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MZ ETS

MZ ETS - begehrt bei Sammlern

Der ETS des sächsischen Motorradbauers MZ war kein langes Leben vergönnt. Nur vier Jahre nach dem Produktionsstart 1969 war wieder Schluss. Rund 16.000 Maschinen lieferte MZ in der Zwischenzeit aus - unter dem Namen „Trophy-Sport“, was wohl einprägsamer war als „Einzylinder-Telegabel-Schwinge“, kurz ETS.

Zwei verschiedene Baureihen bei der MZ ETS

MZ setzte bei der ETS auf zwei verschiedene Baureihen. Es gab eine kleinere und eine größere Version mit jeweils zwei unterschiedlichen Motorisierungen, alle ohne e10-Verträglichkeit. Das Einstiegsmodell war die ETS 125 mit 123 Kubikzentimeter Hubraum und 10 PS. Die ETS 150 war mit 143 Kubikzentimeter Hubraum und 11,5 PS ausgestattet. In der großen Baureihe konnten die Kunden sich entweder für die ETS 175 mit 172 Kubikzentimetern und 14 PS oder für die ETS 250 mit 243 Kubikzentimeter und 19 Pferdestärken entscheiden.

Designer legten bei der MZ ETS Hand an

Die Unterschiede innerhalb der beiden Baureihen beschränkten sich ausschließlich auf die Motorisierung. Bei der Gegenüberstellung der kleinen und der großen Modelle ergeben sich jedoch ein paar Unterschiede. Sie betreffen zum Beispiel den Tank und die Gabel. Letztere stammt eigentlich von der größeren Schwester, musste aber für das kleinere Modell modifiziert werden. Die ETS wiederum bestand in wesentlichen Teilen aus Komponenten, die bereits bei der ES 2502 zum Einsatz gekommen waren. So konnte der Hersteller MZ das neue Modell mit überschaubarem Aufwand auf den Markt bringen. Dadurch war das Design bereits in groben Zügen vorgegeben. Nur einige Teile konnten verändert werden. So hatten die Designer beim Tank, beim Sitz und auch bei der Frontpartie relativ freie Hand.

Die MZ ETS verfügt über ein sportliches Fahrwerk

Zu Beginn der 1970er Jahren vollzog MZ mit der ETS einen bedeutenden Wandel. Hatten die Sachsen bis dahin nur Modelle mit Vollschwingen-Fahrwerk im Angebot, waren nun Motorräder mit Telegabel und komfortablerem Fahrwerk gefragt. Obwohl die DDR in vielen technologischen Bereichen nicht als besonders fortschrittlich galt, war die Nachfrage nach Motorräder aus dem Osten auch in Westdeutschland groß. MZ bediente also mit der ETS nicht zuletzt Kundenwünsche aus dem Westen.

Begehrte Sammlerstücke: Die MZ ETS aus Sachsen

Auch wenn ein beachtlicher Teil der Produktion exportiert wurde, so verblieb die Mehrheit der ETS-Maschinen doch im Ostblock. Die allermeisten Modelle haben die Jahrzehnte nicht überdauert. Nur noch einige Dutzend Maschinen sind heute zugelassen. Entsprechend hoch ist ihr Wert in Sammlerkreisen: Gebraucht kosten die Motorräder 4.000 bis 5.000 Euro.