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Yamaha XV 1100

Yamaha XV 1100 - gutmütige Dame mit Rockerflair

Die ersten Modelle der Virago-Baureihen stellt der japanische Fahrzeugbauer Yamaha zu Beginn der 1980er Jahre vor. Die ersten Cruiser, die so gar nichts mit anderen "Harley-Nachbauten" gemein haben, besitzen einen Hubraum von 750 ccm. 1982 folgt das nächstgrößere Modell. Zwei Jahre nach der Markteinführung erhält diese Virago einen vergrößerten und jetzt 1.000 ccm großen Motor. 1986 stockt Yamaha den Hubraum noch einmal auf; nun trägt die 1.063 ccm starke Dame die Bezeichnung Yamaha XV 1100. Produziert wird der gutmütige Chopper bis zum Jahr 2000. Viele Biker sehen das Modell DragStar 1100 als den Nachfolger der XV 1100 an.

Großes Triebwerk und eine homogene Leistungsentfaltung

Während viele andere Modelle am Markt sich um das Prädikat "beste Harley-Kopie" den Rang streitig machen, bleibt die Yamaha XV 1100 in allen Baureihen ihrer eigenen Linie und dem eigenen Design treu. So erhält sie 1996 lediglich ein neues Farbkleid und neu gezeichnete Auspufftöpfe. Der im 75° Winkel angeordnete V2 koordiniert die 62 Pferdestärken, die sich auf der Kurbelwelle ballen. Herbeigezaubert wird die Leistung mit einfachen und robusten Mitteln: per Zweiventiltechnik, die luftgekühlt wird. Bereits bei 2.000 Umdrehungen begeistert der kraftvolle Motor mit einem runden Lauf. Auf den herzhaften Zug am Gashahn dreht das Triebwerk unter sonorem Grummeln und mit konstantem Leistungszuwachs auch bis jenseits der 7.000 Umdrehungen pro Minute. Durch die im Kurbelhaus rotierende Ausgleichswelle gibt der V2 permanent vibrierende Lebenszeichen von sich; lästige Erschütterungen werden perfekt vermieden.

Großer Cruiser für kleine Piloten

Mit einer Sitzhöhe von gerade einmal 700 mm lässt sich die 284 kg schwere Maschine (vollgetankt) auch von kleineren Piloten gut fahren. Während der Fahrersitz mit kuschelweicher Polsterung schmeichelt, fällt der hintere Teil der Sitzbank durch ein knappes Platzangebot nicht unbedingt positiv auf. Auch wenn der Chopper ein komfortables und bequemes Dahingleiten verspricht, verlangt der Körper durch die klassische Chopperhaltung nach rund zwei Stunden eine Pause. Das trifft sich gut, denn die Yamaha XV 1100 ist mit einem Verbrauch von 5,4 Litern bei 100 km/h und einem stolzen Verbrauch von mehr als 10 Litern bei einer strammen Autobahnfahrt dem Kraftstoff herzlich zugetan. Gebremst wird die gutmütige Japanerin vorne von einer Doppelscheibenbremse mit 282 mm Durchmesser. Hinten sorgt eine 200 mm Trommelbremse für eine zuverlässige Verzögerung. Die vergleichsweise kurzhubige Telegabel reagiert auch auf einen herzhaften Griff in die Vorradbremsen gutmütig und bügelt Kleinigkeiten im Straßenbelag unbeeindruckt aus. Mit dem unproblematischen Fahrwerk und dem zuverlässigen Motor ist die Yamaha XV 1100 ein gut abgestimmtes und robustes Motorrad.