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MZ ES

MZ ES - Eisensau mit viel Komfort

Mit ihrem Vollschwingen-Fahrwerk gehörte die Maschine bei ihrer Präsentation Ende der 1950er Jahre zu den modernsten Motorrädern überhaupt. Der Hersteller MZ feierte mit dem mehrfach überarbeiteten Modell zwei Jahrzehnte lang große Erfolge.

MZ ES wie „Eisenschwein“

Wenn der Volksmund ein Motorrad „Eisensau“ oder „Eisenschwein“ nennt, ist das vielleicht kein Kompliment. Doch zum einen war die Buchstabenkombination ES wohl zu reizvoll, und zum anderen zeigt der spöttische Name, dass die Maschine dank ihrer hohen Stückzahlen sehr bekannt war. Und es gab ja auch noch eine liebevollere Bezeichnung: „Esse“.

Mit der „rollenden Wiege“ MZ ES ans Ziel

Ein Fahrwerk mit Vollschwingen gehörte in den späten 50er- und frühen 60er-Jahren zum Besten, was ein Motorrad haben konnte. Kein Wunder also, dass das Motorrad begeistert aufgenommen wurde. Das Fahrwerk galt als besonders stabil. Selbst relativ schlechte Pisten stellten für die Maschine kein Problem dar. Auch die professionellen Beobachter waren überzeugt. Die Fachpresse lobte, mit diesem Motorrad fühle der Fahrer sich wie auf einer „rollenden Wiege“. Heutigen Maßstäben würde das Fahrwerk natürlich nicht mehr gerecht.

Fünf verschiedene Hubraumklassen bei der MZ ES

Der Motorradhersteller MZ bevorzugte praktische Bezeichnungen für seine Modelle. Zumeist benutzte er Abkürzungen, die etwas über die Art der Konstruktion aussagten. So auch bei den hier vorgestellten Maschinen. Das „E“ steht in diesem Fall für „Einzylinder“, das „S“ für „Schwinge“. MZ fertigte das Modell in fünf verschiedenen Hubraumklassen. Das untere Ende der Skala markierten 125 Kubikzentimeter Hubraum, das nächstgrößere Modell hatte 150 Kubikzentimeter. Weitere Maschinen mit 175, 200 und 300 Kubikzentimeter rundeten die Modellpalette ab.

MZ ES mit vielen technischen Neuerungen

Als die Maschinen im Jahr 1962 vorgestellt wurden, lösten sie die bis dahin gebaute MZ RT 1253 ab. War der Rahmen der Vorgängerin noch geschweißt worden, setzten die Konstrukteure nun auf einen neuartigen Rahmen aus Pressstahl. Wo die Rahmen aufeinander trafen, sorgten Falzpunkte für festen Halt und zugleich eine deutlich höhere Verwindungssteife. Der e10-unverträgliche Motor stammte zwar im Prinzip aus der vorhergehenden Baureihe, für das neue Modell überarbeiteten ihn die Konstrukteure jedoch an mehreren Stellen. Die größeren Maschinen hatten bereits sechs Jahre vor den kleineren Premiere gefeiert. Spitzenmodell war eine „Doppelport“ getaufte Variante. Sie hatte zwar nicht die stärkste Motorisierung, aber die umfangreichste Serienausstattung. Die wenigen Exemplare, die Sie gebraucht kaufen können, kosten nur wenige hundert Euro.