Gebrauchte Harley-Davidson Flathead Motorräder bei AutoScout24 finden

Harley-Davidson Flathead

Harley-Davidson Flathead - traditionsreiche Motorentechnik über 40 Jahre lang

Nach der Gründung ihrer Motorradmanufaktur 1907 entwickelten William Harley und die Gebrüder Davidson zunächst einige Jahre lang ausschließlich Motorräder mit Einzylinder-Motoren, bevor sie 1909 schließlich zu den Zweizylinder-Motoren übergingen. Nach einigen Entwicklungen mit Boxermotoren und ersten V-Motoren kam mit den Flathaed-Motoren die typische V-Anordnung der Zylinder zum Einsatz, die bis heute charakteristisch für eine Harley-Davidson ist. Mit der Flathead-Technik, die erstmals im Jahr 1929 im Modell D Anwendung fand, änderte sich an diesem Motorrad die gesamte bis dahin genutzte Fahrwerkstechnik. Die Bezeichnung Harley-Davidson Flathaed bezieht sich eigentlich auf die Bauweise des Motors, verleiht aber schließlich dem gesamten Motorrad den Spitznamen.

Harley-Davidson Flathead - die neue Motorentechnik ab 1930

Anders als die vorhergehenden Motoren zeichnet sich der Harley-Davidson Flathead durch die Seitensteuerung, bekannt als Side Valves, aus. Die Ventile sind seitlich an dem Motor montiert und stehen auf vier unten liegenden Nockenwellen, von denen sie gesteuert werden. Auf jedem der beiden Zylinder befindet sich ein sehr flacher Zylinderkopf, der dieser Motorbauweise den Namen Flathead verleiht. Der Harley-Davidson Flathead Motor erweist sich als zuverlässig, robust und langlebig. Aus diesem Grund kommt die Flathead Technik bei Motorrädern bis in die 1950er Jahre zum Einsatz. In den Servi-Cars von Harley-Davidson, die als Vorläufer der heutigen Trikes gelten, werden Flathead-Motoren sogar bis 1974 verwendet. Harley-Davidson Flathead Motoren wurden zunächst mit einem Hubraum von 750 ccm und später mit Volumen von 1200 und 1340 ccm hergestellt.

Harley-Davidson Flathead - Spitzname für eine ganze Motorrad-Generation

Die Modellbezeichnungen der Motorräder von Harley-Davidson reduzierten sich lange Zeit auf Ziffern- und Buchstabenkombinationen. Es ist daher nicht erstaunlich, dass die Modelle Spitznamen erhielten, die eine Zuordnung der verschiedenen Modelle erleichterten. Den Namen Harley-Davidson Flathead erhält zunächst das Modell D, in dem der Motor erstmals zum Einsatz kommt. Dieses Motorrad bekommt gleichzeitig als erstes Harley-Davidson Modell mit der Springergabel eine gefederte Gabel mit Hilfsgabel und damit den Vorläufer der heutigen Gabeltechnik. In Verbindung damit wurde das Motorrad auch als erstes mit Trommelbremsen ausgestattet.

Mit dem Harley-Davidson Flathead beginnt die japanische Motorrad-Tradition

Eine Lizenz zur Herstellung von Flathead-Motoren vergab Harley Davidson 1935 an die japanische Koto Trading Company, die mit dieser Technik das erste japanische Motorradmodell Rikuo herstellte und damit den Grundstein für die japanische Motorradindustrie legte.