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Stärken
  • Kräftige Motoren
  • Zügige Beschleunigung
  • Dynamisches Fahrverhalten
Schwächen
  • Teuer
  • Kaum Lenkgefühl
  • Wenig Platz

Kleiner & flinker Sport-SUV

Der City-SUV Audi SQ2 gibt sich als Produkt der Audi Tochtergesellschaft Audi Sport S- und RS-Modelle sportlich. Stadttauglich sind die klein gehaltenen Maße. Weniger tauglich, vor allem für Familien, sind die Platzverhältnisse im Inneren. Dafür bietet er Fahrern mit einer Vorliebe für kräftige Motoren sowie eine zielgenaue & flotte Fahrweise eine Nische – was eher ungewöhnlich für die Klasse der SUVs ist. Weiterlesen

Technische Daten

300 - 300 PS

Leistung

7 - 7.7 l/100 km

Verbrauch (komb.)

159 - 176 g CO2/km

CO2-Ausstoß (komb.)Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

250 - 250km/h

Höchstgeschwindigkeit

4.8 - 4.9s

von 0 auf 100 km/h

Technische Daten anzeigen

Audi SQ2 mit sportlicher Optik innen & außen

Im Jahr 2018 wurde der Audi SQ2 als Einstiegsmodell der S-Modelle, basierend auf dem kompakten SUV Audi Q2, erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Vergleich zum Audi Q2 ist der SQ2 wenige Millimeter tiefer mit einem optimierten, strafferen Fahrwerk. Mit 4,20 Metern Länge gehört er zu den Klein-SUVs des Segments und lässt sich dadurch gut durch die Stadt manövrieren. Sein stolzes Gewicht von 1.585 kg merkt man ihm kaum an. Mehr als zwei, wenn möglich nicht zu große Personen und viel Gepäck (Kofferraumvolumen 355 - 1.000 Liter) haben es kuschelig bei eher beengten Platzverhältnissen. Damit der äußere Auftritt sportlich wird, ist die Karosserie vorne mit einem Kühlergrill bestehend aus acht aufrechtstehenden Doppelstegen ausgestattet. Hinten fallen ein Dachkantenspoiler und ein Diffusoreinsatz mit vier Endrohren auf. Beleuchtet wird serienmäßig mit LED-Scheinwerfern. Der Blick von der Seite offenbart stark konturierte Aufsatzleisten in klassischer S-Optik. Den Käufern wird die Wahl zwischen 18- oder 19-Zoll-Reifen gelassen. Innen kommt das Sportliche durch Sportsitze sowie Sport-Multifunktionslenkrad zum Ausdruck. Für die Konnektivität und moderne Technik, teils durch teuren Aufpreis, ist auch gesorgt – u.a. mit Radio/CD-Farbdisplay, USB- & Bluetoothschnittstellen, Navi- sowie Sprachdialogsystem. Die Bedienung der technischen Ausstattung ist einfach umsetzbar.

Facelift bringt teilautonomes Fahren

Nachdem der Audi Q2 bereits ein Facelift erhalten hatte, war es beim SQ2 dann 2020 auch so weit. Äußerlich kam ein Schlitz zwischen Grill und Motorhaube, ähnlich wie beim Audi A1, hinzu und die Lichtsignatur der Scheinwerfer änderte sich. Für Matrix-LED-Scheinwerfer muss Aufpreis bezahlt werden. Zu den weiteren Veränderungen zählen die überarbeitete Schürze und neu gestaltete seitliche Lufteinlässe. Wo vor dem Facelift im Singleframe senkrechte Elemente waren, ist nun ein Wabengitter und der Rahmen sitzt niedriger. Insgesamt bewirkt das Facelift eine optische Auffrischung. Modernisiert hat Audi die Technik im Inneren mit optionalen Assistenzsystemen – diese sind teilautonom, so kann das Auto selbständig Beschleunigen, Bremsen und Lenken. Die weitere Innenraumausstattung hat sich hingegen kaum geändert, bis auf kleinere Materialwechsel. So sind die Türtafeln jetzt aus dem recyclebarem Polyester-Material Dinamica. Weitere sportliche Extras, wie ein digitales Cockpit mit Sportansicht sind wieder dazu buchbar, bleiben aber weiterhin aufpreispflichtig.

