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MV Agusta Brutale

Informationen zu MV Agusta Brutale

Ab Ende der 1990er Jahre konzentrierte sich der italienische Hersteller MV Agusta auf die Königsklasse der Superbikes und etablierte mit der MV Agusta Brutale und der MV Agusta F4 zwei zentrale Baureihen. Mit der MV Agusta F4 100CC zeigte der Hersteller im Baujahr 2007 den schnellsten seriengefertigten Supersportler. Ebenfalls in der der 1000 cm³-Klasse Bikes tritt das Modell MV Agusta Brutale an, das maßgeblich vom bekannten italienischen Motorradkonstrukteur Massimo Tamburini entwickelt wurde. Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den aktuellen Varianten der MV Agusta Brutale seit dem Jahr 2006:

Die MV Agusta Brutale 910 und 910 R seit 2005/2006

Bei MV Agusta wird bei den Modellbezeichnungen nicht aufgerundet – hier stehen bei allen Motorrad-Vertretern die exakten Hubraumwerte mit dabei. So auch bei allen Brutale-Modellen und so auch bei der momentan ältesten ihrer Schwestern, der MV Aguste Brutale 910. Sie kam 2005 auf den Markt und trägt ein aufgebohrtes 750er-Aggregat in sich, mit dessen 909,1 cm³ Hubraum sich die Leistung im Vergleich zur 750er von 93 kW (126 PS PS) auf 100 kW (136 PS) erhöhte, ebenso das maximale Drehmoment von 75 Nm auf 96 Nm – dennoch ist der Motor im Zuge der Verwendung von neueren Leichtbauteilen um 2,6 kg leichter.

Ein Jahr später folgte die rund 2.200 Euro teurere R-Variante (Racing). Die MV Agusta Brutale 910 R war mit der Vorgängerin fast baugleich mit Ausnahme der Carbonnitrid-beschichteten 50 mm-Upside-Down-Gabel, den schwarzen Brembo-Leichtmetallrädern, die 4-Kolben-Monoblock-Bremssättel ebenfalls von Brembo sowie die verbesserten Einlässkanäle am Zylinderkopf. Ein weiteres Jahr später kam ein geregelter Katalysator hinzu, um der Euro-3-Norm gerecht zu werden.

Die MV Agusta Brutale 989 R seit 2009

Nach drei Jahren brutaler Pause kam ab 2009 ein ganzer Schub an neuen Brutale-Modellen auf den Markt – etwa jedes Jahr ein neues. Den Anfang machte die MV Agusta Brutale 989 R mit ihrem Vierventil-Vierzylinder zu einem Hubraum von 982 cm³. Ihr höchstes Drehmoment von 104 Nm und ihre maximale Leistung von 104 kW (141 PS) liegen bei 11.000 U/min an. Einer der merkbaren Unterschiede der Brutale 989 R zu ihren Vorgängerinnen liegt im stabileren Fahrwerk mit mehr Federungsreserven, so dass das Fahrgefühl deutlich weicher ist als die zuvor gewohnt sportliche Härte.

Die MV Agusta Brutale 1078 RR seit 2009

Noch im selben Jahr brachte MV Agusta die Brutale 1079 RR auf die Straßen – wenn nicht sogar Landstraßen, denn laut Hersteller ist das Modell besonders laufruhig und dennoch konstant kraftvoll, was ganz im Sinne der bereits erwähnten weicheren Federung der Brutale-Modelle seit 2009 ist. Der Vierzylindermotor der MV Agusta Brutale 1078 RR fasst exakt 1078 cm³ und leistet 108 kW (147 PS) bei 10,950 U/min. Die auf der MV Agusta F4 1098 basierende Maschine erzeugt ein maximales Drehmoment von 115 Nm.

