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Informationen zu KTM

KTM ist ein österreichischer Hersteller hauptsächlich für Motorräder, jedoch im Zuge des KTM X-Bow auch für Sportwagen. Das heutige Unternehmen als AG ist eines von vier Ablegern, die aus der ursprünglichen KTM Motor-Fahrzeugbau KG ab 1934 und dessen Insolvenz im Jahr 1991 mit der darauf folgenden Aufteilung hervorgingen. Bis 2005 firmierte es noch als KTM Sportmotorcycles, seit der Verschmelzung mit der Cross Holding nennt sich der Hersteller nur noch KTM AG und ist an der Wiener Börse notiert. Zu den Kernprodukten zählen vor allem geländegängige Offroad-Maschinen wie Enduros, Motocross und Supermotos. Seit einiger Zeit macht sich KTM aber auch wieder einen Namen in der Herstellung sportlicher Straßenmotorräder. In Deutschland beträgt der Anteil von KTM-Krafträdern etwa zwei Prozent.

Wie alles begann

Im Jahr 1934 eröffnete Hans Trunkenpolz am Marktplatz des zum Innviertel in Oberösterreich gehörenden Mattighofen eine Schlosserwerkstatt. Allerdings verkaufte und reparierte er zu dieser Zeit noch Motorräder der deutschen Marke DKW und ab 1938 auch Fahrzeuge von Opel. Zur eigentlichen Geburt von KTM kam es erst 1952, als Trunkenpolz zusammen mit seinem Kollegen und Firmenteilhaber Moser begann, eigene Motorräder zu entwerfen. Der Name KTM kam erstmalig mit der Moser-KTM 100 zu Buche, obgleich der Firma noch nicht gestattet war, KTM als Namen zu tragen. Dieser Prototyp verfügte seinerzeit über einen Rotax-Motor mit 98 ccm Hubraum. 1953 gesellte sich der Ingenieur und neue Teilhaber Ernst Kronreif hinzu – ‚Kronreif‘ stand einige Jahre für das ‚K‘ der von nun an als KTM-Motorfahrzeugbau KG bezeichneten Firma, was ausgeschrieben „Kronreif & Trunkenpolz Mattighofen“ bedeutete (in den 60er Jahren geändert). Ein Jahr später ging es mit der Serienproduktion der ersten Motorräder los. Einziges Fremdprodukt waren erneut die Motoren von Rotax aus Gunskirchen – alle anderen Teile stellte KTM selbst her. Seltener stammten die Motoren von der Maschinenbau-Gesellschaft Steyr-Daimler-Puch AG, für den Export kamen hingegen Motoren von Fichtel & Sachs zum Einsatz.

KTM ab den 50er Jahren: Die ersten Motorräder und Motoroller

Die ersten beiden Maschinen mit einem Hubraum von je 125 ccm um 1954/55 hießen KTM Tourist und KTM Mustang, gefolgt von der weiteren 125er-Maschine KTM Tarzan ab 1959. Doch schon 1957 gelang KTM ein weitaus wichtigerer Meilenstein durch die Präsentation der beiden weltweit ersten Motoroller: Der KTM Mecky erhielt den ersten Serienmotor aus eigener Fertigung mit 2,1 PS bei 5.500 U/min. Der liegend verbaute und Gebläse-gekühlte Zweitakter verfügte über 50 ccm Hubraum aus nur einem Zylinder und wurde per Drehgriff über ein Dreigang-Ziehkeilgetriebe geschaltet. Beim zweiten Vertreter KTM Mirabell handelte es sich mit 125 ccm um das stärkere Modell. Für den Motocross-Einsatz gab es ab 1958 die KTM Penton. Doch fanden vor allem die Motoroller guten Anklang bei den Käufern, so dass bereits 1960 zuerst das Modell KTM Ponny I auf den Markt kam und schon zwei Jahre später vom KTM Ponny II abgelöst wurde. Ponny II war zunächst mit üblicher Fußschaltung, später mit einem Wipp-Fußschalter ausgestattet.

Mitte der 50er Jahre begann KTM auch Motorräder für den Rennsport zu entwickeln. Bereits 1954 waren bei der Internationalen Alpenfahrt zwei 125-cm³-KTM-Tourist-Motorräder mit fußgeschaltetem Dreigang-Rotax-Motor am Start. Danach waren die Modelle mit Motoren von MV Agusta ausgestattet und es erfolgte der Einstieg in den Straßenrennsport. Als zwischen 1955 und 1957 der von BMW bekannte, österreichische Ingenieur Ludwig Apfelbeck kurzzeitig für KTM arbeitete, konstruierte dieser aus dem MV Agusta-Motor ein neues, eigenständiges Aggregat, das ab diesem Zeitpunkt für die Rennmaschinen zum Einsatz kam und KTM zahlreiche Erfolge im Geländesport für KTM bescherte.

KTM ab den 60er Jahren: Neue Strukturen

Als im Jahr 1960 zuerst Ernst Kronreif verstarb und kurze Zeit später auch Hans Trunkenpolz, übernahm der Gründersohn Erich Trunkenpolz die Leitung von KTM – die Abkürzung KTM stand nun wieder für die ursprüngliche Namensidee vor dem Zusammenschluss mit Kronreif im Jahr 1953: Krafträder Trunkenpolz Mattighofen. Mittlerweile unterhielt das Unternehmen rund 180 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von umgerechnet 3,5 Millionen Euro. Ab 1964 wurde zudem die Herstellung von Fahrrädern erschlossen. Im gleichen Jahr kam mit der KTM Comet das erste Sport-Moped mit gebläsegekühltem Puch-Motor auf den Markt.

