Test: Audi A6 Facelift – Audi frischt auf

Mercedes-Benz hat vor anderthalb Jahren die E-Klasse aufgefrischt und BMW hat kurz darauf dem 5er eine Schönheitskur verpasst - kein Wunder, dass nun auch der Audi A6 unter’s Messer kam.

In einem Rundumschlag haben die Ingolstädter Limousine, Kombi, Allroad und auch gleich die Sportmodelle auf den neuesten Stand gebracht.Was neu ist.
Wer den neuen A6 als solchen erkennen will, muss schon genau hinschauen. Ähnlich wie beim Coupé-Ableger A7, den Audi zuvor einer Frischekur unterzogen hatte, wurde an der Optik nur leicht gefeilt - unter anderem am Kühlergrill, den Seitenschwellern und den Heckleuchten hat sich ein bisschen was geändert. Wer will, kann nun LED-Scheinwerfer ordern, gegen noch mehr Aufpreis sogar mit der Matrix-Technologie, die die Straße noch besser ausleuchten soll. I

nsgesamt wirkt das Blechkleid etwas straffer, die Kanten noch einen Tick schärfer. Im Innenraum dagegen bleibt es weitgehend beim Alten; in Anbetracht der perfekten Verarbeitung gibt es aber auch nicht viel zu ändern, und ein neues Cockpit-Design mit etwas weniger Schaltern und Knöpfen wird erst in der neuen Generation Einzug halten. Doch auch so findet man sich im A6 einfach zurecht - und dank eines schnelleren Grafikchips arbeitet auch das Top-Infotainmentsystem jetzt noch reibungsloser.

Die Motoren.

Bei den Motoren hat Audi abgespeckt, zumindest, was das Einstiegsaggregat anbelangt. Statt aus zwei Litern schöpft es seine 190 PS nun aus nur noch 1,8 Liter Hubraum; das senkt den Verbrauch auf 5,7 Liter Benzin je 100 Kilometer. Ohne Einbußen beim Fahrkomfort, wie unsere erste Testrunde bestätigte: Mit starkem Durchzug und guter Laufruhe empfiehlt sich schon der schwächste A6 für fast alle Lebenslagen.

Die beiden stärkeren Benziner mit 252 (2.0 TFSI) und 333 PS (V6) braucht es eher für das private Vergnügen denn für adäquate Fortbewegung, und auch die beiden Achtzylinder im S6 mit 450 und RS6 mit gleich 560 PS dienen eher als Spielzeug.

Wer sich für einen Diesel interessiert, kann gleich zwischen sechs Triebwerken wählen: Die beiden 2.0 TDI leisten 150 und 190 PS; dem schwächeren reichen 4,2 Liter Treibstoff im Durchschnitt. Darüber rangieren V6-Motoren mit 218, 272, 320 und 326 PS. Kombinert werden die Aggreagte mit manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe, 7-Gang-DSG oder 8-Gang-Wandlerautomatik; die stufenlose Multitronic wurde mit dem Facelift in den Ruhestand geschickt. Natürlich gibt es auch beim A6 die stärkeren Motorisierungen mit dem Allradantrieb quattro.

Der Preis.

Der Name “obere Mittelklasse” deutet es an: Die Fahrzeuge sind auch preislich in oberen Regionen angesiedelt. Nach dem Facelit kostet der Einstig in die Baureihe mindestens 38.400 Euro, dafür bekommt man den 190-PS-Benziner. Der Diesel mit 150 Pferdestärken beginnt bei 39.000 Euro. Für den V6-Otto werden 54.200 Euro fällig, der stärkste Selbstzünder kostet 66.900 Euro - jeweils als Limousine, der Kombiaufschlag liegt bei 2.500 Euro.

Außerdem gibt es noch den auf robust getrimmten Allroad mit Plasteplanken, etwas mehr Bodenfreiheit und stets als Kombi und Vierradgetrieben; hier stehen ausschließlich die Sechszylinder zur Verfügung mit Preisen zwischen 56.650 und 64.700 Euro. Bleiben noch die beiden Sportmodelle mit Achtzylinder zu nennen: der S6 kostet als Limousine 75.400 Euro und als Kombi entsprechend 77.900 Euro. In einer ganz anderen Liga spielt dagegen der nur als Avant verfügbare RS6: Für ihn müssen 109.200 Euro auf den Tisch gelegt werden.

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