Was kostet ein E-Auto im Monat? Die laufenden Kosten im Überblick

Strom, Versicherung, Wartung, Steuer und Wertverlust in einer Rechnung.

Ein Elektroauto kostet im Monat je nach Modell und Fahrprofil rund 250 bis 550 Euro, den Wertverlust eingerechnet. Die reinen Betriebskosten aus Strom, Versicherung und Wartung liegen bei einem Kompaktwagen grob zwischen 100 und 210 Euro und damit meist unter denen eines vergleichbaren Verbrenners. Die Kfz-Steuer entfällt, reine E-Autos sind aktuell steuerbefreit. Der größte und oft unterschätzte Posten bleibt der Wertverlust, eine Finanzierungs- oder Leasingrate ist dabei noch nicht eingerechnet. Wie hoch die Summe ausfällt, hängt vor allem von Modell, Fahrleistung und Stromtarif ab.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Betriebskosten: Strom, Versicherung und Wartung zusammen grob 100 bis 210 Euro pro Monat.

  • Steuer: Reine E-Autos sind bei Erstzulassung bis Ende 2030 von der Kfz-Steuer befreit, längstens bis Ende 2035.

  • Strom statt Sprit: Laden ist meist günstiger als Tanken, vor allem zu Hause.

  • Wartung günstiger: Weniger Verschleißteile, laut ADAC rund ein Drittel niedrigere Inspektionskosten.

  • Wertverlust zählt: Der größte Kostenblock steckt nicht in der monatlichen Rechnung, sondern im Wertverlust.

Welche Kosten zählen zu den monatlichen Ausgaben?

Wer die monatlichen Kosten eines E-Autos einschätzen will, sollte zwischen zwei Ebenen unterscheiden. Die reinen Betriebskosten umfassen Strom, Versicherung und Wartung, also alles, was im Alltag laufend anfällt. Die Gesamtkosten rechnen zusätzlich den Wertverlust und, falls vorhanden, die Finanzierungs- oder Leasingrate mit ein. Gerade der Wertverlust wird oft vergessen, obwohl er meist der größte Einzelposten ist. Die folgende Tabelle zeigt beide Ebenen als Orientierung für einen Kompakt- oder Mittelklassewagen mit rund 15.000 Kilometern im Jahr.

Kostenposten Orientierung pro Monat
Strom und Laden 40 bis 90 Euro
Versicherung 40 bis 80 Euro
Wartung, Inspektion, Reifen (umgelegt) 20 bis 40 Euro
Kfz-Steuer 0 Euro (steuerbefreit)
THG-Quote (Gutschrift) rund 3 bis 8 Euro gut
Betriebskosten gesamt rund 100 bis 210 Euro
Wertverlust (stark modellabhängig) 150 bis 350 Euro
Gesamtkosten inkl. Wertverlust rund 250 bis 550 Euro

Strom: der wichtigste laufende Posten

Die Stromkosten hängen von Verbrauch, Fahrleistung und Ladeort ab. Ein E-Auto verbraucht im Schnitt etwa 15 bis 20 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. Wer überwiegend zu Hause lädt, fährt am günstigsten, öffentliches Laden und vor allem Schnellladen sind deutlich teurer. Wie sich die Preise im Detail zusammensetzen, zeigt der Ratgeber zu den Ladekosten.

Versicherung

Die Versicherung ist ein fester monatlicher Posten und liegt je nach Modell, Region, Fahrerprofil und Schadenfreiheitsklasse grob zwischen 40 und 80 Euro im Monat. E-Autos sind dabei nicht automatisch teurer oder günstiger als vergleichbare Verbrenner, die Einstufung hängt vom konkreten Fahrzeug ab. Ein Tarifvergleich lohnt sich, gerade weil viele Versicherer eigene Angebote für Elektroautos haben.

Wartung

Beim Unterhalt hat das E-Auto einen klaren Vorteil. Es gibt kein Motoröl, keine Zündkerzen und keine Abgasanlage, und dank Rekuperation halten die Bremsen länger. Laut ADAC sind die Inspektionskosten rund ein Drittel niedriger als beim Verbrenner. Umgelegt auf den Monat liegen Wartung, Inspektion und anteilige Reifenkosten grob bei 20 bis 40 Euro. Details dazu im Ratgeber Wartungskosten beim E-Auto.

Kfz-Steuer: aktuell 0 Euro

Reine Elektroautos sind von der Kfz-Steuer befreit. Der Bundestag hat die Regelung Ende 2025 verlängert: Fahrzeuge, die bis zum 31. Dezember 2030 erstmals zugelassen werden, bleiben steuerfrei, längstens bis zum 31. Dezember 2035 und maximal zehn Jahre ab Erstzulassung. Die Verlängerung gilt auch rückwirkend für bereits zugelassene E-Autos. Nach Ablauf der Befreiung wird die Steuer nach dem Gewicht berechnet und um 50 Prozent ermäßigt. Wichtig: Plug-in-Hybride sind von der Befreiung ausgenommen.

Wertverlust: der größte versteckte Posten

Der größte Kostenblock taucht in keiner monatlichen Rechnung auf, weil er erst beim Verkauf sichtbar wird: der Wertverlust. Je nach Modell, Alter und Kilometerstand verliert ein Fahrzeug einen erheblichen Teil seines Werts, und beim E-Auto entscheidet vor allem der Zustand der Batterie über den Restwert. Rechnet man den Wertverlust auf den Monat um, liegt er oft höher als Strom, Versicherung und Wartung zusammen. Wie du ihn einschätzt, zeigt der Ratgeber zum Wertverlust beim Elektroauto, und wie fit ein gebrauchter Akku noch ist, verrät der State of Health.

Bonus: Geld zurück über die THG-Quote

Ein kleiner Pluspunkt, der die monatliche Rechnung senkt: Halter von reinen E-Autos können ihre sogenannte THG-Quote jährlich verkaufen und erhalten dafür eine Gutschrift. Die Höhe schwankt je nach Anbieter und Marktlage, umgelegt auf den Monat sind es meist einige Euro. Viel ist es nicht, aber es reduziert die laufenden Kosten und gibt es beim Verbrenner nicht.

Stärken

  • Laden meist günstiger als Tanken, vor allem zu Hause
  • Niedrigere Wartungskosten durch weniger Verschleißteile
  • Keine Kfz-Steuer
  • Zusätzliche Gutschrift über die THG-Quote

Schwächen

  • Höherer Anschaffungspreis und dadurch mehr Wertverlust
  • Versicherung je nach Modell nicht günstiger
  • Schnellladen unterwegs kann teuer werden
  • Restwert hängt stark vom Batteriezustand ab

E-Auto oder Verbrenner pro Monat?

Ob sich das E-Auto monatlich rechnet, hängt vom Fahrprofil ab. Wer viel fährt und zu Hause laden kann, spart bei Strom, Wartung und Steuer spürbar. Wer wenig fährt oder oft auf teures Schnellladen angewiesen ist, hat einen kleineren Vorteil. Die folgende Übersicht zeigt, wo die Unterschiede liegen.

Posten E-Auto Verbrenner
Energie (Strom oder Sprit) meist günstiger meist teurer
Wartung günstiger Basiswert
Kfz-Steuer 0 Euro (befreit) fällt an
Versicherung modellabhängig, teils höher Basiswert
Wertverlust stark modellabhängig stark modellabhängig
THG-Quote Gutschrift möglich nicht möglich

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Häufige Fragen zu den monatlichen Kosten

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