Gebrauchte Audi TT Cabrio bei AutoScout24 finden

Audi TT Cabrio

Das TT Cabrio wird 1999 der erste Roadster in der Audi-Geschichte

Da der Ingolstädter Fahrzeugproduzent Audi im Verbund des Volkswagen-Konzerns traditionell für Limousinen der Mittelklasse zuständig war, spielten andere Karosserieformen bei den Bayern lange Zeit eine untergeordnete Rolle. Eine Ausnahme stellten die Coupés dar, die in den 1970er Jahren in kleinen Stückzahlen auf Basis des Audi 100 gefertigt wurden sowie die später vom Audi 80 abgeleiteten Zweitürer, bei denen erstmals der bei Audi quattro genannte Allradantrieb in einem Serienmodell verbaut wurde. Das einzige offene Modell des Herstellers zu Beginn der 1990er Jahre war das Mittelklasse-Cabrio, das seit 1991 auf Basis des Audi 80 hergestellt wurde. Mit der weiteren Ausdifferenzierung des Programms kurz vor der Wende zum neuen Jahrtausend war jedoch dann Platz für weitere Baureihen in unterschiedlichen Fahrzeugklassen. So präsentierten die Bayern im Jahr 1998 erstmals kleine zweisitzige Sportcoupés, die als Audi TT in den Handel kamen. Mit diesen Coupés bot sich die Chance, die Marke Audi für eine jüngere Käuferschicht interessanter zu machen und zugleich auf Basis der geschlossenen Versionen eine Generation kompakter Cabriolets zu entwickeln, die passend zum sportlichen Image als Roadster vermarktet werden konnten. Bereits kurze Zeit nach der Markteinführung der Coupés kam daher mit den Audi TT Cabrios 1999 eine offene Variante ins Programm, die mit einem klassischen Stoffverdeck ausgestattet war und das erste Fahrzeug der Ingolstädter in der Roadster-Klasse wurde.

Typischer Roadster-Auftritt für das Audi TT Cabrio

Agiles Handling, relativ geringes Gewicht und kompakte Abmessungen mit kurzen Überhängen, mit diesem Konzept machten die Audi TT Cabrios deutlich, dass sie die britische Roadster-Tradition nicht nur im Namen trugen. Mit ihrer prononciert rundlichen und dadurch muskulös wirkenden Karosserieform strahlten die gut vier Meter langen Zweisitzer die Energie eines im Zeitgeschmack der ausgehenden 1990er Jahre gestalteten Roadsters aus. Durch das haubenartig aufbauende Stoffdach und ein voluminös angelegtes Heck unterschieden sich die TT Cabrios deutlich von allen anderen Audi-Modellen. Bei zurückgefaltetem Verdeck zeigten die offenen Audis zudem die für viele Roadster typischen Sicherheitsbügel, die breit hinter den Sitzen aufragten und mit ihrer matt polierten Aluoberfläche zu einem charakteristischen Merkmale aller TT-Cabrios wurden. Nachbesserungen gab es in der bis 2006 gefertigten ersten Generation bereits im Jahr 2000, als die Audi TT einen kleinen Heckspoiler erhielten, der die Sportwagen zusammen mit dem nun serienmäßig verbauten elektronischen Stabilitätssystem besser beherrschbar machen sollte.

In neueren Baujahren verschafft Audi dem TT Cabrio einen eleganteren Auftritt

In der ab dem Jahr 2007 ins Programm gekommenen zweiten Generation zeigte sich der Audi Roadster der TT-Baureihe in einem deutlich eleganteren Gewand. Die neu gestaltete Front mit Single-Frame-Kühlergrill erhielt eine tiefer reichende Schürze mit großen rechteckigen Lufteinlässen sowie schmalere Scheinwerfer. Das Heck wirkte mit den nun länglich gestreckten Rückleuchten und dem Diffusor unterhalb des in die Karosserie integrierten Stoßfängers harmonischer. Zu diesem Gesamteindruck trugen die veränderten Proportionen bei, da der Radstand des Audi TT Cabrios um gut vier Zentimeter verlängert wurde und die Roadster zugleich fast acht Zentimeter breiter auf der Straße lagen. Mit der kleinen Modellpflege des Jahres 2010 veränderten sich die Roadster kaum, bis im Jahr 2015 eine neue Generation zur Verfügung stand.

Mit dem Baujahr 2015 präsentiert Audi die dritte Generation des TT Cabrios

In der dritten Generation der TT-Cabrios setzte Audi die Roadster-Tradition optisch noch einmal in ein anderes Licht. Die Stoffverdeck-Cabriolets liefen jetzt mit etwas niedrigerem Dach, extrem schmalen Scheinwerfern und einer weit herunterreichenden Frontschürze mit einem insgesamt breiter angelegten Kühlergrill vom Band. Neu war auch die angedeutete Sechseckform des Single-Frames, die das Markengesicht Audis zu dieser Zeit prägte. Die charakteristischen Überrollbügel blieben erhalten, fielen jedoch flacher und etwas kantiger aus als in den ersten Baugenerationen. Schmale LED-Heckleuchten und eine dezente Diffusorplatte mit zwei integrierten runden Endrohren bestimmten die Rückansicht des TT Cabrios ab Baujahr 2015.

Vierzylindermotoren für die Großserienversionen des Audi TT Cabrios

Seit der Einführung der Roadster-Baureihe setzte Audi bei den Großserienmodellen auf Vierzylindermotoren, die in den Leistungsstufen von 110 kW (150 PS) bis 176 kW (240 PS) angeboten wurden. Nur in relativ kleiner Stückzahl kamen die TT Cabrios mit den 3,2 Liter VR6-Antrieben auf den Markt, die auf eine Leistung von 184 kW (250 PS) zugreifen konnten. Dieses Aggregat wurde unverändert in der ab 2006 ausgelieferten zweiten TT-Generation verwendet, während die Leistungsabgabe des größten Vierzylinders auf 200 kW (272 PS) stieg. Neu ins Programm kamen im Jahr 2008 als Einstiegsversion das TT Cabrio mit einem 1,8 Liter Triebwerk mit 118 kW (160 PS) sowie ein 2,0 Liter Diesel mit 125 kW (170 PS). Ab dem Baujahr 2015 sollten die Selbstzünder in der Roadster-Serie bis zu 135 kW (184 PS) abliefern. Die Benziner liefen zunächst in der Leistungsklasse von maximal 169 kW (230 PS) vom Band. Flaggschiff bei den Audi TT Cabrios wurde 2009 die RS-Version, die eine Leistung von 250 kW (340 PS) bereitstellte und später auf dem Markt für Gebrauchtwagen neben den TTS Cabrios zu den seltensten TT-Modellen gehörte.