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Fokus: Kauf
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Auto Import und Reimport – 10 Tipps

Autokauf ist immer auch eine Preisfrage. Gibt es das Wunschfahrzeug in Zeiten der Internationalisierung nicht irgendwo billiger? Oftmals ja. Denn Deutschland ist prinzipiell ein hochpreisiges Land, was sich auch auf die Kfz-Preise auswirkt.

Was ist ein Import, was ein Reimport?

Import oder Reimport? Selbst aus dem Ausland holen oder über einen deutschen Händler kaufen? Neuwagen oder Gebrauchtfahrzeug? EU oder USA? Bei dem Thema Import kann man ganz schön durcheinander geraten, daher geben wir hier einen Überblick über die Unterschiede, inklusive der Vor- und Nachteile sowie 10 nützlichen Tipps für den Reimport.

Import

Ein Importfahrzeug wurde für den ausländischen Markt produziert, wird im Ausland gekauft und dann nach Deutschland überführt. Je nachdem, ob EU oder Übersee, gibt es hier unterschiedliche Gesetze und Regeln. Zum Thema Import aus den USA findest du hier mehr.

EU-Reimport

Meist handelt es sich bei EU-Reimporten von Autos um Neuwagen. Doch auch Reimporte von Gebrauchtwagen sind möglich. In beiden Fällen wurden die Autos zuvor in Deutschland produziert, in ein EU-Land verkauft und dann wieder nach Deutschland eingeführt. Warum so kompliziert? Weil man so die Preisvorgaben der Hersteller umgehen und die Autos günstiger verkaufen kann. Einen Reimport kannst du auf verschiedene Arten erwerben:

1. Vermittlung des Fahrzeugs über einen deutschen Händler
In der Regel gilt das Recht des ausländischen Vertragshändlers.

2. Kauf des Fahrzeugs über den deutschen Händler
Als Reimporteur verkauft dieser in eigenem Namen. Es gilt deutsches Recht.

3. Kauf und Eigenimport
Du als Privatperson kaufst und importierst das Fahrzeug selbst aus der EU. Der Verwaltungsaufwand ist nicht zu unterschätzen.

Aus EFTA Staaten auch zollfrei

Für ein EU-Fahrzeug zahlst du keine Zollgebühren. Dasselbe gilt für die EFTA Staaten dank Präferenzabkommen. Zur Europäischen Freihandelsassoziation EFTA zählen Norwegen, Island, Liechtenstein und die Schweiz. Dazu benötigst du einen Ursprungsnachweis vom Verkäufer.

Vorteile und Nachteile: Lohnt sich ein (Re-)Import?

Importierst du als Privatperson einen Wagen selbst aus dem EU-Ausland, sind folgende Vor- und Nachteile abzuwägen:

Vorteile Nachteile
+ Niedrigere Nettopreise (ca. 30%) - Überführungskosten aus dem Ausland
+ Oft niedrigere Steuern in Deutschland - Höherer Verwaltungsaufwand
+ Keine Verzollung aus dem EU-Ausland - Ausstattung oft abweichend
+ Keine MwSt. bei Gebrauchtwagen - Ausländisches Recht
- Evtl. Sprachbarriere

Auf den ersten Blick scheinen die Nachteile zu überwiegen. Doch in Bezug auf den gewichtigen Preisfaktor sind diese auch schnell wieder ausgehebelt. Denn als Deutscher musst du beim Kauf nicht die hohen Steuern und Abgaben bezahlen, die es in vielen EU-Ländern für Einheimische gibt. Für dich fällt bei einem noch nicht zugelassenen Fahrzeug „nur“ der Nettopreis und die deutsche Mehrwertsteuer an, die ebenfalls oft günstiger ist als in anderen Ländern. Bei Gebrauchtwagen entfällt die Mehrwertsteuer ganz. Ob Auto-Import oder Reimport, gerade bei Mittel- und Oberklassewagen sind die niedrigeren Preise verlockend; der (Re-)Import sollte aber gut überlegt und geplant sein, denn ein gewisser bürokratischer und zeitlicher Aufwand sind nicht von der Hand zu weisen. Wir geben dir 10 Tipps, die dir beim Autokauf im Ausland nützlich sein könnten.

Tipps für den Import : Vom EU-Ausland nach Deutschland

Tipp 1: AutoScout24 bei der Suche nutzen
Mit der europaweiten Autosuche bei AutoScout24 hast du beste Möglichkeiten, dein Wunschauto zu finden. Wir unterstützen dich dabei, einen umfassenden Überblick zu gewinnen und Preise für die unterschiedlichsten Modelle in den verschiedenen Ländern zu vergleichen. Zudem findest du hier zahlreiche Adressen und Kontaktdaten ausländischer Händler.

