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MZ RT 125

MZ RT 125 - oft kopiert, aber nie erreicht

Kein anderes Motorrad auf der ganzen Welt wurde so oft kopiert wie die RT 125 von MZ. Der Hersteller aus dem sächsischen Zschopau baute zwischen 1939 und 1956 insgesamt rund 450.000 Exemplare.

Premiere der MZ RT 125 kurz vor dem Krieg

Kurz vor dem zweiten Weltkrieg erblickte diese Maschine das Licht der Welt. Seine Premiere erlebte das Motorrad noch nicht unter der Markennamen MZ, sondern als Teil des DKW-Programms. Nach der Zwangspause durch den Krieg begann das Unternehmen von Neuem mit dem Bau von Autos und Motorrädern - zunächst unter dem Namen Industrieverband Fahrzeugbau (Ifa). 1956 erhielt die Firma eine neue Bezeichnung: Motorenwerke Zschopau. Inzwischen war das Unternehmen zu einem Volkseigenen Betrieb (VEB) der DDR geworden. Das waren also die Vorzeichen, unter denen das Bike nach Kriegsende von Neuem produziert wurde.

Weiterentwicklung der MZ RT nach Kriegsende

Auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkrieges hatte der Hersteller die Produktion des Motorrads aufgeben müssen. Alle verfügbaren Kapazitäten wurden für den Bau anderer Modelle für die Wehrmacht gebraucht. So dauerte es eine Weile, bis die Produktion nach Kriegsende wieder hochgefahren werden konnte. Und in der Zwischenzeit hatte die Technik weitere Fortschritte gemacht, so dass die Ingenieure der MZ einige Veränderungen an ihrem Erfolgsmodell vornahmen. Gegenstand der Weiterentwicklungen war insbesondere der Motor ohne e10-Verträglichkeit. Nach der Überholung verfügte er über 15 Prozent mehr Leistung.

Viele Innovationen im Verborgenen bei der MZ RT

Dass der Motor kräftiger war als vorher, konnten die Kunden spüren. Viele andere Verbesserungen, darunter wegweisende Innovationen, blieben eher verborgen: Vom Radlager über die Kupplung und das Getriebe bis hin zur Antriebskette reichte die Palette der modifizierten Teile. Äußerlich blieben die Maschinen unverändert. Ein großer Schritt gelang den Konstrukteuren von MZ beim Rahmen der Maschine: Dieser wurde nicht mehr geschweißt. Vielmehr sorgten nun unter anderem Muffen und Lötverbindungen für perfekten Halt.

Die MZ RT 125: 4,75 PS und 80 Stundenkilometer Spitze

Die Leistungswerte der RT 125 wirken nicht mehr sonderlich beeindruckend, passten aber gut in die Zeit. Vor und nach dem Krieg leisteten die Motoren jeweils 4,75 PS und beschleunigten die Maschine auf eine Maximalgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern. In leicht veränderter Form kamen die Motoren der RT 125 übrigens bis 1985 zum Einsatz. Wollen Sie das Motorrad gebraucht kaufen, sollten Sie mit Preisen ab etwa 1.000 Euro rechnen.