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Yamaha FZR 600

Yamaha FZR 600 - ein typisches Frauenmotorrad?

Von 1989 bis 1995 produzierte Yamaha die FZR 600 in den Modellvarianten 3HE, 3RG, 3RH, besser bekannt unter der Typenbezeichnung Yamaha FZR 600 Genesis, und FZR 600 R 4JH. Mit den drei Ursprungsmodellen, die von 1989 bis 1993 hergestellt wurden, hat das Nachfolgemodell Yamaha FZR 600 R jedoch nur wenig gemein. Es ist eher als eine Weiterentwicklung anzusehen und wird nur zwei Jahre lang von 1994 bis 1995 hergestellt. Im Prinzip handelt es sich bei der Markteinführung 1989 um das kleinere Schwestermotorrad der FZR 1000. Daher weist die FZR 600 auch optisch Ähnlichkeiten zur großen Schwester auf und ist aufgrund der kleineren Bauweise und schwächeren Motorisierung insbesondere bei Frauen beliebt. Dazu tragen auch die neben dem Grundmodell 3HE mit 91 PS gedrosselten Motorausstattungen 3RG mit 50 PS und 3RH mit 27 PS bei. Das Angebot des Modells 3RH richtet sich aufgrund der Drosselung auf 27 PS zudem ausdrücklich an Führerscheinneulinge, die Ende der 1980er Jahre zunächst für zwei Jahre nur Motorräder mit dieser Höchstleistung fahren durften.

Yamaha FZR 600 Genesis 1989 bis 1993

Unabhängig von der Leistung der jeweiligen Modellvariante, deren Unterschiede einzig durch Drosselungen und unterschiedliche Motorsteuerungsmodule erreicht werden, ist die Yamaha FZR 600 Genesis mit einem wassergekühlten Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor mit einem Hubraum von 599 ccm ausgestattet. Zwei obenliegende Nockenwellen betätigen über Tassenstößel die insgesamt 16 Ventile. Charakteristisch für die FZR-Modelle von Yamaha ist der Deltabox-Rahmen aus lackierten Stahlprofilen. Als Supersportler ist die Yamaha FZR 600 Genesis mit einer Vollverkleidung ausgestattet, die neben den lange Zeit im Motorraddesign üblichen einfarbigen Lackierungen werksseitig auch mit Mehrfarblackierungen angeboten werden. Das in den Jahren 1989 und 1990 produzierte Ursprungsmodell ist leicht an den Doppelscheinwerfern zu erkennen. Die Höchstgeschwindigkeit des ungedrosselten Grundmodells mit 91 PS beträgt nach Werksangaben 230 km/h.

Eine Modifikation erhält die Yamaha FZR 600 Genesis 1991 mit einer neuen Deltabox Hinterradschwinge. Zu einem verbesserten Fahrverhalten soll außerdem ein breiteres Hinterrad beitragen. Das insbesondere im ersten und zweiten Gang verstärkte Getriebe erleichtert die Schaltung und sorgt für einen geringeren Verschleiß. Mehr Sicherheit bietet die neue Vier-Kolben-Bremsanlage. Optisch ist die Modifikation insbesondere an der veränderten Verkleidung mit Einzelscheinwerfer deutlich erkennbar.

Yamaha FZR 600 R 1994 bis 1995

Im Jahr 1994 löst die vollständig neu konstruierte Yamaha FZR 600 R das Vorgängermodell ab. Auch dieses Modell ist in zwei Motorvarianten mit 98 PS sowie in der gedrosselten Variante mit 34 PS verfügbar und trägt damit dem geänderten Fahrerlaubnisrecht Rechnung, das Führerscheinneulinge zwei Jahre lang auf Motorräder mit 34 PS beschränkt. Nach wie vor hat der Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor einen Hubraum von 599 ccm und ist mit zwei obenliegenden Nockenwellen und 16 Ventilen ausgestattet. Wie bei den Vorgänger-Modellen erfolgt der Antrieb über eine Kette. Neben der mit 79,5 cm relativ niedrigen Sitzhöhe sorgen vor allem die werksseitigen Lackierungen der Yamaha FZR 600 R mit Lila- und Pink-Anteilen für den Ruf dieses Motorrads als typisches Frauenmotorrad.