DS N°07 Élysée: Flüsterleiser Panzer für Macron

„Aux Champs-Élysées, aux Champs-Élysées... tut-tut-ta-da-da! In der Sonne, im Regen, mittags oder um Mitternacht, gibt es alles, was das Herz begehrt.“ Joe Dassin trällerte einst die ultimative Hymne auf die Pariser Prachtstraße. Und am 14. Juli 2026 fügt DS Automobiles diesem Chanson ein ganz neues Kapitel hinzu. Denn zur traditionellen Militärparade rollt der französische Präsident Emmanuel Macron in einem Gefährt vor, das den Boulevard der Boulevards nicht nur extrem luxuriös, sondern auch völlig emissionsfrei erobert. Vorhang auf für den DS N°7 Élysée, der vor allem mit seinen stolzen Details einen BMW i7 Protection fast schon schüchtern wirken lässt. Aber der Reihe nach.
Wenn in Paris die Trikolore weht, darf ein passendes Auto nicht fehlen. DS nutzt den französischen Nationalfeiertag für den Auftritt des N°07 Élysée. Er soll künftig eine sprichwörtlich staatstragende Rolle für Präsident Macron übernehmen, die in Frankreich traditionell mehr bedeutet als reine Fortbewegung. Eine Präsidentenlimousine ist dort verglichen etwa mit der deutschen Bundesregierung nie nur ein Dienstwagen. Sie ist Bühne, Botschaft und nationales Schaufenster zugleich.
Platz da, hier kommt der Chef
Wer ein ganzes Land lenken will, braucht Platz für weitreichende Entscheidungen. Deshalb ist der DS N°7 Élysée kein gewöhnliches SUV von der Stange. Die Stellantis-Ingenieure haben das Chassis des neuen DS N°7 um satte 25 Zentimeter verlängert. Diese Streckung kommt überraschenderweise vollständig den Beinen des gar nicht mal so großen Präsidenten im Fond zugute, der die edle Kabine somit als vollwertiges, mobiles Büro nutzen kann.
Damit neugierige Blicke oder aufdringliche Kameras keine Staatsgeheimnisse erspähen, lässt sich die Tönung der hinteren Seitenscheiben per Knopfdruck stufenlos abdunkeln. Hinzu kommen protokollarische Must-Haves wie abnehmbare Flaggenhalter an den Kotflügeln, eine integrierte Blaulicht-Signalanlage im Kühlergrill und modernste, verschlüsselte Kommunikationssysteme. Und weil man als Staatschef nie vorsichtig genug sein kann, ist das Fahrzeug komplett nach den strengen Vorgaben des Palastes voll gepanzert.
Savoir-Vivre: Handwerkskunst im Dienste der Republik
Wenn es um Repräsentanz geht, überlassen die Franzosen nichts dem Zufall. Der DS N°7 Élysée ist eine rollende Leistungsschau des berühmten französischen Savoir-Faire. So strahlt der Wagen im exklusiven Farbton „Bleu Liberté“ und macht in der Pariser Abendsonne sicher richtig was her. Natürlich darf auch moderne Leuchtreklame nicht fehlen: Ein illuminierter Kühlergrill zeigt dezent die französische Trikolore, die sich auch an den Radnaben und dem Heckdeckel wiederfindet.
Innen gibt es einen Alcantara-Dachhimmel, Sitze in feinstem Nappa-Leder und Alcantara im Farbton „Eternal Blau“ sowie die typischen Clous-de-Paris-Guillochierungen an den Bedienelementen verwöhnen die Regierungsmitglieder. Das patriotische Highlight bleibt aber das Armaturenbrett. Es besteht aus edlem Eschenholz, in das per Laser eine feine Marianne, die Nationalfigur der französischen Republik, eingraviert wurde. Passend dazu sind überall im Fond „RF“-Logos in die Kopfstützen gestickt – für République Française.
Technik: Flüsterleise 350 PS und Spezial-Fahrwerk
Unter der Haube verabschiedet sich der Élysée-Palast von alten Verbrenner-Zöpfen. Der DS N°7 Élysée vertraut auf die neue Elektro-Architektur der Marke in Form der STLA Medium Plattform) Zwei Elektromotoren treiben alle vier Räder an und generieren eine Systemleistung von 350 PS (258 kW). Damit schiebt der schwere, gepanzerte Koloss trotz seines beachtlichen Sicherheitsgewichts bei Bedarf druckvoll voran.
Gespeist werden die Aggregate von der bekannten 97,2-kWh-Batterie. Das reicht für ausgiebige Paraden und lautlose Dienstfahrten quer durch die französische Hauptstadt. Für den sprichwörtlichen Komfort wie Gott in Frankreich sorgt ein speziell abgestimmtes, hydropneumatisches Fahrwerk. Es lässt den Präsidentschafts-Cruiser selbst über das berüchtigte Kopfsteinpflaster rund um den Arc de Triomphe schweben wie auf Wolken.
Fazit: Schade, dass wir nicht mitfahren dürfen!
Mit dem neuen DS N°7 Élysée beweist die Stellantis-Marke einmal mehr, dass Staatskarossen nicht immer klobige, graue Limousinen sein müssen. Der Mix aus modernster Elektro-Power, französischer Handwerkskunst und maximaler Sicherheit ist ein charmantes Statement, nicht zuletzt für die Sichtbarkeit der eher in einer Identitätskrise dümpelnden Luxusmarke. (Text: an | Bilder: DS Automobiles / Stellantis)
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