Hyundai Ioniq 3 im Ausstattungs-Check: Fast 20.000 Euro zwischen Einstieg und Topmodell

Die Einstiegsvariante: Hyundai Ioniq 3 Select ab 28.950 Euro
Der günstigste Einstieg hört auf den Namen Ioniq 3 Select und rollt zu einem Basispreis von genau 28.950 Euro vom Band. Wer die einfachste Konfiguration wählt, erhält den kompakten Stromer in der knalligen Lackierung Fierce Red Uni, kombiniert mit dunkelgrauen Stoffbezügen im Innenraum und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen.
Antriebsseitig arbeitet unter der Hülle die kleinere 42,2-kWh-Batterie in Kombination mit dem 108 kW (147 PS) starken Elektromotor an der Vorderachse. Spannend: Damit ist das Basismodell 12 PS stärker als das Topmodell mit der größeren Batterie.
Trotz des Sparpreises spendiert Hyundai bereits serienmäßig praktische Ausstattungsmerkmale für den Alltag. Voll-LED-Scheinwerfer, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, Einparkhilfen vorn wie hinten und das Smart-Key-Zugangssystem sind ab Werk an Bord.
Allerdings erfordert der Basistarif auch kleine Kompromisse. Deutlich wird das vor allem im Cockpit. Denn im Ioniq 3 Select muss man auf das separate digitale Fahrerdisplay hinter dem Lenkrad verzichten. Sämtliche Fahr- und Infotainmentdaten werden hier nur über den zentralen Touchscreen dargestellt. Dieser ist mit 12,9-Zoll allerdings ausreichend üppig dimensioniert und läuft wie bei den teureren Varianten mit dem neuen Pleos-System auf Android Automotive-Basis.
Das Topmodell: Hyundai Ioniq 3 N Line Evo ab 42.450 Euro
Wer sich in der Preisliste ganz nach oben klickt, der landet bei der Ausführung N Line Evo. Schon der Basispreis liegt mit 42.450 Euro deutlich über dem Select-Modell. Inklusive optionaler Sonderausstattungen wie dem großen Glas-Schiebedach und der dynamischen Zweifarblackierung klettert der Konfigurationspreis der Vollausstattung über die 47.000-Euro-Marke und liegt damit fast 20.000 Euro über der günstigsten Variante.
Allerdings: Es kommt nicht nur viel Ausstattung mit im Paket, sondern auch ein Technik-Upgrade, denn die Batterie des Hyundai Ioniq 3 N Line Evo ist immer die größere der beiden Varianten und fasst üppige 61 kWh und ermöglicht damit spürbar mehr Aktionsradius auf Langstrecken.
Das N Line Exterieur-Paket bringt zudem aggressiver gezeichnete Schürzen, glanzschwarze Anbauteile und mächtige 19-Zoll-Leichtmetallräder mit breiter 225/45-Bereifung mit.
Auch im Innenraum zieht Luxus ein. Fahrer und Beifahrer blicken auf das digitale 9,9-Zoll-Cockpit hinter dem Lenkrad und bedienen das Infotainment über den auf 14,6 Zoll gewachsenen Touchscreen inklusive Navigationssystem und Bluelink-Telematik. Hinzu kommen Matrix-LED-Scheinwerfer, ein edles Bose-Soundsystem, eine 360-Grad-Kamera, der digitale Fahrzeugschlüssel 2.0 sowie Teilleder-Sportsitze im N Line Design.
Basis und Topmodell des Hyundai Ioniq 3 im direkten Vergleich
| Parameter | Hyundai Ioniq 3 Select (Basis) | Hyundai Ioniq 3 N Line Evo (Topmodell) |
|---|---|---|
| Einstiegspreis | 28.950 Euro | 42.450 Euro |
| Akkukapazität / Leistung | 42,2 kWh / 108 kW (147 PS) | 61,0 kWh / 100 kW (135 PS) |
| Bereifung / Felgen | 16-Zoll-Leichtmetallfelgen | 19-Zoll-N Line Leichtmetallfelgen |
| Scheinwerfer-Technik | Voll-LED-Scheinwerfer | Matrix-LED-Scheinwerfer |
| Cockpit-Displays | Zentraler Touchscreen (kein Tacho-Display) | 9,9"-Digitaltacho + 14,6"-Navigations-Screen |
| Soundsystem & Kamera | Seriensoundsystem / Einparkhilfe | BOSE Soundsystem / 360°-Kamera (SVM) |
| Komfort-Features | Smart Key, 2-Zonen-Klimaautomatik | Digital Key 2.0, N Line Interior, Sportsitze |
AutoScout24-Fazit
Der Konfigurations-Vergleich verdeutlicht die breite Spreizung des Hyundai Ioniq 3. Das Basismodell Select stellt für knapp 29.000 Euro ein solides Pendlerauto für den Stadt- und Kurzstreckenbetrieb dar, das trotz des fehlenden Tacho-Displays mit guter Grundausstattung glänzt.
Wer wirklich eine dynamische Alternative im Segment der elektrischen Kompakten sucht, der sollte statt des N Line Evo-Modells vielleicht zu VW ID.Polo GTI oder dem Opel Corsa GSE schauen. Die beiden Deutschen bieten für weniger Geld noch einmal eine deutlich gesteigerte Performance im Vergleich zum Koreaner – wenn auch mit etwas kleineren Batteriekapazitäten. (Text: mz | Bilder: Hyundai)
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