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Audi A4 Limousine

Die ersten Limousinen der Baureihe Audi A4 laufen 1994 vom Band

Nach der Eingliederung der Marken Audi und NSU in den Verbund des Wolfsburger Volkswagen-Konzerns in den 1960er Jahren war einige Zeit unklar, welche Stellung Audi dort eigentlich einnehmen sollte. Spätestens seit dem Erfolg der Mitte der 1970er Jahre präsentierten VW Golf wurde dann die Richtung deutlich, in der sich der Ingolstädter Hersteller entwickeln sollte: Während sich das Mutterunternehmen auf die Kompaktklasse und auf im unteren Preissegment angesiedelte Mittelklassemodelle konzentrieren wollte, kam den Bayern eine neue Bedeutung als Anbieter von höherwertig ausgestatteten und mit stärkeren Motoren ausgerüsteten Modellen der Mittelklasse zu. Mit den Audi 80 und Audi 100 füllte das Unternehmen diese Rolle ab dem Beginn der 1970er Jahre aus und realisierte in diesen Reihen die höchsten Verkaufszahlen mit Limousinen, die in diesem Fahrzeugsegment die klassische Bauform darstellten. In dieser Tradition standen die ab dem Jahr 1994 als Nachfolger der Audi 80 präsentierten A4-Limousinen, die sich neben den Kombis der Baureihe zu den wichtigsten Volumenmodellen des Herstellers entwickelten.

Bis zum Jahr 2004 zeigen die Audi A4 Limousinen stilistische Kontinuität

Mit seiner breiten und langsam abfallenden C-Säule und der leicht angeschrägten Spoilerkante als Heckabschluss setzten sich die Audi A4 Limousinen bei ihrer Markteinführung im Jahr 1994 stilistisch deutlich von den Vorgängern der 1980er Jahre ab. Der Hintergrund: Mit der neuen Generation wollte der Hersteller deutlich machen, dass er die Zukunft der A4-Baureihe in einer sportlicheren Ausrichtung sah, die in den 1990er Jahren in der Mittelklasse noch ein Novum war. In der Frontansicht jedoch zeigte die neue Limousinen-Generation weiter das Audi 80-Gesicht, das durch einen schmalen und senkrecht gestellten Kühlergrill mit einem fast über die gesamte Breite des Fahrzeugs reichenden Lufteinlass dominiert wurde. Erst in der dritten Bauphase ab dem Jahr 2000 erhielten die Limousinen einen stärker modifizierten Auftritt. Der Heckabschluss wurde nun klassisch gestaltet, wirkte allerdings durch den integrierten breiten Stoßfänger und die voluminösen Rückleuchten insgesamt wuchtiger.

In Auftritt und Abmessungen nähern sich die A4-Limousinen den großen Audis an

Im Herbst 2004 kamen die ersten Limousinen der Baureihe Audi A4 auf den Markt, die das neue Markengesicht der Ingolstädter zeigten: Den mächtigen Single-Frame-Kühlergrill, der nun auch den Mittelklasse-Modellen der Bayern einen dynamischeren Auftritt verleihen sollte. Eine breite Frontschürze, asymmetrisch geformte Frontscheinwerfer und stufenförmig angelegte Rückleuchten kennzeichneten die Limousinen dieser bis 2007 laufenden Bauphase. Der Trend zu sportlicheren Formen setzte sich beim Ende 2007 vorgestellten Nachfolger eindrücklich fort. Die A4-Limousinen bekamen nun eine geteilte Frontschürze mit Spoilereinschnitt und eine über die gesamte Flankenbreite gezogene Lichtkante. Im Heck kehrte die bereits in der ersten A4-Generation verwendete Spoilerkante zurück, und die Heckleuchten reichten nun bis weit in den Kofferraumdeckel hinein. Aber auch in seinen Abmessungen veränderten sich die Limousinen der Audi-Mittelklasse signifikant. In der Länge legten sie im Vergleich zum direkten Vorgänger um über zehn Zentimeter auf jetzt 4,57 Meter zu. Der Radstand verlängerte sich von 2,65 auf 2,80 Meter und in der Breite wuchs die vierte A4-Generation um rund fünf Zentimeter auf fast 1,83 Meter. Damit näherten sich die Limousinen nicht nur optisch, sondern auch in den Dimensionen den Stufenheckmodellen der Audi A6 an.

Bereits zum Marktstart treten die Audi A4 Limousinen mit V6-Motoren an

Während die Konzernmutter VW für ihre Mittelklasse-Limousinen traditionell auf kleinere Motorisierungen gesetzt hatte, nutzte Audi seinen technischen Spielraum, um die Limousinen der Baureihe A4 von Anfang an höher zu positionieren. Zwar kamen in den Einstiegsmodellen auch kleine 1,6 Liter Benziner mit nur 74 kW (101 PS) zum Einsatz. Doch der Schwerpunkt lag bereits in den 1990er Jahren auf leistungsfähigeren Aggregaten mit Turboladern sowie V6-Antrieben. Insbesondere bei den gebrauchten Fahrzeugen erwies sich diese Strategie als richtig, denn durch die Auswahl an großen Motoren mit 2,4 bis 2,8 Litern Hubraum brachten die Limousinen Schwung in den Markt für gebrauchte Audis der Mittelklasse. Zumal seit dem Jahr 1997 auch Limousinen mit V6-Dieselmotoren zu haben waren, die mit Leistungswerten von bis zu 110 kW (150 PS) und niedrigerem Verbrauch punkten konnten. In aktuelleren Baujahren kamen die Selbstzünder mit 2,7 und 3,0 Liter Triebwerken mit bis zu 180 kW (245 PS) auf den Markt.

Die Sportlimousinen der Baureihe Audi A4 gibt es nur als Kleinserienmodelle

Eine Sonderrolle in der Baureihe der Audi A4 nahmen die im Jahr 1997 erstmals vorgestellten Sportlimousinen S4 ein, die mit ihrer dezenten Sportoptik und Leistungen von anfangs 195 kW (265 PS) das damalige Flaggschiff der Mittelklasselimousinen wurden. Auf dem Markt für Gebrauchtwagen blieben die Sportlimousinen dennoch rar. Der Grund: In den verschiedenen Generationen legte Audi seine sportlichen A4 Limousinen stets nur in Kleinserie auf. Dasselbe galt für den Audi RS4, der Ende der 1990er Jahre vorübergehend die Rolle als Spitzenmodell bei den A4 übernahm. In den Jahren von 2005 bis 2009 wurden die RS-Sportlimousinen erneut aufgelegt. Aus ihrem V8-Motor schöpften sie eine Leistung von 309 kW (420 PS) und waren damit die schnellsten Limousinen der Baureihe Audi A4.