Xpeng G6 Performance (2026) im Test: Sportlich komfortabler Elektro-SUV

Mit dem Facelift hat der Xpeng G6 Performance Änderungen vor allem im Innenraum erfahren. Der bei Magna Steyr in Graz für den europäischen Markt gefertigte chinesische Mittelklasse-SUV wurde zudem auf LFP-Akkus umgestellt und verfügt jetzt über eine rekordverdächtige Ladegeschwindigkeit.

Der Xpeng G6 Performance (2026) auf einen Blick


Was uns gefällt

Weiterentwicklung bei Design und Technik.

Was wir vermissen

Handschuhfach und Frunk.

Ideal wenn …

… man einen sportlichen Mittelklasse-SUV mit hohem Komfort sucht.

Die Alternativen

BYD Sealion 7 AWD, Kia EV6 GT, Tesla Model Y Performance


Stärken

  • Kraftvoller Antrieb
  • Umfangreiche Serienausstattung
  • Hohe Ladegeschwindigkeit

Schwächen

  • Kein Handschuhfach
  • Kaum haptische Schalter und Tasten
  • Schmutzempfindliche Sitze

Xpeng-g6-performance-2026_front

Kraftvoll moderner Auftritt

Mit dem durchgehenden, knapp zwei Meter breiten LED-Leuchtenband an der Front hat der überarbeitete Xpeng G6 noch markantere Gesichtszüge erhalten und unterstreicht damit seinen kraftvollen, modernen Auftritt. Die abfallende Dachlinie sorgt für die coupéartige Silhouette. Der Heckscheibenwischer ist formschön im Dachspoiler integriert. Zusätzlich trägt ein kleiner Heckspoiler zu einer hervorragenden Aerodynamik bei, der cw-Wert liegt bei 0,248. Auch das futuristisch anmutende Heck ziert eine nahezu durchgehende Lichtsignatur.

Der chinesische Autobauer liefert den Xpeng G6 in fünf unterschiedlichen Farben aus. Mit der Zusatzausstattung „Black Edition", über die das Testfahrzeug verfügt, ist der SUV in der Farbe „Midnight Black" lackiert. Neben weiteren schwarzen Akzenten sind auch die Bremssättel und 20-Zoll-Felgen in Schwarz gehalten. Alles in allem unterstreicht dieses dem Xpeng G6 Performance vorbehaltene Paket den sportlichen Charakter des Fahrzeugs.

Mittelklasse-SUV mit sportlichen Ambitionen

Das Xpeng G6 Performance verfügt über zwei Elektromotoren mit einer Systemleistung von 358 kW (487 PS) und einem maximalen Drehmoment von 660 Nm. Der Allradantrieb beschleunigt den 2,2-Tonner in gerade einmal 4,1 Sekunden von null auf Tempo 100. Auch dank der sehr guten Geräuschdämmung geht dieser Sprint äußerst entspannt vonstatten und es kommt nie das Gefühl von Hektik auf. Wenn gewünscht, sind bis zu 202 km/h möglich.

Das straffe Fahrwerk passt gut zum sportlichen Charakter des 4,76 Meter langen SUV. Damit lassen sich auch hohe Kurvengeschwindigkeiten ohne merkliche Seitenneigung realisieren. Der Komfort ist grundsätzlich gut, nur kleine, kurze Schläge sind im Innenraum gelegentlich wahrnehmbar. Als sehr fortschrittlich erweisen sich im Test die Assistenzsysteme. So wechselt der Xpeng G6 auf der Autobahn nach Betätigen des Blinkers selbstständig die Spur und parkt in vom System erkannte Parklücken ohne Zutun des Fahrers ein.

Xpeng-g6-performance-2026-cockpit

Hochwertiger Innenraum bietet viel Komfort

Beim Einsteigen wird man vom freundlich hellen Innenraum begrüßt. Wer möchte, kann aber anstelle von Hellgrau auch Dunkelgrau wählen. Ein großes Panoramaglasdach lässt zusätzliches Licht auf die hochwertigen Materialien fallen. Die mit Nappaleder bezogenen Sitze mit Massagefunktion bieten äußerst guten Sitzkomfort und können sowohl beheizt als auch belüftet werden. Man findet rasch eine Wohlfühl-Sitzposition, lediglich die Schalter für die Fensterheber sind weit vorne angebracht und daher etwas schwer zu erreichen. Wie am Testfahrzeug bereits nach 4.000 Kilometern erkennbar, sind die hellen Sitze naturgemäß etwas schmutzempfindlich.

Das angenehm in der Hand liegende Lenkrad ist mit angenehmer Mikrofaser bezogen und verfügt über eine kapazitive Berührungssensibilität. So ist es nicht erforderlich, beim teilautonomen Fahren alle paar Sekunden leicht am Lenkrad zu reißen – eine einfache Berührung reicht vollkommen aus. Als Kombiinstrument kommt ein 10,25 Zoll großes Display zum Einsatz. Der sehr aufgeräumte Innenraum, der über praktisch keine Schalter verfügt, hat den Nachteil, dass nahezu alle Funktionen über den 15,6 Zoll großen zentralen Touchscreen zu steuern sind – inklusive der zuweilen länger dauernden Suche in diversen Untermenüs.

