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Sportwagen und Streetfighter markieren den Neuanfang der Marke Ariel

Auch wenn es in der Autobranche durchaus Beispiele dafür gibt, so kommt es dennoch eher selten vor, dass Hersteller dort historische Marken wiederbeleben, die bereits viele Jahre komplett vom Markt verschwunden waren. Anders verhält es sich im Motorradbau, wo Produzenten öfter darauf setzen, neue Modelle unter prestigeträchtigen alten Markenbezeichnungen in den Handel zu bringen. Der Hintergrund: Bis in die 1960er Jahre gab es in Europa eine Vielzahl eigenständige Motorradhersteller, die oft auf eine lange Firmengeschichte zurückblicken konnten und deren Namen auch lange nach der Einstellung der Produktion zumindest bei Zweiradfans nach wie vor präsent blieben. Legendäre historische Zweiräder und der Ikonencharakter einer historischen Marke sollten durch den Kauf der Namensrechte aktuellen Modellen ein besonderes Image verschaffen. Manchmal allerdings wechselte mit der Wiederbelebung einer Marke das Genre. Ein Beispiel dafür lieferte die britische Ariel Motor Company, die sich ab dem Jahr 1999 zunächst als Produzent von Sportwagen mit offenliegender Rahmenkonstruktion sowie später mit Buggys als Kleinserienhersteller etablierte. Im Jahr 2014 belebte das Unternehmen mit seiner Motorradbaureihe von Streetfightern schließlich auch die Tradition des Ariel-Zweiradbaus wieder. Denn der Namenspate war vor allem durch seine Motorräder bekannt geworden, bevor deren Produktion in den 70er Jahren auslief. Aus der Pkw-Produktion hatte das historische Unternehmen Ariel sich hingegen schon Mitte der Zwanzigerjahre zurückgezogen.

Mit dem Atom stellt Ariel im Jahr 2000 seinen ersten Ultraleicht-Sportwagen vor

Sportwagen in Leichtbauweise unter Verzicht auf sonst übliche Karosserieteile hatten insbesondere den Roadsterbau bei britischen Herstellern geprägt. Doch mit seinem Premierenmodell Atom machte Ariel klar, dass die Neubelebung der Traditionsmarke nichts mit den Klassikern zu hatte. Vielmehr setzten die Ingenieure um Firmengründer Simon Saunders auf eine ultramoderne Konstruktion, die zugleich vom Motorradbau und von professionellen Renngeräten inspiriert war. Tatsächlich erinnerte die pfeilartig zugespitzte Kunststoffverkleidung des Frontbaus an einen Boliden der Formel 1. Der Rohrrahmen des Atom hingegen blieb wie bei einem Bike in Streetfighter-Bauweise komplett unverkleidet. Freiliegende Frontdämpfer und Spurstangen, ein offen eingebauter Heckmotor und direkt über den Reifen montierte kurze Schmutzfänger prägten den Auftritt des Ariel Sportwagens. Auf Dach und Türen verzichteten die Konstrukteure komplett, und wer in der aus einem Bauteil geformten Kunststoff-Fahrgastzelle mit Sitzen für zwei Personen einen Windschutz benötigte, der musste eine niedrige Plastikscheibe als Sonderzubehör ordern. Trotz seiner Rennwagenoptik war der 2-Sitzer jedoch für die Straße zugelassen, da Ariel die dafür vorgeschriebene Beleuchtung installierte und die Motoren mit der nötigen Technik zur Abgasreinigung ausstattete.

Für den Extrem-Roadster Atom setzt Ariel Motoren von Rover und Honda ein

Zum Marktstart brachte Ariel den Atom mit einem von Rover stammenden Motor in den Handel, der dem Extrem-Roadster je nach Konfigurierung bis zu 142 kW (193 PS) zur Verfügung stellen konnte. Für den im Jahr 2003 präsentierten Nachfolger Atom2 setzten die Briten eine von Honda zugelieferte 2,0 Liter Maschine aus der VTEC-Serie ein, die in den Leistungsklassen von 119 kW (162 PS) bis 223 kW (304 PS) zu haben war. Weitere wichtige Neuerung dieser Bauphase: Anstelle des vormals verbauten Fünfganggetriebes bekam der Atom nun eine manuelle Schaltung mit sechs Gängen. Mit dem Übergang zur dritten Generation im Baujahr 2007 kam der Atom 3 mit unveränderten Spitzenleistungen, jedoch nun mit Turbounterstützung auf den Markt.

