Gebrauchte Kawasaki W 650 Motorräder bei AutoScout24 finden

Kawasaki W 650

Kawasaki W 650

"Oh, die sieht aber noch gut aus!" Diesen Satz bekommen Kawasaki W 650-Besitzer häufig zu hören, wenn sie ihre Maschine irgendwo in der Innenstadt abgestellt haben. Das interessierte Publikum hält die "W" für ein Motorrad aus den sechziger Jahren. Tatsächlich sieht das geschmackvoll designte Retro-Bike aus wie eine exakte Kopie einer BSA oder Triumph von 1966. In Wirklichkeit hat Kawasaki sich jedoch selbst kopiert, die W 650 ist eine Wiederauferstehung der Kawasaki W 1 von 1965 - die wiederum tatsächlich britische Bikes kopiert hatte. Technik-Freaks erkennen sofort, dass mit der Kawasaki W 650 etwas nicht stimmt. Von wegen Oldtimer! Scheibenbremse, elektronische Zündanlage und digitaler Kilometerzähler sprechen eine deutliche, sehr moderne Sprache. Die Kawasaki W 650 wurde in Deutschland von 1999 bis 2006 verkauft. Zu deftigen Preisen, zuletzt bis zu 7.000 Euro. Für ein 50 PS-Motorrad viel Geld. Die Produktionskosten waren enorm, nicht nur wegen der relativ geringen Stückzahlen, sondern wegen des aufwändigen Königswellenantriebs der Nockenwelle. Das ist eigentlich eine Ducati-Spezialität; die Italiener haben die Königswellen-Konstruktionen jedoch aufgegeben, weil sie zu teuer waren. Wie fährt sich das Retro-Bike Kawasaki W 650? Absolut problemlos. Den Test im Alltag besteht die Kawa ohne Einschränkungen. Sehr handlich, hervorragende Sitzposition, auch für zwei Personen sehr bequem, tolle Ausstattung inklusive zusätzlich zum elektrischen Anlasser mit stilechtem Kickstarter. Der Motor brummelt mit süchtig machendem, sehr nostalgischem Retro-Sound vor sich hin. Spitze je nach Modelljahr 174 bis 178 km/h. Der Motor war für günstiges Normalbenzin vorgesehen, das es aber nicht mehr gibt. Also Super oder - falls nicht vorhanden - Super Plus tanken, aber bitte kein E 10-Benzin. Der Verbrauch liegt um die vier Liter auf 100 Kilometer, bei Bummelfahrt auch schon einmal deutlich darunter. Ergonomisch kann die W 650 als Vorbild für alle anderen Motorräder gelten - hier passt alles, hier zwickt nichts, alles ist am richtigen Platz, die Bedienung ist traumhaft einfach. Das Fahrwerk mit den einstellbaren hinteren Stoßdämpfern verhält sich unauffällig, die hintere Trommelbremse ist kräftig genug, die vordere Einzelscheibe ist nach heutigen Maßstäben schwach, in den sechziger Jahren wäre sie topp gewesen.

Eine gebrauchte Kawasaki W 650 gibt es nur selten!

Die Kawasaki W 650 gebraucht zu kaufen, kommt einem Lotteriegewinn gleich. Kaum jemand mag sie hergeben. Wer ein Exemplar erwischt, möglichst ab Modelljahr 2002, sollte zugreifen, der Preis ist schon fast nebensächlich, irgendetwas zwischen 3.500 und 7.000 Euro. Aber vielleicht entspannt sich die Lage bald. Ganz neu gibt es die Kawasaki W 800, ebenfalls technisch topp, traumhaft schön, für heftige 8.200 Euro.