Dethleffs XL Family I7812-2: Raumwunder für Familien

Zwar reduziert Dethleffs, der älteste deutsche Caravaning-Hersteller, seine umfangreiche Modellpalette wie auch andere Konkurrenten im Wettbewerbsumfeld um die ein oder andere Grundriss-Variante, will aber auch nicht ohne Neuheiten-Premiere mit dem Modelljahrgang 2026 zum Caravan-Salon (29. August bis 7. September) nach Düsseldorf anreisen. Die Allgäuer, die sich als Spezialist für Familien-Wohnmobile verstehen, erweitern mit einem echten Dickschiff ihr Produkt-Portfolio in der Oberklasse: Der Tandem-Achser Dethleffs XL Family I7812-2 ist als vollintegriertes Reisemobil die Ergänzung zum Alkoven-Modell A 7872-2 und wird als winterfestes Fahrzeug zu einem Preis ab 95.000 Euro angeboten.
Bei satten 8,60 Metern Länge mangelt es dem 5,4-Tonner im Innenraum weder an Platz und noch an Stauraum. Weil zudem im Gegensatz zum Alkoven die beiden drehbaren Pilotensitze aus dem Fahrerhaus in die großzügige L-Sitzgruppe mit seitlichem Extrasitz eingebunden werden können, ist das Raumgefühl noch luftiger.
Auf 8,60 Metern Raum für Entfaltung
Vier Gurtplätze sind serienmäßig an Bord. Ein fünfter Dreipunkt-Gurtplatz kann als Klappsitz in der Sitzbank optional geordert werden. Mit den Einzelbetten im Heck, einem serienmäßigen Hub-Doppelbett über den Fahrerhaus-Sesseln und einer aus der Sitzgruppe umgebauten Koje können fünf Personen auch bequem im XL-Wohnmobil nächtigen.
In der Wagenmitte befindet sich ein großer Küchenblock mit Zwei-Flammen-Kocher, Backofen, großen Schubladen und einem 137-Liter-Kühlschrank. Dahinter folgt ein nicht minder üppiges Raumbad mit Waschraum und Toilette auf der Fahrerseite sowie einer Extradusche auf der gegenüberliegenden Seite. Auch die Heckgarage ist riesengroß. Eine extrabreite 70-Zentimeter-Aufbautür sorgt für einen komfortablen Einstieg.
Als Basisfahrzeug dient dem Dethleffs XL Family I7812-2 der Fiat Ducato, schon serienmäßig in der stärksten 132 kW/180-PS-Version des 2,2-Liter-Dieselmotors inklusive Automatikgetriebe. Das Navi-Infotainment, ein Soundsystem sowie Apple-Car-Play- und Android-Anbindung gehören ebenso zur Grundausstattung wie Klimaautomatik, Tempomat, zwei Rückfahrkameras, Zentralverriegelung einschließlich Aufbautür, eine Sechs-Meter-Markise sowie zahlreiche Assistenzsysteme.
Neue Modelllinie für Einsteiger
Um in der aktuellen Situation mit zum Teil stattlichen Rabatten das Preisniveau drücken zu können, verfolgt Dethleffs beim restlichen Produktprogramm die Strategie der Editionsmodelle. So gibt es in den Baureihen Globebus Go, Just Go und Trend jeweils mit zusätzlichen Extras ausgestattete „Active“-Modelle, die der Kundschaft Preisvorteile von 7.060 bis 10.700 Euro bringen können. Hochwertigere, besser isolierende Rahmenfenster, komfortablere Tellerfedern für die Betten und Softclose-Schubladen und -klappen gehören beispielsweise dazu.
Für die Camper-Van-Baureihe kreiert Dethleffs mit dem Globetrail Active sogar eine eigene Modelllinie, die sich vor allem an Einsteiger wendet. Zum Auftakt gibt es drei Grundrisse in zwei Längen, die sich durch verschiedene Bettenlösungen unterscheiden. Der 6,40-Meter-Van ist mit zwei Einzelbetten ausgestattet, im Globetrail 600 DS ist das Doppelbett quer eingebaut, und der ebenfalls sechs Meter lange 600 KS ist mit zwei übereinanderliegenden Doppelkojen als Stockbetten sogar ein echtes Novum in der Dethleffs-Flotte.
95-Jahre-Ausstattungspaket als Highlight
Alle Globetrail-Active-Modelle werden mit einem Schwenkbad, fester Tür und Plissee-Duschvorhang angeboten. Als Basisfahrzeug stehen der Fiat Ducato oder der Citroën Jumper in der Serienausstattung mit 140 PS zur Wahl. Der Einstiegspreis liegt bei 52.000 Euro für den Globetrail Active 600 DS. Der Stockbetten-Grundriss ist 1000 Euro teurer, und für den 640 ES muss ein weiterer Tausender draufgelegt werden.
Für die „normale“ Globetrail-Baureihe bietet Dethleffs als Schmankerl ein „95-Jahre“-Ausstattungspaket ein, mit dem an den Bau des ersten deutschen Caravans durch Firmengründer Arist Dethleffs in 1931 erinnert werden soll. Es beinhaltet Extras wie Markise, Nebelscheinwerfer, ein zusätzliches Fenster im Heck, Stoßfänger in Wagenfarbe, Klimaautomatik, Rückfahrkamera, ein Radio-Navigationssystem mit 10-Zoll-Display sowie eine Reihe an Assistenzsystemen und kostet 3.000 Euro. Der Gegenwert in Einzelposten würde sich auf 9.755 Euro summieren. (Text: ml/sp-x | Bilder: Hersteller)
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