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Audi A4 Kombi

Die erste Generation des Audi A4 Kombis läuft 1996 vom Band

Wie kann man die ladefreundlichen Kombis der Mittelklasse neu am Markt positionieren und für einen breiteren Kundenkreis zugänglich machen, diese Frage stellte sich der Ingolstädter Autohersteller Audi in den 1990er Jahren, als er erstmals mit Fünftürern in seiner Baureihe der Audi 80 präsent war. Die Antwort fiel denkbar sportlich aus: Indem die Kombis mit einem Sportfahrwerk und Hochleistungsmotoren ausgestattet wurden. Mit den in kleiner Auflage hergestellten Audi RS2 Sportkombis gelang es den Konstrukteuren der bayerischen VW-Tochter, den zuvor eher als Handwerkerautos wahrgenommenen Modellen das zeitgemäße Image von Lifestyle-Fahrzeugen zu geben. Und dieses strahlte auch auf die Großserien-Kombis ab, die die Bayern ab dem Baujahr 1996 nach der Umbenennung ihrer Mittelklasse-Baureihe unter dem Namen Audi A4 Avant in den Handel brachten.

Flottenfahrzeuge sichern den Audi A4 Kombis eine starke Stellung als Gebrauchte

Die Avant der Baureihe Audi A4 wurden im Programm der Ingolstädter im Laufe der Zeit zu einem der umsatzstärksten Volumenmodelle. Einer der Hauptgründe für diese Entwicklung war das breite Einsatzspektrum der Mittelklasse-Kombis, die nicht nur als Alltagsfahrzeug für Familien populär wurden, sondern vor allem auch als Flottenfahrzeuge und Dienstwagen nachgefragt wurden. Und so verwunderte es nicht, dass die Anzahl der verkauften Kombis in späteren Baujahren bald die der A4-Limousinen übertraf. Für die Privatkunden brachte das durchaus Vorteile mit sich: Auf dem Gebrauchtwagenmarkt etablierten sich die A4 Kombis in jeder Generation erneut als Topseller der Marke. Denn der Rhythmus der regelmäßigen Dienstwagenwechsel garantierte, dass zu jeder Zeit eine große Auswahl an gebrauchten Modellen verfügbar war. Die verzinkte Karosserie des Avant sorgte zudem dafür, dass auch bei älteren Modellen weniger mit Rostbefall gerechnet werden musste. Eine Sonderrolle auf dem Gebrauchtwagenmarkt nahmen dabei die mit starken Motoren und besonderen Karosserien ausgestatteten Sportkombis der Baureihe Audi A4 ein sowie die später ins Programm gekommenen allroad-Versionen mit dem bei Audi quattro genannten Allradantrieb und Offroad-Accessoires.

Audi entwickelt die Fünftürer der Baureihe A4 zu Lifestyle-Kombis

Orientierte sich der Hersteller in der ersten Generation seiner A4 Kombis bis zum Baujahr 2001 noch stark an den klassischen Limousinen der Baureihe, wurden die Fünftürer ab der zweiten Bauphase stärker am Lifestyle-Konzept ausgerichtet. Ab dem Jahr 2001 liefen die Fünftürer nun serienmäßig mit einer Dachreling ausgestattet von Band. In der 2008 präsentierten vierten Generation erhielten die Audi Kombis der Mittelklasse die zuvor bereits bei den Sportversionen mit S- und RS-Ausstattung verwendeten schmalen Frontscheinwerfer und eine Heckschürze aus Kunststoff, die optisch an eine Diffusorplatte erinnerte und dem A4 Kombi einen markanteren Heckabschluss verlieh. Die Entwicklung hin zu einem dynamischeren Karosseriedesign setzten die Ingolstädter mit der Modellpflege des Jahres 2011 noch einmal stärker in Szene. Der Dachkantenspoiler der Kombis wurde jetzt mehr betont und das neue, schmalere Design der Front- Heckleuchten orientierte sich an den A6-Kombis der oberen Mittelklasse. Zusätzlich bekam der A4 eine Frontschürze mit größeren Lufteinlässen und Spoilerlippe.

Fast 500 Liter Stauvolumen für die neueren Generationen des Audi A4 Kombis

Die Aufwertung der Kombis der A4-Baureihe wurde auch an der Größenentwicklung der Fünftürer deutlich sichtbar. In der ersten Generation liefen die Modelle mit einem Radstand von knapp 2,60 Metern und einer Karosserielänge von gut 4,48 Metern vom Band. In den Baujahren bis 2008 vergrößerte sich der Radstand auf 2,65 Meter und in der Länge legten die A4-Avant auf fast 4,59 Meter zu. In der 2011er-Generation erreichten die Modelle nun schon eine Länge von beinahe 4,70 Metern. Das Wachstum kam vor allem den Passagieren im Fond zugute, die auf den Rücksitzen nun über eine größere Kniefreiheit verfügen konnten. Aber auch das Ladeabteil der Fünftürer legte ordentlich zu: Mit fast 500 Litern Stauvolumen boten die Audi A4 Kombis im Baujahr 2011 einen der besten Werte in der Mittelklasse.

Die Motorisierungen der Großserienmodelle der Baureihe Audi A4 Avant

Das Bestreben des Herstellers, die A4 Avant als sportliche Modelle zu positionieren, machten sich auch bei den angebotenen Motorausstattungen bemerkbar. Neben den Vierzylinderaggregaten der Einstiegsmodelle gehörten von Anfang an V6-Triebwerke mit bis zu 2,8 Litern Hubraum zum Programm, die den Benzinern der Baureihe eine Leistung von bis zu 142 kW (193 PS) zur Verfügung stellen konnten. In den neueren Baujahren setzten die Ingolstädter bei den Spitzenmodellen auf 3,0 Liter Benziner mit Kompressoraufladung, die eine Leistung von maximal 200 kW (272 PS) ablieferten. Als Diesel wurde der Audi A4 Kombi seit 2008 in den Leistungsstufen von 88 kW (120 PS) bis 130 kW (177 PS) angeboten. Für die stärkeren Motorisierungen verbaute der Konstrukteur auch einen Allradantrieb.

Die Sportkombis der Baureihe Audi A4

Im Jahr 1997 wertete Audi die A4-Avant durch eine Sportversion mit tiefergelegtem Fahrwerk und optischen Veränderungen an der Karosserie auf, die als Audi S4 auf den Markt kam und in einer Kleinserie produziert wurde. Seit dem Jahr 2000 waren die nochmals leistungsgesteigerten RS-Versionen die Flaggschiffe der Baureihe, deren V8-Aggregate bei den Modellen des Jahrgangs 2012 bis zu 331 kW (450 PS) ablieferten.