Hyundai Ioniq 3 (2026): Der Volksstromer startet ab 28.950 Euro

Hyundais kompakter Stormer Ioniq 3 ist ab sofort bestellbar. Der im türkischen Izmit gebaute Fünftürer basiert auf der E-GMP-Plattform, bietet bis zu 497 km Reichweite und startet bei überraschend günstigen 28.950 Euro. Neben einer 22-kW-AC-Ladeoption feiert die Pleos-Connect-Software Premiere.

Auf einen Blick

  • Attraktiver Einstiegspreis: Der Hyundai Ioniq 3 ist ab sofort bestellbar und startet bei 28.950 Euro.
  • Zwei Akku-Größen: Wahlweise mit 42-kWh-Batterie (108 kW / 147 PS, bis zu 344 km Reichweite) oder 61-kWh-Akku (99 kW / 135 PS, bis zu 497 km Reichweite).
  • Nicht-ganz-Schnelllader mit V2L: Eher bescheidene 119 kW DC-Ladeleistung (10–80 % in 29 min), dafür aber ein optionaler 22-kW-AC-Onboard-Lader inklusive V2L-Steckdose.
  • Neues Infotainment: Erstes Hyundai-Modell in Europa mit dem neuen Pleos Connect auf Android-Automotive-Basis.
  • Fünf Ausstattungslinien: Verfügbar in Select, Trend, Prime sowie den sportlichen Varianten N Line und N Line Evo.

Mit den Modellen Ioniq 5 und Ioniq 6 hat Hyundai das Elektro-Segment von oben aufgerollt. Die 800V-Stromer sind auch heute noch überzeugend in Sachen Batterie- und Ladeperformance. Mit dem Inster kam dann ein Kleinstwagen, der zwar praktisch, mit seinem Design aber nicht unbedingt massentauglich ist.

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Nun folgt der nächste logische Schritt in der Elektrifizierungsstrategie der Südkoreaner: Der völlig neue Hyundai Ioniq 3 bringt die bewährte E-GMP-Technologie in die hart umkämpfte Kompaktklasse. Und das zu einem Einstiegspreis, der viele Wettbewerber ins Schwitzen bringen dürfte.

Design & Karosserie: Ein Steilheck mit Mut zur Kante

Der im türkischen Werk Izmit speziell für den europäischen Markt gefertigte Ioniq 3 präsentiert sich laut Hyundai als „Aero Hatchback“. Uns gefällt das Steilheck, zumal es in rot an den seligen Alfa Romeo SZ erinnert. Die dynamische Silhouette verbindet die Alltagsnutzen eines klassischen Kompakten mit herausragender Aerodynamik: Der Luftwiderstandsbeiwert liegt bei guten cw 0,263.

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Bei den stilistischen Details interpretiert der kleine Stromer die gewohnte E-Designsprache der Marke mit präzisen Kanten und den typischen Ioniq-Pixel-Lichtelementen. Acht Außenfarben sowie die optische deutlich differenzierten Sport-Ausstattungslinien N Line und N Line Evo bieten reichlich Raum für Individualisierung.

Antrieb & Laden: Kleine Batterie mit großem Motor und umgekehrt

Beim Antrieb geht Hyundai einen ungewöhnlichen Weg. Wer mehr Reichweite wählt, bekommt etwas weniger Leistung, profitiert aber von vorbildlichen Effizienzwerten:

  • Basis-Batterie (42 kWh): Verfügbar für Select und Trend. Leistet 108 kW (147 PS), verbraucht 14,1 bis 14,4 kWh/100 km und stromert bis zu 344 Kilometer (WLTP) weit.
  • Große Batterie (61 kWh): Für alle Linien bestellbar. Leistet 99 kW (135 PS), begnügt sich mit 13,7 bis 15,8 kWh/100 km und erzielt eine prognostizierte Reichweite von bis zu 497 Kilometern.

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An Schnellladesäulen zieht der Ioniq 3 nur mit bis zu 119 kW (DC), wodurch der Akku rund 29 Minuten braucht, bis er von 10 auf 80 Prozent gefüllt ist. Bemerkenswert in dieser Preisklasse ist allerdings das optionale Technik-Paket (1.650 Euro): Es bringt erstmals einen 22-kW-AC-Onboard-Lader, ein passendes Typ-2-Kabel, einen Vehicle-to-Load-Adapter (V2L) sowie eine 230-Volt-Steckdose für den Innenraum mit. Hyundai positioniert den 3er damit klar an den städtischen AC-Säulen. Während des Einkaufs ist mit 22kW meist schon die ganze Fahrleistung der Woche nachgeladen.

