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Kawasaki Chopper

1878 gründete Shozo Kawasaki in Tokio eine Schiffswerft, die sich zwanzig Jahre später als Teil der japanischen Schwerindustrie etablierte, als Kawasaki zusätzlich mit der Produktion von Lokomotiven begann. Im 2. Weltkrieg belieferte das Unternehmen dann obendrein die japanische Luftwaffe mit Einzelteilen. Heute bedient Kawasaki Heavy Industries neben seinen klassischen Feldern weitere diverse Segmente des Maschinenmarkts und hat sich auch in der Luft- und Raumfahrttechnik einen Namen gemacht.

Insbesondere produziert der Konzern seit Mitte der 60er Jahre Motorräder. Weltweit renommiert für seine Sportmotorräder nahm das Unternehmen in den 70ern seine extrem starke Z 900 als Grundlage für die Kz900 LTD, die 1976 die Konkurrenz fahr- und markttechnisch eliminierte. Ein erhöhter Lenker, ein verkleinerter 13-Liter-Tank, eine massige Stufensitzbank und ein mächtiger Hinterreifen nebst einigen obligaten Verchromungen als relativ geringfügige Modifikationen präsentierten einen Softchopper, der das Chopper-Segment revolutionierte. Entsprechend trat die Einführung dieses Modells eine Lawine von Chopper- und Bobber-Entwicklungen der Mitbewerber und Customiser los.

Kz- und Vulcan-Reihen

Die Kz-Serie fand ihre Fortsetzung in der Kz1000, die mit geringeren Lastwechselreaktionen glatter beschleunigt und mit ihrer schwereren Kurbelwelle die Motorvibration deutlich reduziert. Außerdem existiert die 1000er in erheblich mehr Konfigurationen, wobei insbesondere zwischen Ketten- und Kardanantrieb gewählt werden konnte. Die Kz1300 schließlich erschien 1979 und verlockte mit ihrem mächtigen wassergekühlten Sechszylinder zu diversen Chopper-Umbauten, nicht zuletzt wegen des gedämpften Klangs des großvolumigen Motors, der im aparten Widerspruch zum klassischen Blubbern typischer Chopper steht.

1984 führte Kawasaki die Vulcan-Serie ein, die in Deutschland als VN-Reihe beliebt wurde. Die VN750 (1986) ist ein interessantes Unikum, da sie optisch wie ein Softchopper wirkt, sich aber eher wie eine klassische Straßenmaschine fährt. Technisch ist die 750er entschieden kein Chopper, mindestens weil sie ihre maximale Leistung erst bei höheren Drehzahlen bringt und der Kardanantrieb nicht ins Bild passt.

Fazit

Kawasaki hat wesentlich zur Geschichte der Chopper beigetragen, wobei das Unternehmen ironischerweise mit einem Softchopper in dieses Marktsegment einstieg. Dabei hat der Konzern die Gemeinde der Motorradfahrer immer wieder mit Extremen und seltsamen Hybridmodellen überrascht und sich auch ungezwungen von klassischen Modellen wie etwa der Harley-Davidson Softail inspirieren lassen.

Interessanterweise ist bis auf die VN 800 kein Vulcan-Modell ein klassischer Chopper. Charakteristisch für Kawasaki balanzieren die übrigen Vertreter dieser Serie auf dem feinen Grat zwischen Cruiser und Chopper, was sie zu idealen Kandidaten für einfache Umrüstungen macht, die dann den gewünschten mehr oder weniger reinrassigen Typ ergeben.