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Yamaha XS 650

Japans Antwort auf die Triumph Bonneville - die Yamaha XS 650

Mit der XS 650 veröffentlichte der japanische Motorrad-Bauer Yamaha einst sein erstes Viertakt-Bike. Bis dahin war der Hersteller bis Ende der 1960er Jahre vor allem für seine rasanten Zweitakter bekannt. Die Produktfamilie wurde fortan bis 1984 in verschiedenen Serien gebaut und galt als asiatische Interpretation der britischen Triumph Bonneville.

Zunächst ein Flop: Die Yamaha XS 650

Die Ur-Version der Yamaha XS 650 war zunächst kein Erfolg: Das Fahrzeug mit dem Serien-Code 256 / Typ XS1 wurde Ende 1969 auf der „Tokyo Motor Show“ vorgestellt und fortan nur 6600 Mal gebaut – für Yamaha schon damals eine eher überschaubare Anzahl. Doch der Hersteller versprach sich weiterhin viel vom Viertakt-Motor und legte die XS 650 mit der SX1 B noch im ersten Jahr neu auf. Weltweit kam dieses Modell bereits auf rund 18.300 Exemplare, wobei in Deutschland bis 1972 nur etwa 350 Ausführungen über die Ladentheke gingen. Enttäuscht von dem geringen Anklang nahm Yamaha Deutschland die XS 650 schnell aus dem Programm und schwenkte auf die TJ 750 um. 

Yamaha XS 650 wahlweise als Chopper

Die zweite Generation brachte ab 1974 schließlich weltweit den Durchbruch. Die Yamaha XS 650 stand infolgedessen wieder auf den hiesigen Verkaufsflächen und wurde 1977 auch in einer Chopper-Variante (Modell-Zusatz „Special“) vertrieben.

Gut geklaut und für die Yamaha XS 650 sinnvoll aufgewertet

Die Triumph Bonneville fungierte ganz klar als Vorbild für die Yamaha XS 650. Nicht nur die Optik, sondern auch der Sound des e10-unverträglichen Motors und das Handling wiesen klare Parallelen zur „Bonnie“ auf. Yamaha kopierte allerdings nicht blind, sondern verbesserte gezielt die Verarbeitung der Maschine, was etwa die charakteristische Öllache unter dem Motor zu verhindern wusste. Ab rund 2000 Euro sind die alten Modelle gebraucht zu kaufen.

„Very british“ zum Erfolg: Yamaha XS 650

Die Konkurrenz mit dem britischen Traditionshersteller Triumph sollte im Verlauf der XS-Entwicklung noch ganz andere Früchte tragen: Yamaha engagierte nach der ersten Niederlage den Viertakt-Spezialisten Percy Tait, der zuvor 20 Jahre in der Rennabteilung von Triumph tätig war. Die XS 650 B trug seine Handschrift und war maßgeblich für den Durchbruch der japanischen Interpretation verantwortlich.