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MZ ETS 250

MZ ETS 250: Zweitakt-Stolz aus Zschopau

Die MZ ETS 250 war ein Motorrad mit Einzylinder-Zweitaktmotor, das 1969 bis 1973 in der ehemaligen DDR gebaut wurde. Es war das Vorgängermodell der bekannten MZ TS 250, die ab 1973 in großen Stückzahlen hergestellt, nach Westdeutschland exportiert wurde und als gebrauchtes Motorrad verbreitet ist. Die Abkürzung ETS steht für „Einzylinder-Telegabel-Schwinge”. Neu bei der ETS war das „T”, denn statt einer vorderen Schwinge, wie noch beim Vorgängermodell ES, wird bei diesem Motorrad das Vorderrad von einer Telegabel geführt, wie es international Standard war.

Da man in der Fahrzeugindustrie der DDR Neuerungen gerne in kleinem Rahmen einführte, blieben bei der ETS gegenüber der ES viele Teile gleich. Dazu gehören Motor, Rahmen, Bremsen, Auspuff, Hinterradschwinge, Federbeine, Kettenantrieb, Ständer, Fußrasten und diverse Kleinteile. Die wichtigsten Neuteile sind die Gabel, der schmalere Lenker, das Vorderrad, der 22 l große Tank, der etwas kleinere Scheinwerfer, Sitzbank mit Werkzeugfach, Kotflügel und die kleinere Seitenverkleidung.

Ersatzteile für gebrauchte ETS

Für die Käufer einer gebrauchten MZ ETS 250 hat diese Gleichteilepolitik den großen Vorteil, dass für den DDR-Oldtimer die Ersatzteilsituation relativ gut ist. Mehrere Betriebe stellen wieder Neuteile für Motorräder von MZ (und Simson) her, die über spezialisierte Onlineshops verkauft werden. Ob ES, ETZ oder TS: Viele dieser Teile passen für mehrere Maschinen. Das wiederum macht die Teileproduktion rentabel und sorgt für Nachschub. Außerdem gibt es einige spezialisierte Fachwerkstätten, die sich mit alten MZ auskennen und die in einschlägigen Foren bekannt sind.

Guter Fahrkomfort

Die MZ ETS 250 hat bei genau 243 ccm Hubraum 19 PS und wiegt 151 kg. Die MZ ist bekannt für einen guten Sitz- und Federungskomfort. Für längere Ausfahrten auf Landstraßen eignet sich das gebrauchte Motorrad auch heute noch gut.

Insgesamt wurden genau 16.245 MZ ETS 250 gebaut; eine für die Verhältnisse von MZ bescheidene Stückzahl. Davon wurden rund 13.000 in der DDR ausgeliefert. Die anderen wurden ins Ausland verkauft, davon rund 1.500 nach Westdeutschland. Speziell das frühere Versandhaus Neckermann brachte MZ-Motorräder wie die ETS und danach die TS viele Jahre lang in der Bundesrepublik auf den Markt, wo sie als preisgünstige Studentenmotorräder bekannt waren.</p