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Austin Maestro

Technische Daten Austin Maestro

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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Der Austin Maestro - planlos um den Erfolg gebracht

Die 70er Jahre wurden für die britische Automobilindustrie zum folgenreichen Desaster. Nach der Konzentration im Staatskonzern British Leyland erhofften sich die Markenchefs der Konzernfirmen einen Neustart und die erfolgreiche Wiederbelebung der Autoindustrie. Neue Fahrzeugmodelle gingen in die Planung. Man wollte die alten Fehler vermeiden und orientierte sich an den Kundenwünschen des europäischen Automarktes. Als ein Modell mit einem inzwischen erfolgreichen Fahrzeugkonzept, der frontgetriebenen Schrägheck-Limousine, entstand bei Austin Rover der Austin Maestro. Die Neuentwicklung war als Zukunftsmodell gedacht und sollte das Konzernunternehmen Austin Rover Group nach dem Niedergang wieder zum Erfolg führen. 1983 startete der Verkauf des neuen Autos, von Anfang an war es für den Export in die Staaten der EU vorgesehen. Das Kompaktklasse-Fahrzeug wurde mit Otto-Motoren von 1,3 bis 2 Litern Hubraum und Leistungen von 48 bis 113 kW angeboten. Die verfügbaren Dieselmotoren bis 2 Liter Hubraum leisteten 46-60 kW. Als Besonderheit hatte der Maestro eine futuristische Innenausstattung, die beispielsweise aus einem Bordcomputer und digitalen Instrumenten und Anzeigen bestand.

Konkurrenz im eigenen Stall

Ein gewisse Planlosigkeit war eine der Ursachen, dass die britische Automobilindustrie von einer Krise in die andere rutschte. Die Modellpolitik bei Austin Rover ist dafür ein Beispiel. Denn obwohl sich der Austin Maestro gerade zaghaft auf dem internationalen Markt und da vor allem in Europa etablieren konnte, erschien schon ein Jahr nach dem Produktstart des Maestro der Austin Montego, ebenfalls eine Schrägheck-Limousine und dazu noch auf der technischen Plattform des Austin Maestro. Unter solchen Voraussetzungen war an einen bedeutenden Markterfolg des Maestro nur noch schwer zu denken. Tatsächlich begann die Austin Rover Group schon im Folgejahr, den Maestro "abzurüsten" - die Digitaltechnik des Armaturenbrettes verschwand und wurde durch konventionelle Instrumente ersetzt. Dafür entstand eine neue Modell-Variante, ein Stadt-Lieferwagen, der die Plattform des Maestro nutzte.

Das Aus kam mit dem Verkauf von Austin Rover

Anfang 1985 stellte MG, ebenfalls ein Konzernunternehmen von British Leyland, noch eine sportliche Variante des Maestro vor. Doch der Niedergang der britischen Autoindustrie war nicht aufzuhalten und riss nach und nach alle Marken der British Leyland mit. 1994 war dann endgültig Schluss: Der Austin Maestro und das parallel angebotene Modell des Austin Montego verschwanden vom Markt, als BMW die Austin Rover Group übernahm. Einige hundert Exemplare des Maestro wurden noch aus vorhandenen Bauteilen in Bulgarien zusammengebaut. Heute noch ist eine besonders "delikate" Variante des Austin Maestro in China im Bau - ein Maestro mit der Frontpartie des Montego.