Porsche 911 GT3 Earls Court 51 Edition: Dieser Elfer trägt Grün, Holz und Cord

Porsche legt zum 75-jährigen Jubiläum in Großbritannien ein besonders exklusives Sondermodell auf. Basis der Earls Court 51 Edition ist der 911 GT3 mit Touring-Paket, 4,0-Liter-Boxer und 510 PS. Lackierung und Ausstattung greifen die Geschichte des Porsche 356 auf. Gebaut werden nur 51 Exemplare.

Porsche-Sammler und Fans von edlen Heritage-Design-Paketen müssen jetzt ganz stark sein. Zumindest, wenn sie auf dem europäischen Festland leben. Zur Feier des 75. Geburtstags von Porsche in Großbritannien hat die hauseigene Porsche Exclusive Manufaktur gemeinsam mit Porsche Cars GB ein absolutes Schmuckstück auf die Räder gestellt: Die 911 GT3 Earls Court 51 Edition. Sie verbindet die brachiale Rennstrecken-Technik des flügellosen GT3 Touring mit dem noblen Spirit des Jahres 1951. Die Sache hat jedoch einen gewaltigen, rechtsgelenkten Haken...

Zurück ins London des Jahres 1951

Wer in der Porsche-Historie kramt, stößt unweigerlich auf das Jahr 1951. Damals feierte die junge deutsche Sportwagenmarke ihr offizielles Debüt in Großbritannien und stellte ein einzelnes, elegantes 356 Coupé auf der Earls Court Motor Show in London aus. Es war der Grundstein für eine sehr erfolgreiche Karriere der Stuttgarter im Vereinigten Königreich. Denn die Briten entwickelten schnell eine große Liebe zu den Heckmotor-Sportlern aus Zuffenhausen.

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Genau 75 Jahre später gibt es deshalb ein Sondermodell als Hommage an den ersten 356. Als Basis wählten die Designer ganz bewusst den 911 GT3 mit Touring-Paket. Warum? Weil dessen flügellose, cleane Silhouette die perfekte Brücke zur minimalistischen Form des Ur-356 schlägt.

Earls Court Green und Chrom-Zitate

Das optische Highlight ist zweifelsohne der Lack. Die Sonderedition glänzt im exklusiven Farbton „Earls Court Green metallic“, einer modernen Neuinterpretation des damaligen „Moorgrün“ des Ausstellungsfahrzeugs. Durch feinste beigemischte Aluminium-Partikel bricht und verändert sich die Farbe je nach Lichteinfall spektakulär vielschichtig.

Um den Look der alten Chrom-Stoßstangen und Zierleisten des 356 aufzugreifen, spendiert die Exclusive Manufaktur dem GT3 glänzende Akzente in „Brilliant Silber“. Ein feiner Streifen auf der Fronthaube, die Spiegelkappen, die Türgriffe und das historische Gitter der Heckmotorhaube setzen schicke Kontraste zum dunklen Grün. Die Radnaben der 20- und 21-Zoll-Zentralverschlussfelgen führen das Farbspiel in einer speziellen Zweiton-Optik fort. Dezent platzierte „Earls Court 51“-Plaketten an den B-Säulen und dem Heckdeckel machen den Sonderstatus unmissverständlich klar.

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Noch stärker wird der historische Bezug im Innenraum, denn wer die Türen öffnet, taucht in eine automobile Zeitkapsel ab. Das Cockpit ist ein absolutes Fest für Material-Ästheten. Die 18-fach verstellbaren adaptiven Sportsitze Plus sind mit zweifarbigem Leder in „Night Green“ und „Chalk Beige“ bezogen. Die Sitzmittelbahnen und sogar die Türverkleidungen tragen klassischen Cord-Stoff für den besonderen Heritage-Touch, der hervorragend mit den großflächigen Inlays aus edlem Paldao-Echtholz an Armaturenbrett und Mittelkonsole harmoniert. Weitere liebevolle Details runden das Interieur ab: Ein klassischer Holzschaltknauf für die Version mit manuellem 6-Gang-Getriebe. In den Kopfstützen ist dezent der Union Jack eingeprägt, während die Armaturentafel an der Seite die eingeprägte Silhouette des 356 inklusive eines handgeschriebenen Slogans trägt. Dazu gibt es ein volles Zubehör-Paket. Jeder der 51 Käufer erhält eine farblich passende Weekender-Tasche aus grünem Leder und Cord, eine exklusive Porsche Design Chronograph-Uhr sowie ein hochwertiges Coffee-Table-Book zur Dokumentation der Fahrzeugentstehung.

Die pure Sauger-Emotionen bleiben unangetastet

Technisch bleibt die Earls Court 51 Edition genau die gleiche messerscharfe Rennmaschine, für die wir den GT3 lieben. Im Heck wütet also weiterhin der frei saugende 4,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor mit 510 PS (375 kW). Neben der serienmäßigen Sechsgang-Handschaltung, liefert Porsche das Sondermodell auf Wunsch aber auch ohne Aufpreis mit dem 7-Gang-PDK aus.

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Wie eingangs erwähnt, hat die Sache für hiesige Sammler aber gleich mehrere Haken. Erstens: Alle 51 Exemplare werden ausschließlich für den britischen Markt gebaut. Wer den Wagen also importieren möchte, muss mit dem Lenkrad auf der rechten Seite leben. Zweitens: Der Preis ist eine echte Ansage.

Porsche verlangt im Vereinigten Königreich stolze 251.951 Pfund Sterling, was umgerechnet aktuell rund 300.000 Euro entspricht. Das sind satte 100.000 Pfund Aufpreis gegenüber einem regulären GT3 Touring. Exklusivität und maßgeschneiderte Handwerkskunst haben eben auch 75 Jahre nach dem ersten 356 ihren Preis. Ein Trost bleibt: Angucken und Träumen kostet zum Glück nichts. (Text: an | Bilder: Porsche)

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Alexander Nocker

Alexander Nocker verstärkt seit 2026 das AutoScout24 Magazin als freier Redakteur mit Fokus auf Antriebstechnologien. Er bringt langjährige Erfahrung im Automobiljournalismus mit und beschäftigt sich vor allem mit neuen Technologien und aktuellen Mobilitätsthemen. Auch klassische Fahrzeuge kennt und schätzt er. Privat schlägt sein Herz für sportliche Klassiker - sein Traumwagen ist ein BMW M3 E30 Sport Evolution. Aktuell fährt er einen VW ID.3 GTX Fire & Ice.

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