Tipp 2: Zulassung und Kosten prüfen
Vor dem Import oder Reimport solltest du dich vergewissern, dass der Wagen in Deutschland eine Zulassung erhält. Dazu benötigst du bei der Zulassungsbehörde alle relevanten Dokumente vom Exporteur beziehungsweise Verkäufer (siehe Tipp 6). Darüber hinaus solltest du kalkulieren, welche Nebenkosten auf dich zukommen. Diese beinhalten die Mehrwertsteuer, die Überführungskosten (mindestens 400 €), gegebenenfalls Umsatzsteuer und weitere Verwaltungsgebühren. Frage, wenn möglich, Insider nach Tipps und Erfahrungswerten. Am günstigsten ist natürlich, du holst das Auto selbst ab.

Tipp 3: Auslaufmodell als Schnäppchen
Wer auf der Suche nach Auslaufmodellen oder älteren Modelljahrgängen ist, kann bares Geld sparen, da diese Modelle mit erheblichen Abschlägen verkauft werden. Speziell gebrauchte Kleinwagen werden im Ausland oftmals günstiger gehandelt. Das liegt daran, dass sie schon in der Anschaffung in einigen EU-Ländern 30% günstiger sind und es ein größeres Angebot auf dem Markt gibt. Für Gebrauchtwagen gilt: ältere Fahrzeuge sind in Sicherheitsaspekten oftmals nicht auf dem neuesten Stand und verfügen z. B. über keine oder nur wenige Airbags. Muss technisch nach- oder aufgerüstet werden, sind diese Kosten in deiner Kalkulation nicht zu vergessen.

Tipp 4: Ausstattung unter die Lupe nehmen
Verschiedene Länder, verschiedene Vorlieben. Das zeigt sich besonders bei den Ausstattungen. Oft unterscheiden sich bereits die Grundausstattungen in den Ländern und häufig werden auch andere Extras präferiert. Achte daher bei ausländischen Autos auf die Motorleistung, Emissionen, Grundausstattung und Sonderausstattung. Beachte auch, dass einzelne Modelle unter Umständen technisch leicht umgerüstet werden müssen, um eine deutsche Zulassung zu erhalten, beispielsweise wenn sie aus den USA kommen.

Tipp 5: Auf der sicheren Seite mit Kaufvertrag
Hast du dein Wunschauto gefunden und bist dir mit dem Verkäufer einig? Der nächste Schritt ist der Kaufvertrag: Achte darauf, dass der Vertrag Preis, Ausstattungsdetails und den konkreten Übergabetermin enthält. Bei einem Neuwagen solltest du zudem sicherstellen, dass der Begriff „Neufahrzeug“ ausdrücklich erwähnt wird. Wer sprachlich unsicher ist, sollte sich den Vertrag übersetzen lassen. Wichtig dabei: Zahle erst, wenn du Vertrag, Fahrzeugpapiere und Zündschlüssel in den Händen hältst, und vermeide Bargeldtransfers über Dienstleister.

Tipp 6: Wichtige Dokumente bei Übergabe
Nach der Vertragsunterzeichnung kommt es zur Fahrzeugübergabe. Als Käufer solltest du folgende Dokumente, Umfänge und Angaben besitzen:

Kaufvertrag/Rechnung
Inklusive Angaben über Käufer, Verkäufer, Hersteller, Fahrzeugtyp, Baujahr, Fahrzeug-Identifikationsnummer, Kaufpreis, Datum und Unterschriften.

Fahrzeugpapiere aus dem Herkunftsland im Original und EG-Typengenehmigung
Wenn diese vorliegen, solltest du die Zulassungsbescheinigungen Teil I und Teil II erhalten. Andernfalls benötigst du die ausländischen Kfz-Dokumente, um das Fahrzeug in Deutschland zuzulassen. Achte in diesem Zusammenhang auf die EG-Typengenehmigung. Dieses sog. Certificate of Conformity, kurz COC, gilt als Bescheinigung, dass das Fahrzeug der europäischen Norm entspricht und zugelassen werden darf. Hat das Auto keine COC, ist in Deutschland eine aufwendige Vollabnahme, z.B. beim TÜV, fällig.

Garantieunterlagen
Bestehe auch darauf, dass die Garantieunterlagen, also Serviceheft und Garantiekarte, abgestempelt und mit Fahrgestellnummer und Übergabedatum versehen sind. Gut zu wissen: Besteht für das Auto noch Herstellergarantie, muss jeder Händler in der EU Garantieleistungen erbringen. Bei einem Fahrzeug aus dem Nicht-EU-Ausland gelten die Garantieansprüche im jeweiligen Land.

