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Changhe

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Über italienische Lizenzfertiger kommen Changhe Modelle auch nach Europa

Ein riesiger Markt mit Zukunftsperspektive, ein enormer Nachholbedarf im Individualverkehr und hilfreiche staatliche Rahmenbedingungen für Investoren, für die etablierten Fahrzeughersteller in den USA, Europa und Asien bot die Öffnung Chinas für ausländisches Kapital Absatzchancen in einer Größenordnung, die in den weitgehend gesättigten Heimatmärkten längst der Vergangenheit angehörten. Beinahe alle großen Autokonzerne bauten im Reich der Mitte inzwischen eigene Fertigungsstätten mit Beteiligung chinesischer Partner auf. Und die Chinesen nutzten ihrerseits den Technologietransfer, um die Fahrzeugentwicklung in neu gegründeten oder bestehenden nationalen Unternehmen voranzutreiben. Ein Beispiel dafür war die staatseigene Firma Changhe, deren Vorläufer sich bereits in den 70er Jahren zu einem der größten Nutzfahrzeugproduzenten des Landes entwickelt hatte. Neben der Fertigung von Bussen, Lkw und Agrarmaschinen schuf sich Changhe mit dem Bau von Kleinwagen und Minivans ein zweites Standbein. In den aktuelleren Baujahren kamen einige dieser Modelle durch Lizenzfertigungen oder Exporte über den italienischen Partner Martin Motors auch nach Westeuropa. Darüber hinaus war Changhe mit seinen Modellen unter dem eigenen Markenzeichen in einigen Schwellenländern präsent.

Beim Pkw-Bau kooperiert Changhe mit dem japanischen Hersteller Suzuki

Tatsächlich gehörte Changhe mit zu den ersten chinesischen Fahrzeugkonstrukteuren, die ihre Pkw-Fertigung mit Hilfe eines Joint Ventures mit einem ausländischen Hersteller aufbauten. Denn lange bevor US-Konzerne und europäische Unternehmen im großen Stil in China investierten, vereinbarte der japanische Hersteller Suzuki bereits eine Kooperation mit Changhe. Im Rahmen dieser Kooperation liefen bei Changhe seit Beginn der 1980er kleine Lieferwagen und Minivans vom Band. Kurz nach der Wende zum neuen Jahrtausend nutzten die Chinesen Technik von Suzuki, um eigene Baureihen für Kleinstwagen aufzulegen. Außerdem produzierte Changhe für den chinesischen Markt Limousinen der Kleinwagenklasse als Lizenzfertigungen von Suzuki. Besonderheit der Einstiegsmodelle von Changhe: Sie basierten zwar auf Plattformen der Japaner, erhielten jedoch ein neues Design und sollten so den Anspruch des chinesischen Partners unterstreichen, künftig als Pkw-Hersteller mit selbst entwickelten Modellen ein eigenständigeres Profil zu entwickeln.

Das Design für den Kleinstwagen Changhe Ideal stammt von Bertone

Insbesondere die koreanischen Autohersteller hatten es zuvor geschafft, ihren Modellen durch die Zusammenarbeit mit berühmten italienischen Designern ein anspruchsvolleres Image zu geben und so Anschluss an westliche Standards gefunden. Diesem Beispiel folgte Changhe bei der Konzeption seines ersten Kleinstwagens, der im Jahr 2003 unter dem Namen Ideal in China in den Handel kam und seither in mehreren Generationen gefertigt wurde. Die Pläne für die Karosserie stammten vom Konstruktionsbüro Bertone in Turin. Dessen Automobildesigner legten zwar keinen revolutionären Entwurf vor, doch sie gaben dem Ideal eine Gestalt, mit der sich der Fünftürer in seiner Klasse und im Vergleich mit Modellen der Konkurrenz durchaus sehen lassen konnte.