Der Ariel V8 zählt zu den schnellen Seriensportwagen der Welt

Eine Weiterentwicklung stellte der 2013 eingeführte Atom 3.5 dar, dessen Honda-Vierzylinder in der Basisversion 183 kW (248 PS) ablieferte. Allerdings ließ sich etwa für den Einsatz des Atom 3 auf der Rennstrecke das Potential des Ariel Sportwagens in der RS-Version auf bis zu 235 kW (319 PS) steigern. Wer noch mehr Leistung wollte, für den hatte der Hersteller im Jahr 2010 den Ariel V8 in den Hubraumklassen von 3,0 und 3,2 Liter ins Programm genommen, der mit seiner maximalen Leistungsausbeute von 373 kW (507 PS) das Topmodell bei den Rennroadstern der Briten war. Dank dieser Motorleistung und des auf gut 520 Kilogramm begrenzten Gewichts machte der Atom mit der V8-Ausstattung seinem Namen alle Ehre: Um aus dem Stand zur Marke von 100 km/h zu beschleunigen, benötigte der Ariel nur knapp über zwei Sekunden. Damit zählte das auch als Atom 500 bekannte Achtzylindermodell zu den schnellsten in Serie gebauten Sportwagen. Aufgrund seiner geringen Produktionszahlen gehörten die V8-Roadster auf dem Markt für Gebrauchtwagen zu den seltensten Modellen des Herstellers Ariel.

Für den Offroad-Einsatz konstruiert Ariel im Jahr 2015 den Buggy Nomad

Mit dem Revival der seit den 1970er Jahren fast in Vergessenheit geratenen Buggys rechnete sich Ariel mit seinem Leichtbaukonzept auch in diesem Nischenmarkt Chancen aus. Die ersten Neuwagen der Nomad getauften Buggy-Baureihe verließen im Jahr 2015 die Produktionshallen im englischen Crewkerne. Wie bei den Sportwagen realisierte der Hersteller für die straßenzugelassenen Offroad-Fahrzeuge eine offene Bauweise mit freiliegendem Rohrrahmen, der mit seinen über Fahrer und Beifahrer gerundeten Verstrebungen zugleich als Überrollschutz diente. Je nach Einsatzzweck konnte der Nomad etwa bei den Federungselementen mit unterschiedlich angepassten technischen Komponenten ausgestattet werden. Überdies bot Ariel für seinen Buggy verschiedene Bereifungen an, die an Fahrten auf sandigen Untergründen oder auf Asphalt abgestimmt waren. Als Freizeit- oder Rallyefahrzeug konnte der Nomad auf diese Weise sowohl in verschiedenen Geländeformen als auch in Streckenwettbewerben und im Alltag auf der Straße eingesetzt werden. Als Motorisierung verbauten die Briten einen 2,4 Liter Vierzylinder von Honda, der im Nomad in der Standardkonfiguration eine Leistung von maximal 175 kW (238 PS) ablieferte.

Mit dem Ace läuft 2014 das erste Ariel-Motorrad seit den 70er Jahren vom Band

Nachdem es seit den 1970er Jahren kein Motorradmodell der Marke mehr gegeben hatte, knüpfte der britische Sportwagenhersteller im Jahr 2014 an die lange Zweiradtradition von Ariel an. Doch während die als Classic Bikes auf dem Gebrauchtmarkt hoch gehandelten Modelle etwa der Baureihen Red Hunter, Square 4, Arrow oder Healey 4 im Zeitraum von 1935 bis 1973 meistens als klassische Tourer vom Band gelaufen waren, blieb Ariel mit seinem 2014er Modell seinem sportlichen Image treu: Mit dem Ace brachten die Briten einen martialisch gestalteten Streetfighter auf die Straße, der sich mit seinem unverkleideten Rahmen am Stil der Ariel Sportwagen orientierte. Als Antrieb diente ein V4-Motor von Honda mit 1237 Kubik und 129 kW (175 PS).