Mitte der 70er Jahre ergänzte erst der Nachfolger Comet Grand Prix RS mit Sachs-Motor zu 50 ccm, Druckgussrädern und Scheibenbremsen das Portfolio. Kurz darauf war KTM erneut weltweit führend bei den Kraftrad-Innovationen: Als erster Hersteller brachte das Unternehmen ein 50er-Moped heraus, das mit Magnesium-Vollgussrädern ausgestattet war – und zudem bis zu 100 km/h erreichte. Um diesen Zeitraum begannen auch die ersten heimischen Erfolge im Motocross-Sport – die bis heute bekannten Motocross-Maschinen kamen jedoch erst in den 80er Jahren auf den Markt: 1982 die KTM 250 MX mit 34 kW (46 PS) sowie die KTM 495 MC mit 41 kW (56 PS) und 1984 die KTM 600 MX mit 33 kW (45 PS).

Eine weitere wichtige Serie bei den Mopeds sind die 1979 erschienenen KTM 505-Modelle, die erneut mit einem Sachs-Motor zu 47 ccm gerüstet und in zwölf verschiedenen Versionen erhältlich war. Der Name KTM hatte sich mittlerweile weit rumgesprochen, was sich in einem Exportanteil von 72 Prozent wiederspiegelte. Nicht zuletzt führte dies dazu, dass 1978 in Lorain bei Cleveland des US-Bundesstaates Ohio die Unternehmenstochter KTM North America Inc. gegründet wurde. Der Erfolg machte sich ein Jahr später mit der Staatlichen Auszeichnung bezahlt, die für außergewöhnliche Leistungen um die österreichische Wirtschaft verliehen wird. Damit erwarb KTM das Recht, das österreichische Bundeswappen im Geschäftsverkehr zu führen. Ein weiteres Jahr später erfolgte eine erneute Umbenennung des Unternehmens in die anfangs erwähnte KTM Motor-Fahrzeugbau KG.

KTM zu Beginn der 90er Jahre: Insolvenz und Aufteilung

Der Gründersohn Erich Trunkenpolz leitete KTM bis zu seinem Tod im Jahr 1989. Doch schon ein Jahr zuvor war die Motorrollerproduktion eingestellt worden, da sich vermehrt finanzielle Schwierigkeiten eingestellt hatten. 1991 war das Unternehmen so hoch verschuldet, dass es Insolvenz anmelden musste und an die Gläubiger-Banken überging. Diese teilten KTM in vier eigenständige Unternehmen auf:

Der Bereich der KTM, der seit 1984 für die Entwicklung und Produktion von Kühlsystemen für die Automobil- und Motorradindustrie zuständig war, wurde als KTM Kühler GmbH ausgegliedert und sofort an ein italienisches Unternehmen verkauft. Der Produktionsstandort blieb mit 350 von 470 Mitarbeitern in Mattighofen.

Die Fahrradsparte wurde Ende 1991 als KTM Fahrrad GmbH an Hermann Urkauf veräußert. Rund vier Jahre später stand das Unternehmen jedoch erneut vor dem Konkurs und kam im Januar 1996 unter die Leitung der Taiwanerin und Ex-Frau von Urkauf Carol Urkauf-Chen. Diese hatte Erfahrungen in der Fahrradindustrie und führt das Unternehmen bis heute fort.

Die Motorradsparte hieß nun KTM Sportmotorcycles GmbH und ging 1992 für umgerechnet vier Millionen Euro an die KTM-Importeure Toni Stöcklmeier und Helmut Staab aus Deutschland, sowie die beiden Importeure aus den Niederlanden und Italien. Zuvor hatten sie sich mit der Cross Holding des Unternehmens zur KTM Motorradholding GmbH zusammengetan. Von nun an wurden mit den 190 verbliebenen der 360 Mitarbeiter sportliche Offroad-Motorräder entwickelt und produziert.

Das vierte der neu gegründeten Unternehmen war die KTM Werkzeugbau GmbH, die später wieder Teil der KTM Sportmotorcycles GmbH wurde.

Die 90er Jahre bis heute: KTM wieder am Ball

Bereits ein Jahr nach der Neugründung und Übernahme der KTM Sportmotorcycles GmbH fanden schon 6.000 Motorräder wieder einen Käufer. Durch den Erfolg konnten die Anteile der vier Importeure an der Holding zurückgekauft werden und KTM ging an die Börse, so dass Ende 1994 aus der GmbH eine AG wurde. 1995 gingen der schwedische Motorradhersteller Husaberg und White Power Suspension aus den Niederlanden an KTM über. In der Folge konnte der Motorradabsatz 1995 auf 12.000 Modelle erst verdoppelt und bis 1996 auf 18.000 Modelle verdreifacht werden.

1999 zog sich KTM aus strategischen Gründen wieder von der Börse zurück und eröffnete im gleichen Jahr ein neues Werk in Mattighofen. 2001 kam ein neues Ersatzteillager hinzu, 2002 ein neues Motorenwerk in Munderfing, 2003 ein neues Entwicklungszentrum und 2004 ein neues Verwaltungsgebäude. Das neue Kerngeschäft sollte nun der Motorsport sein und zudem im Bereich der Quads (ATVs – All Terrain Vehicles) liegen. Für letzteres Geschäftsfeld fand KTM im Jahr 2005 einen Investor im renommierten US-amerikanischen Hersteller Polaris Industries. Ein weiteres Jahr später zählte KTM bereits 84.000 verkaufte Motorräder und erzielte einen Umsatz von mehr als 500 Millionen Euro. Mit der Fokussierung auf die Marke KTM änderte sich der Firmenname 2012 zum bislang letzten Mal in KTM AG.