Tipp 7: Problemlose Überführung
Nach der Übergabe des Autos und der notwendigen Papiere kann es losgehen: am besten mit einem Ausfuhr- oder Überführungskennzeichen des Kauflandes. Dafür gibt es in jedem Land andere Bestimmungen und Vorgaben. Frage am besten den Verkäufer, wie du es bekommen kannst. Am einfachsten ist die Abholung mit einem Anhänger: Dafür brauchst du nämlich keine Kennzeichen.

Tipp 8: Erst Finanzamt, dann Zulassung
Für Neufahrzeuge gilt: Spätestens 10 Tage nach dem Kauf musst du zum Finanzamt. Dieses stellt dir die üblichen 19% MwSt. in Rechnung. Dafür brauchst du die „Umsatzsteuererklärung für Fahrzeug-Einzelbesteuerung“. Besonders praktisch: das Formular kannst du bequem auf der Internetseite des Finanzamts herunterladen. Bei Gebrauchtwagen fällt keine Umsatzsteuer in Deutschland an, daher ist hier dem Finanzamt auch nichts zu melden.

Für die Zulassung müssen bei Neu- und Gebrauchtwagen vorliegen:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Versicherungsbestätigung
  • Originalrechnung oder Vertrag
  • Fahrzeugpapiere, COC (Certificate of Conformity)
  • Einzugsermächtigung für die Kfz-Steuer
  • Neuwagen: Umsatzsteuererklärung vom Finanzamt
  • Gebrauchtwagen älter als drei Jahre: deutsche HU-Untersuchung („TÜV“)

Importierst du dein Fahrzeug aus nichteuropäischen Staaten wie den USA, muss bei der Zulassungsstelle eine Zollunbedenklichkeitsbescheinigung vorgelegt werden. Die Bescheinigung dient als Nachweis für eine einwandfreie Einfuhr und prüft z.B. ob das Fahrzeug gestohlen oder die Mehrwertsteuer ordnungsgemäß beglichen wurde. Die Unbedenklichkeitsbescheinigung erhältst du direkt beim Zoll. Wichtig: Das einzuführende Fahrzeug muss vorher schriftlich oder online bei der Zollstelle angemeldet werden.

Tipp 9: Garantieleistungen beachten
Für Fahrzeuge innerhalb der EU gelten die Garantiebestimmungen des Kauflands. Die Garantieleistungen sind nahezu identisch, zwischen den Herstellern gibt es jedoch Unterschiede. Wichtig sind nur die abgestempelten und vollständigen Garantieunterlagen. Laut EU-Recht sind alle Vertragshändler in der EU verpflichtet, Garantieleistungen zu erbringen, auch wenn du das Fahrzeug nicht in Deutschland gekauft hast. Allerdings richtet sich die Sachmängelhaftung des ausländischen Händlers nach dem Recht des Kauflandes. Das bedeutet, dass du im Fall der Fälle dein Recht im Ausland geltend machen musst.

Tipp 10: Auf Nummer sicher mit freiem Händler
Nicht nur die Suche kann sich als schwierig erweisen, auch die Sprachbarriere will erst einmal überwunden werden. Vom Papierkram wie der Anmeldung oder dem Fahrzeugtransport bzw. -import ganz abgesehen. Wer sich all diese aufwendigen Angelegenheiten ersparen will, sollte sich für den Kauf eines Wagens aus der EU an einen freien Händler wenden, der sich auf Importe bzw. Reimporte spezialisiert hat. Dieser übernimmt nicht nur die Preisrecherche und die gesamte Vertragsabwicklung, sondern er kümmert sich auch noch um die Zulassung und Überführung des neuen Fahrzeuges. Trotz der Inanspruchnahme dieses Spezialisten bleibt der Reimport oder Import eines EU-Neuwagens oder Gebrauchtfahrzeugs aufgrund der günstigen Preise immer noch ein gutes Geschäft.

Alternativ: Rabatte bei Händlern checken

Nicht immer ist der Umweg über das Ausland der preiswerteste Weg zum Auto. Viele Autohäuser sind auch hierzulande zu großzügigen Angeboten mit hohen Rabatten bereit, gerade für Barzahler. Umschauen und vergleichen kann sich also lohnen und dir Papierkram und weite Strecken ersparen.

Häufig gestellte Fragen

Du kannst entweder über einen Händler in Deutschland gehen oder das Auto für den Import im Ausland selbst kaufen.

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