Die MV Agusta Brutale 990 R seit 2010

Im Jahr 2010 erschien das Naked Bike MV Agusta Brutale 990 R – eher „naked“ ist bei diesem Modell auch das ganze Auftreten, denn hier setzten die Italiener vor allem auf Eines: einen Motorenklang, der Respekt einflößt. Der „kernige“ Reihenvierzylinder mit seinen vier Ventilen kommt auf 998 cm³ Hubraum. Er leistet bei 10.600 U/min maximal 102 kW (139 PS) und entfaltet ein Drehmoment von bis zu 106 Nm. Dass ein kerniger Sound nicht gleichbedeutend ist mit hohen Verbrauchswerten sieht man an den gerade mal sieben Litern Super, mit denen die Brutale 990 R pro 100 Kilometer auskommt.

Die MV Agusta Brutale 920 seit 2012

Eines der kleinsten Motorrad-Modelle von MV Agusta war bislang die Brutale 920 mit 921 cm³ Hubraum, hätte der Hersteller mittlerweile nicht auch einige Dreizylinder vom Band gebracht. Mit ihrer Leistung von 96 kW (131 PS) bei 10.500 U/min und ihrem höchsten Drehmoment von 95 Nm scheint die 2012 neu erschienene MV Agusta Brutale 920 zwar aus der unteren Riege der brutalen Schwestern zu stammen, jedoch gilt gerade die 920 als solides Modell, das nicht nur durch die achtstufig verstellbare Traktionskontrolle, die Bremssattel von Brembo sowie die voll justierbare Gabel überzeugen kann.

Die MV Agusta Brutale 675 seit 2012

Die MV Agusta Brutale 675 gilt als das gängigste Modell der Brutale-Serie und ist im selben Jahr wie die Brutale 920 erschienen – jedoch mit einem Dreizylinder-Reihenmotor mit dem namentlichen Hubraum von entsprechend „nur“ 675 cm³, der seine 81 kW (110 PS) erst bei hohen Drehzahlen von rund 12.600 U/min leistet. Das maximale Drehmoment liegt bei 64 Nm. Die vier Ventile pro Zylinder bleiben, ebenso die Zylinderbohrung von 79 mm, wie sie von den vierfach bestückten Schwestermodellen bekannt ist. Insgesamt verfügt die Brutale 675 über weniger technische Raffinessen und ist im Komfort der Federung weniger flexibel – gerade durch den dadurch niedrigeren Preis rangiert sie im Wettbewerb jedoch vor den anderen Modellen der Brutale-Reihe.

Die MV Agusta Brutale 1090 RR seit 2012

Ebenfalls seit 2012 fährt die RR-Version der 1090er Brutale bei den Händlern vor: Die MV Agusta 1090 RR sticht bereits durch ihre aufwändig gestaltete Lackierung gegenüber den anderen Modellen hervor. Besonders ist aber vielmehr, was in ihr steckt – nämlich der stärkste Motor aller Brutale-Modelle, der seiner Bezeichnung „RR“ nicht nur durch seine Auslegung auf hohe Drehzahlen gerecht werden soll: Erst bei 11.900 U/min entfaltet die Brutale 1090 RR satte 117 kW (158 PS), dementsprechend ist das Drehmoment mit 100 Nm etwas kleiner. Vice Versa erreicht das Modell durch den Einsatz eines um zwei Zähne größeren Kettenrads zum Ausgleich der höheren Drehzahlen auch eine höhere Maximalgeschwindigkeit, die laut MV Agusta bei 265 km/h liegen soll.

Das Topmodell der Brutale Naked Bikes ist die MV Agusta Brutale 1090 RR CORSA mit Racing-ABS, einer Öhlins-Gabel, Carbon-Schutzblechen und weiteren optischen Raffinessen im Racing-Charakter – die Leistungswerte sind mit dem RR-Modell identisch.

Die MV Agusta Brutale 800 und 800 Dragster seit 2014

Die 2014 erschienene MV Agusta Brutale 800 ist prinzipiell das leistungsstärkere Gegenstück zur Brutale 675: Ihr Dreizylinder ist mit der gleichen 79 mm-Bohrung versehen, jedoch mit mehr Hub. Dadurch kommt sie auf eine Leistung von 92 kW (125 PS) statt 81 kW (110 PS), ebenso liegt diese bereits bei 1.000 Umdrehungen „früher“ an. Im Drehmomentvergleich erreicht die Brutale 800 vergleichsweise auf 81 Nm statt der 64 Nm der Brutale 675.