Pkw-Anhänger für kleine und große Transportaufgaben

In vielen Modellreihen setzen die Pkw-Hersteller auf flexible Raumkonzepte. Die Idee dahinter: Selbst im Kleinwagen soll bei Bedarf eine Ladefläche entstehen können. Das ist sicher in vielen Fällen praktisch, hilft jedoch wenig, wenn sperrige oder schwere Gegenstände schon nicht durch die Tür passen. Kleine oder große Transportaufgaben kann ein Pkw daher besser in Kombination mit einem Anhänger erledigen. Pkw-Anhänger gibt es in unterschiedlichen Größen, Aufbauten und Gewichtsklassen vom offenen Pritschenanhänger für den Gelegenheitseinsatz bis zum luxuriösen Pferdeanhänger. Das Ankoppeln ist bei den meisten Pkw-Anhängern mit wenigen Handgriffen erledigt. Einzige Voraussetzung für den Einsatz des Pkw als Zugfahrzeug: Er muss über eine Anhängerkupplung verfügen, die entweder ab Werk verbaut ist oder aber als Nachrüstsatz montiert werden kann.

Die gesetzlichen Vorgaben für Pkw-Anhänger

Grundsätzlich kann jeder entsprechend ausgestattete Pkw einen Anhänger ziehen. Doch müssen Gewicht und Nutzlast des Anhängers an die Kapazität des jeweiligen Modells angepasst sein. Als Faustregel gilt: Der Anhänger sollte nicht mehr wiegen als das Zugfahrzeug. Und grundsätzlich lassen sich auf gebremsten Anhängern schwerere Lasten transportieren als auf ungebremsten. Welche maximale Anhängelast ein Pkw konkret bewältigen kann, gibt der Hersteller in den Fahrzeugpapieren an. Ein Mittelklasse-Pkw kann meist einen gebremsten Anhänger bis zu eine Tonne Gesamtgewicht ziehen. Bei kleinen Anhängermodellen ohne eigene Bremsvorrichtung verringert sich das erlaubte Anhängergewicht. Zu beachten ist: Um das Gespann mit dem Führerschein der Klasse B fahren zu können, darf das Gewicht von Pkw und Anhänger den Gesamtwert von 3,5 Tonnen nicht übersteigen. Alte Führerscheine der Klasse 3 gestatten hingegen noch das Ankoppeln eines 3,5 Tonnen Pkw-Anhängers, ohne dass eine Zusatzberechtigung der Klasse E benötigt wird. Die Höchstgeschwindigkeit für Gespanne liegt je nach Anhängerart und Ausrüstung des Zugfahrzeugs bei 80 oder 100 Stundenkilometern.

Besonderheiten bei SUV mit Pkw-Anhängern

Die Autohersteller haben mit Konstruktionen wie den Sport Utility Vehicles (SUV), Geländewagen und Crossovern Fahrzeugtypen mit hohem praktischen Nutzwert konzipiert. Aufgrund ihrer Bauweise und Motorisierung erweisen sich viele dieser Modelle als ideale Zugfahrzeuge für den Freizeit-und Gewerbeeinsatz Da Geländewagen und schwere SUV das 1,5-fache ihres eigenen Gewichts ziehen dürfen, sind sie für Anhänger mit schweren Lasten wie etwa bei den Baumaschinen- oder Bootsanhängern besonders geeignet. Zu beachten ist jedoch: Auch bei SUV-Gespannen darf das Gesamtgewicht nicht über 3,5 Tonnen liegen, wenn sie mit dem Führerschein der Klasse B gefahren werden. Ausnahmen gelten für die Inhaber der alten Führerscheinklasse 3.

Pkw-Anhänger für jeden Einsatzzweck

Die Produzenten von Pkw-Anhängern bauen heute Anhänger für beinahe jede Art von Ladung. Bei den Einstiegsmodellen handelt es sich um ungebremste einachsige Anhänger mit offener Ladefläche, die um die 500 Kilogramm Nutzlast aufnehmen können. Einfache Modelle mit geschlossenen Aufbauten werden als Hauben- oder Deckelanhänger angeboten. Darüber hinaus gibt es Spezialkonstruktionen wie Hundeanhänger oder entsprechend ausgestattete Anhänger für den Transport von Kanus, Surfbrettern oder Fahrrädern. Auch Motorrad-, Auto- oder Quadanhänger sind als offene Konstruktionen oder als Kofferanhänger für Pkw konzipiert. Sowohl in der Freizeit als auch im Gewerbe kommen die mit Auflaufbremsen ausgestatteten größeren Pkw-Anhänger mit einer Achse oder Tandemachse zum Einsatz.

Hersteller von Pkw-Anhängern

Barthau (Pkw-Anhänger, Kofferanhänger, Autoanhänger, Verkaufsanhänger u.a.); Brenderup (Pkw-Anhänger, Bootsanhänger, Kofferanhänger u.a.); Koch (Pkw-Anhänger, Kastenanhänger, Bootsanhänger u.a.); Unsinn (Pkw-Anhänger, Messeanhänger, Kasten- und Pritschenanhänger, Koffer- und Kühlanhänger u.a.); Westfalia (Pkw-Anhänger, Pferdeanhänger, Hauben-, Kasten- und Kofferanhänger u.a.).

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