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MZ TS

MZ TS - ein Exportschlager der DDR

MZ und TS - zwei Abkürzungen, die bei vielen Motorradfahrern schöne Erinnerungen wecken. Sie stehen für die Motorradwerke Zschopau und ihre Baureihe mit Telegabel-Schwinge. In den 1970er Jahren kamen die ersten Modelle auf den Markt. Die TS Modelle aus Sachsen entstanden zu DDR-Zeiten in einem volkseigenen Betrieb. Dort montierten die Arbeiter zwei verschiedene Baureihen, groß und klein, die als „Standard“ oder „Luxus“ erhältlich waren.

Das kleine Modell von MZ TS für den schmalen Geldbeutel

Wer es etwas bescheidener mochte oder aufs Geld achten musste, der griff zur kleinen TS von MZ mit 10 PS. Als 1973 die neuen Modelle TS 125 und TS 150 vorgestellt wurden, konnten die Kunden kaum Veränderungen zur Vorgängermaschine erkennen. Vor allem der Motor und die Aufhängung hinten waren absolut identisch. Neu waren der Tank, die Scheinwerfer und Teile des Rahmens. Den größten Sprung nach vorne hatte MZ aber bei der namensgebenden Telegabel gemacht.

Luftgekühlter Zweitakter - die MZ TS

Bei der kleineren 125er Maschine sorgte ein Motor mit 10 PS für den Antrieb, bei der „stärkeren“ Variante mit 25 Kubikzentimetern mehr Hubraum waren es 11,5 PS - beides im Rückblick keine beeindruckenden Werte. Da die TS Maschinen mit nur rund 110 Kilogramm jedoch vergleichsweise leicht waren, reichte es für Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern. Bei den Motoren handelte es sich jeweils um e10-unverträgliche Zweitakter, die per Luft gekühlt wurden.

Eine kleine Revolution aus der DDR: die MZ TS 250

Die TS 250 kam mit exakt 243 Kubikzentimetern Hubraum auf den Markt und leistete 17 bis 19 PS. Spektakulär war die Aufhängung des Motors. Der saß nämlich nicht wie sonst in einem Schleifrahmen, sondern bekam Halt durch einen Zentralrohr-Brückenrahmen. Diese elastische Aufhängung war nur im Motorsport verbreitet gewesen. Mit der TS 250 holte MZ diese Technik nun auf die Straße.

Viele Sondermodelle der MZ TS

Der Erfolg der TS beflügelte MZ zu einer Reihe von Sondermodellen. Der Hersteller exportierte seine Maschinen zeitweise in 50 Länder. Die Sachsen entwickelten eine TS mit Seitenwagen sowie Einsatzmodelle für Polizei und Militär. Die TS 250 machte sich so auch außerhalb der DDR einen Namen als bequeme und wirtschaftliche Reisemaschine. In einem Vergleichstest schlug sie sogar eine Harley. Bereits ab wenigen hundert Euro könnte eines der gebrauchten Kultobjekte Ihnen gehören.