Ablagen sind soweit ausreichend vorhanden, vor allem in der Mittelkonsole. Abgegangen ist uns nur das gewohnte Handschuhfach. In der Mittelkonsole können bis zu zwei Smartphones induktiv geladen und gleichzeitig belüftet werden. Ein wenig mehr seitlicher Halt in der Ladeschale wäre wünschenswert, damit das Telefon auch bei sportlicherer Fahrweise an seinem Platz bleibt.

Xpeng-g6-performance-2026-kofferraum

Die Platzverhältnisse für Fahrer und Passagiere sind großzügig bemessen. Mit einem Radstand von 2,89 Metern wird auch auf den Rücksitzen komfortables Reisen ermöglicht. Das Kofferraumvolumen des Xpeng G6 Performance bewegt sich mit 571 Litern über dem Klassendurchschnitt. Durch Umlegen der Rücksitzbank ist dieses auf 1.374 Liter erweiterbar. Unter dem Kofferraumboden gibt es ein Fach für das Ladekabel, ein Frunk ist nicht vorhanden.

Ladegeschwindigkeit und Verbrauch sind top

Laut Werksangabe kann der Xpeng G6 dank des erstmals verbauten 5C-LFP-Akkus (Lithium-Eisenphosphat) mit bis zu 451 kW laden. Da kommt die aktuell vorhandene Ladeinfrastruktur noch nicht ganz mit. An einer von keinem anderen Fahrzeug besetzten 400-kW-Ladestation lädt der SUV im Test trotzdem mit bis zu superschnellen 325 kW Ladeleistung – das Laden von 17 auf 80 Prozent SoC gelingt so in gerade einmal zwölf Minuten. Nicht ganz so schnell geht es in einem voll besetzten 400-kW-Ladepark, bei dem wir mit maximal 212 kW in 20 Minuten von sieben auf 80 Prozent laden können.

Zur ultraschnellen Ladegeschwindigkeit kommt noch der für ein Fahrzeug dieser Größenordnung vergleichsweise niedrige Verbrauch, der den Xpeng G6 Performance auch zum echten Langstreckenfahrzeug macht. Mit rund 18 kWh pro 100 Kilometern sind im Alltag mit der 80-kWh-Batterie (netto) 450 Kilometer realistisch. Auf der Autobahn sind es mit rund 23 kWh Verbrauch immer noch 350 Kilometer. Das sind gute Werte für ein derart leistungsstarkes Fahrzeug mit Allradantrieb.

Xpeng-g6-performance-2026-heck-seitlich

Fazit 8,5/10

Die behutsame Weiterentwicklung hat dem Xpeng G6 Performance gutgetan. Vor allem der komfortable Innenraum ist noch ansehnlicher geworden. Die Ladegeschwindigkeit befindet sich mittlerweile auf Rekordniveau, was den Mittelklasse-SUV in Verbindung mit der guten Reichweite zu einem Begleiter mit breitem Einsatzspektrum macht. Die Performance-Variante punktet zusätzlich mit sportlichen Fahrleistungen und Allradantrieb.

Die Preise des Xpeng G6 sind in Österreich und Deutschland gleich gestaltet. Los geht es beim „RWD Standard Range" mit der kleineren 67,8-kWh-Batterie um 43.600 Euro. Der „RWD Long Range" mit 80-kWh-Akku und ebenfalls Heckantrieb liegt bei 47.600 Euro. Der „AWD Performance" kostet 51.600 Euro – die getestete „Black Edition" 1.000 Euro Aufpreis. Als einziges Extra ist für den vollausgestatteten SUV eine elektrisch schwenkbare Anhängerkupplung um 1.190 Euro bestellbar. (Bild und Text: Armin Hoyer)

AutoScout24 Scores

Diese Bewertung wird von unserem Expertenteam nach umfangreichen Tests des Fahrzeugs vergeben.

Score
8,5
Design
8,7
Bedienbarkeit
6,9
Komfort
9,0
Alltagstauglichkeit
8,6
Fahreigenschaften
8,2
Antrieb
8,5
Effizienz
8,3
Preis-Leistungs-Verhältnis
9,2
Ausstattung
8,8
Sicherheit
8,5

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Armin Hoyer

Armin Hoyer ist seit 2025 als freier Redakteur für das AutoScout24 Magazin in Österreich tätig. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Motorjournalist und Kommunikationsexperte im Automobil- und Zweiradbereich erstellt der Wahltiroler Content für die Mobilitätsbranche. Für AutoScout24 berichtet er schwerpunktmäßig über seine Erfahrungen mit gebrauchten und neu erschienenen Elektroautos sowie Motorrädern und informiert zudem über die Highlights der wichtigsten Messen des Jahres.