Rostprobleme mussten Käufer auch bei frühen Modellen wegen der speziellen Behandlung der Karosserie nicht befürchten. Auch der Mechanismus der mobilen Dachkonstruktion erwies sich in der Regel als robust und langlebig, zumal das aus mehreren Stofflagen gefertigte Textilverdeck unter einer festen Kunststoffabdeckung hinter den Rücksitzen verstaut vor Verschmutzung geschützt war. Das Audi 80 Cabrio blieb insbesondere als Zweitwagen gesucht und konnte sich als Gebrauchter mit dem Status eines modernen Klassikers einer stabilen Nachfrage sowie einer hohen Wertstabilität erfreuen. Da die Cabriolets vielfach als Schönwetterfahrzeuge genutzt und geschützt untergestellt wurden, waren auf dem Markt für Gebrauchtwagen auffallend gut erhaltene Exemplare zu finden, die zudem über eine relativ geringe Laufleistung verfügten.

Die schnellsten Audi 80 Cabrio sind die V6-Modelle

Bereits als Neuwagen war ein Audi 80 Cabrio besonders beliebt: Die Spitzenmodelle der Baureihe, die der Hersteller mit V6-Motoren bestückt auslieferte. Die Sechszylinder kamen zunächst im Baujahr 1992 mit einem Aggregat der 2,8 Liter Hubraumklasse ins Programm, das den Cabriolets eine Leistung von bis zu 128 kW (174 PS) zur Verfügung stellen konnte. Mit dem Baujahr 1993 brachte Audi neben dem Flaggschiff ein zweites V6-Modell mit kleinerem Hubraum auf den Markt. In der Version mit einem 2,6 Liter Motor konnte das Cabrio der Baureihe Audi 80 auf eine Leistung von bis zu 110 kW (150 PS) zugreifen. Beide V6-Cabrios erreichten Höchstgeschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern und schoben die Fahrzeuge in rund zehn Sekunden aus dem Stand zur Marke von 100 km/h. Auch als Gebrauchtwagen behielten die V6-Modelle ihre Position als eines der beliebtesten Cabrios der Baureihe Audi 80.

Im Jahr 1995 kommt das Audi 80 Cabrio erstmals als Diesel auf den Markt

In den kleineren Leistungsklassen verbaute Audi für seine Cabriolets Motoren mit vier und fünf Zylindern in den Hubraumklassen von 1,8 bis 2,3 Litern, die Leistungen zwischen 85 kW (116 PS) und 103 kW (140 PS) mobilisieren konnten. Besonderheit der Audi 80 Cabrios aus der zweiten Hälfte der 1990er Jahre: Diese Modelle waren erstmals auch mit einem Dieselmotor zu bekommen, der bis zum Ende der Produktion im Jahr 2000 im Programm blieb. Audi nutzte dazu ein 1,9 Liter Turbotriebwerk, das den Cabrios eine Leistung von 66 kW (90 PS) zur Verfügung stellen konnte. Mit dieser Leistungsausbeute fanden die Diesel-Cabrios als Neuwagen eher wenig Käufer, gehörten aber gerade deshalb als Gebrauchte zu den seltensten Audi 80 Cabrios.