Als Martin Ideal wird der Kleinstwagen von Changhe auch in Italien gefertigt

Klassentypisch waren auch die Abmessungen von knapp 3,56 Meter Länge und 1,60 Meter in der Breite. Die Karosserie orientierte sich im Stil an den Minivans und nutzte mit ihrer Höhe von rund 1,67 Metern sowie durch das würfelförmig angelegte Heck den Raum des City Cars möglichst optimal aus. Als Motorisierungen setzte Changhe je nach Bauphase Benziner in den Hubraumklassen von 1,0 bis 1,3 Liter ein. Im Spitzenmodell arbeitete ein 1,4 Liter Vierzylinder von Suzuki, der dem Einstiegsmodell von Changhe eine Leistung von bis zu 67 kW (91 PS) zur Verfügung stellen konnte. Als Neuwagen und Gebrauchtwagen war die kleine Limousine von Changhe zeitweise auch in Europa zu haben. Dort wurde sie beim italienischen Lizenzpartner aus von den Chinesen zugelieferten Bauteilen montiert und unter der Bezeichnung Martin Ideal 1000 mit der 1,0 Liter Motorisierung angeboten.

In der Kleinwagenklasse ist Changhe mit dem Liana vertreten

Ausschließlich für den chinesischen Markt bestimmt war hingegen der bei Changhe gebaute Kleinwagen der Baureihe Liana, den die Asiaten im Jahr 2001 als Lizenzmodell von Suzuki in ihr Programm aufnahmen. Der bis 4,35 Meter lange und knapp 1,70 Meter breite Liana lief in den Werken von Changhe in zwei Karosserieversionen als klassische Stufenhecklimousine mit vier Türen sowie als fünftürige Schräghecklimousine vom Band. Im Jahr 2010 führte Changhe eine überarbeitete Version der Fünftürer in China ein, die in zwei Motorisierungen mit 1,4 und 1,6 Liter Vierzylindern gefertigt wurden. In Europa war der Liana zwar bis zum Jahr 2007 ebenfalls zu haben. Doch stammten die hier verkauften Modelle von Suzuki und trugen entsprechend das Label der japanischen Marke.

Minivans und Kleinlieferwagen aus der Kooperation von Changhe und Suzuki

Zu den am längsten produzierten Fahrzeugen aus der Kooperation von Changhe und Suzuki gehörten die auf Basis des Carry gebauten Modelle. Wie der japanische Hersteller produzierte Changhe den Carry in mehreren Karosserievarianten als Minivan mit Platz für bis zu sechs Personen sowie als Kleinlieferwagen mit geschlossenem Kastenaufbau. Darüber hinaus kamen von Changhe Carry-Versionen mit Pritschenaufbauten, Pick-ups oder Carry Kipper. Unter der Typenbezeichnung ST41 fertigten die Chinesen außerdem Kleinbusse, die mit einem Allradantrieb ausgestattet waren und die zu den wenigen Minivans mit dieser Antriebsoption gehörten. In China war Changhe überdies mit Nachbauten des Wagon R und des Landy von Suzuki präsent. Die Minivans kamen dort unter verschiedenen Bezeichnungen mit dem Logo des japanischen Lizenzgebers oder mit dem Markenzeichen von Changhe auf den Markt.

Mikrovans von Changhe sind in Europa als Neu- und Gebrauchtwagen zu finden

Ähnlich wie bei ihren Modellen der Kleinstwagenklasse bemühten sich die Chinesen auch bei den kleinen Vans um eine größere Unabhängigkeit vom Lizenzpartner Suzuki. Das sollten die Vans der Baureihe CH 6390 dokumentieren, die Changhe im Jahr 2006 auf seinem Heimatmarkt einführte. Das Konzept orientierte sich am Kleinbus der Serie Carry, doch ließ Changhe für den Van innerhalb seiner CH-Baureihen einen eigenen Karosserieentwurf realisieren. Die Modelle waren die ersten Minivans, die Changhe kurz nach Aufnahme ihrer Produktion in China offiziell nach Europa exportierte. Auf dem Markt für Gebrauchtwagen tauchten die Fahrzeuge später unter dem Namen Changhe Freedom in einer Lieferwagenvariante sowie als Kleinbus unter dem Namen Coolcar auf. Besonderheit beim Coolcar: Die gut 3,85 Meter langen 6-Sitzer mit einem bis zu 1200 Liter fassenden Laderaum wurden in Europa vom Changhe-Partner Martin Motors in Italien vermarktet. Verfügbar waren die Minivans mit einem 1,4 Liter Benziner des Herstellers Suzuki, der eine Leistung von 70 kW (95 PS) ablieferte.