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Rechte und Verhalten, wenn man geblitzt wird

Wenn du wegen überhöhter Geschwindigkeit geblitzt wirst, dauert es in der Regel nicht lange, bis du einen Bußgeldbescheid erhältst. Was aber, wenn der Fall nicht so eindeutig ist? Du musst dir nicht alles gefallen lassen – solltest aber deine Rechte genau kennen, bevor du Einspruch erhebst.

Geblitzt werden bedeutet: Strafe zahlen

Wie hoch der Betrag ist und ob du mit einer Ordnungswidrigkeit ohne die Zahlung von Punkten davonkommst, ist von verschiedenen Faktoren abhängig: Generell kostet das zu schnelle Fahren innerhalb von Ortschaften mehr als außerhalb geblitzt zu werden. Außerdem kommt es natürlich auf die Höhe der Geschwindigkeit an, mit der du unterwegs warst. Geringe Vergehen kann ein Verwarnungsgeld von weniger als 50 Euro nach sich ziehen. Ist die Geschwindigkeitsüberschreitung sehr hoch, können jedoch mehrere hundert Euro fällig werden sowie Punkte in Flensburg und ein Bußgeld. Hast du Zweifel, lohnt es sich, gegen das Bußgeld vorzugehen. Öfter als man denkt ist die Verkehrsüberwachung mit Fehlern behaftet und im günstigsten Falle musst du gar nichts zahlen, sofern du die Fehler nachweisen kannst.

Auch Temposünder haben Rechte

Welche Szenarien gibt es also, wenn man geblitzt wird?

Stationärer Blitzer

Bist du in einen stationären Blitzer gefahren, kannst du zunächst gar nichts tun, außer abzuwarten. Vielleicht hast du Glück und die Behörden verfolgen die Angelegenheit nicht weiter, weil sie das Ergebnis nicht verwerten oder das Kennzeichen nicht zuordnen können. In diesem Fall brauchst du gar nichts zu tun.

Polizeiliche Radarfalle

Bist du in eine Radarfalle der Polizei gefahren, musst du unmittelbar nach der erfolgten Geschwindigkeitsmessung anhalten. Du kannst dir das Ergebnis auf dem Lasergerät ansehen und den Betrag vor Ort zahlen. Damit wäre die Angelegenheit bei einer Ordnungswidrigkeit erledigt.

Wirklich zu schnell?

Bist du ganz sicher, dass du zu schnell gefahren sind und dass ausreichend Toleranz abgezogen wurde, solltest du zahlen. Du entgehst damit einem Bußgeldverfahren, das auch Punkte oder ein Fahrverbot nach sich ziehen kann. Bist du in Flensburg bereits belastet, wirst du bei einer Zahlung vor Ort nicht registriert. Bestehen Zweifel an der Lasermessung, solltest du nicht zahlen. Dann bekommst du Post von der Verkehrsbehörde mit einem Anhörungsbogen und hast Gelegenheit, dich zu äußern. Gleiches gilt, wenn du in einen stationären Blitzer gefahren bist.

Fristen und Anspruch

Nach Erhalt des Schreibens kannst du innerhalb der gesetzlichen Fristen Einspruch einlegen. Lässt du diese Frist verstreichen, kann die Behörde die Forderung vollstrecken. In der Regel macht sie davon regen Gebrauch. Deshalb empfiehlt es sich, den Anhörungsbogen rechtzeitig auszufüllen. Drei Monate nach dem Blitzen der Radarfalle ist der Anspruch der Behörde verjährt. In diesem Fall brauchst du nicht mehr zu zahlen.

Widerspruch einlegen

Weigerst du dich zu zahlen, und nimmst deine Rechte zum Widerspruch wahr, sieht das Verkehrsrecht eine gerichtliche Verhandlung vor. Lass sich von einem Rechtsanwalt vertreten, wenn du sicher bist, dass du den Verkehrsverstoß nicht begangen hast. In vielen Fällen geben die Gerichte dem Autofahrer recht, weil die Polizei den Beweis der korrekten Geschwindigkeitsmessung nicht erbringen kann. Lasse dich jedoch unbedingt von einem Rechtsanwalt beraten.

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