Unter der Haube leistet der Audi SQ2 TFSI quattro hervorragende Arbeit

Für einen guten Sprint und dynamisches Fahren im SQ2 sorgt der TFSI quattro. Quattro bezeichnet hierbei den Allradantrieb von Audi und der TFSI-Motor macht ihn zum Benziner mit Turbolader und Direkteinspritzung. Der Antriebsstrang ist dem Audi S3 bzw. VW Golf R entlehnt. Die Leistung von 221 kW (300 PS) beschleunigt das Auto in knapp unter 5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Abgeriegelt ist er bei einer maximalen Geschwindigkeit von 250 km/h. Geschaltet wird dabei mittels Siebengang-S-tronic (ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe). Der Verbrauch liegt bei 8,3 - 8,8 Litern/100 km Super bei CO2-Emissionen von 191 - 199 g/km. Die anfallende Abgasbehandlung entspricht der jeweils aktuellen Norm. Nach dem Facelift, welches keine Leistungssteigerung brachte, ist der Verbrauch leicht gesunken auf 8,3 - 8,5 Liter/100km Super, entsprechend 188 - 193 g/km CO2-Emissionen. Einzig die direkt übersetzte Progressivlenkung erfordert Übung für unsportliche Fahrer. Das wiederum gleicht die zuverlässig arbeitende Bremse aus. Serienmäßig kann mit Audi drive select zwischen fünf verschiedenen Fahrmodi gewählt werden, welche den Charakter des Antriebs verändern:

  • auto – für alltägliches Fahren.
  • comfort – für leichter gefedertes Fahren.
  • dynamic – für bissigeres Fahren.
  • efficiency – für im Freilauf rollendes Fahren.
  • individual – für Fahren mit eigenen Einstellungen.

Power-Kompakte im Vergleich

Kompakte SUVs mit der Kraft von Sportwagen sind voller Power und praktisch zugleich. Der Vergleich des Audi SQ2 mit dem BMW X2 M35i und dem Konzerngeschwister Cupra Ateca zeigt, wer die Tugenden am besten in sich vereint. Motorentechnisch leisten SQ2 und Ateca die gleichen Werte, der BMW ist mit 225 kW (306 PS) nur minimal stärker. Zusammen mit dem Drehmoment stellt dieser sich allerdings als der kräftigste, aber auch lauteste heraus. Trotz mehr PS, beschleunigt der BMW allerdings langsamer und verliert somit beim Schnellspurt auf 100 km/h, während der SQ2 gewinnt. Das schnelle Fahren kostet den SQ2 auch am wenigstens Sprit. Auf der Piste zählt allerdings Traktion und in dort schlägt sich der X2 besser, auch wenn das Fahren im Audi mehr Freude bereitet. Was dem SQ2 an Raumangebot fehlt, hat der Ateca, vor allem für den Kopf und die Beine, zu bieten. Im praktischen Bereich lassen sich die drei Kontrahenten schwer vergleichen, da jeder auf etwas anderes Wert zu legen scheint: Üppige Zuladung beim Ateca, intuitive Bedienung im BMW und hochwertige Verarbeitung im Audi. Fahrkomfort ist nicht die Stärke des SQ2, er wirkt eher hölzern, was an fehlenden elektronischen Dämpfern liegen könnte. Obwohl der SQ2 bereits teuer ist, vor allem mit zusätzlicher Ausstattung sowie Assistenzsystemen, ist er immer noch deutlich günstiger als der X2 M35i mit 55.300 Euro, welcher zusätzlich den größten Wertverlust aufweist. Die Grundpreise von 44.500 Euro für den SQ2 und dem des Cupra Ateca von 42.850 Euro nehmen sich nicht viel. Im Gesamtergebnis liegt der Audi SQ2 zwischen den beiden. Ohne den Preis wäre der BMW die bessere Wahl bei der Leistung, die geboten wird. Zusammen mit dem günstigeren Preis, spielt der Ateca allerdings seine praktischen Vorzüge aus.

Fazit

Als rundgeschliffenes sportliches Kraftpaket in SUV-Form gepackt, bedient der Audi SQ2 den Zeitgeist und verliert dadurch an Originalität. Er ist nicht allein in seiner vermeintlichen Nische und der Konkurrenzdruck von unten, durch Pioniere wie den Mini Country JCW oder dem günstigeren Nissan Juke Nismo ist groß. Audi hat es allerdings geschickt erreicht, dass Leistungswerte, die sonst bei eher größeren Konkurrenten wie dem Porsche Macan Turbo vorzufinden sind, in finanziell greifbare Nähe rücken.

Wann kommt der neue Audi SQ2?

Der Audi SQ2 nach dem Facelift konnte Ende 2020 bestellt werden und stand Anfang 2021 zu Preisen ab 45.700 Euro bei den Händlern.