Innenraum & Multimedia: Premiere für Pleos Connect

Trotz kompakter Maße bietet der Ioniq 3 dank des langen Radstands der E-GMP-Plattform und des ebenerdigen Fahrzeugbodens erstaunlich viel Platz für bis zu fünf Personen. Das Kofferabteil schluckt üppige 441 Liter und steckt damit manchem C-Segment Konkurrenten in die Tasche.

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Im Cockpit feiert das neue Betriebssystem Pleos Connect auf Basis von Android Automotive OS seine Europa-Premiere. Das System bietet flüssige Navigation, Over-the-Air-Updates, den Digitalen Fahrzeugschlüssel 2.0 sowie Plug & Charge. Je nach Ausstattungslinie blicken Fahrer auf Touchscreens in den Größen 12,9 Zoll (Select), 9,9 Zoll Digital-Tacho (Trend) oder bis zu 14,6 Zoll (Prime).

Die technischen Daten im Überblick

Parameter Hyundai Ioniq 3 (42 kWh) Hyundai Ioniq 3 (61 kWh)
Leistung 108 kW (147 PS) 99 kW (135 PS)
Batteriekapazität 42 kWh netto 61 kWh netto
WLTP-Reichweite bis zu 344 km bis zu 497 km
Energieverbrauch 14,1 – 14,4 kWh/100 km 13,7 – 15,8 kWh/100 km
Ladeleistung (DC / AC) max. 119 kW / 11 kW (22 kW opt.) max. 119 kW / 11 kW (22 kW opt.)
Ladezeit 10–80 % (DC) ca. 29 Minuten ca. 29 Minuten
Kofferraumvolumen 441 Liter 441 Liter
Einstiegspreis ab 28.950 € k. A.

Ausstattungsvarianten und Optionen

Die Aufpreisliste erfordert etwas Konzentration, da Hyundai den Ioniq 3 zum Start schon in fünf Linien anbietet:

  1. Select (ab 28.950 €): Bringt Voll-LEDs, Rückfahrkamera, Smart-Key, 2-Zonen-Klima, Totwinkel- und Notbremsassistent 2.0 sowie das 12,9-Zoll-System mit. (Wärmepumpe im Komfort-Paket für 1.000 €).
  2. Trend: Ergänzt Akkuheizung, Privacy-Verglasung, Sitzheizung vorn, Induktionsladen und das 9,9-Zoll-Digitalcockpit.
  3. Prime: Volle Hütte inklusive Wärmepumpe, Matrix-LED, 14,6-Zoll-Navi, BOSE-Sound und Stoff-Velours-Sitzbezügen.
  4. N Line & N Line Evo: Bieten sportliche Exterieur- und Interieur-Anpassungen, exklusive Felgen und bei N Line Evo maximalen Komfort auf Prime-Niveau.

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AutoScout24-Fazit

Mit einem Einstiegspreis von unter 29.000 Euro liefert Hyundai ein sehr starkes Argument für den Umstieg auf die Elektromobilität ab. Auch wenn das Geflecht aus Ausstattungslinien und Zusatzpaketen etwas Konzentration erfordert: Der Ioniq 3 hat das Zeug dazu, der neue Volks-Stromer in der Kompaktklasse zu werden. (Text: an | Bilder: Hyundai)

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Martin Zellner

Seit vielen Jahren dreht sich bei Martin Zellner beruflich fast alles um Autos - und zunehmend um solche mit Stecker. Der gebürtige Südtiroler (Jahrgang 1978) lebt heute in Bayern und hat einen technischen Hintergrund mit Schwerpunkt Elektrotechnik. Besonders interessieren ihn Batterietechnik, Ladegeschwindigkeit und die Frage, wie gut sich Elektroautos im Alltag wirklich schlagen. Im Alltag fährt er hauptsächlich seinen BMW i3s - für die Verbindung zur italienischen Heimat sorgt ein Alfa Romeo 166 mit klassischem Busso-V6.

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