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Opel Cabrio

Große Cabrio-Limousinen gehörten bei Opel bis in die 1950er Jahre zum Programm

In den Frühzeiten des Automobilbaus waren die offenen Bauformen mit imprägniertem Stoffverdeck bei sportlichen Zweisitzern fast genauso verbreitet wie bei großen Fahrzeugen, die als Limousinen mit fester Dachkonstruktion und einem mobilen Rolldach gefertigt wurden. Der Hersteller Opel hatte mit dem Olympia in den 1930 Jahren einen typischen Vertreter dieser zwischen Limousine und Cabriolet ansiedelten Bauform im Programm, die noch bis Ende der 1950er Jahre in Rüsselsheim und anderen Standorten der Opelaner realisiert wurde. Vor dem zweiten Weltkrieg gab es zudem ein echtes Opel-Cabrio, das von den Limousinen der Baureihe Kapitän abgeleitet war und in der Luxusklasse antrat. Während andere deutsche Konstrukteure in den Nachkriegsjahren bereits auf Sportcabrios zu setzen begannen, zog sich Opel zunächst ganz aus der Cabrio-Fertigung zurück.

Opel Cabrios sind auf dem Markt für Gebrauchtwagen eher unterbewertet

Erst ab den 1970er Jahren brachte die deutsche Tochter des amerikanischen Autokonzerns General Motors (GM) dann wieder offene Modelle der Kompaktklasse sowie sportliche Zweisitzer als Roadster in den Handel. In den aktuelleren Baujahren war der Hersteller mit einer eigenen Cabrio-Baureihe präsent, die als Opel Cascada einen Neubeginn beim Cabrio-Bau markierte. Da die früher bei externen Zulieferern gebauten Opel Cabrios nie in großen Stückzahlen produziert wurden, sind sie auf dem Markt für Gebrauchtwagen als Youngtimer oder in den älteren Jahrgängen als Classic Cars eher selten zu sehen. Und da gebrauchte Opel Cabrios gegenüber den offenen Modellen anderer Hersteller generell weniger gesucht sind, liegt das Preisniveau oft selbst bei gut erhaltenen Exemplaren unter dem Durchschnitt. Ideal also für Einsteiger und Cabrio-Liebhaber, denen es auf Markenprestige weniger ankommt.

Die Opel Cabrios der Baureihe Kadett entstehen in Kleinserien

Bevor die Rüsselsheimer auf Grundlage ihrer Kompaktmodelle in der Baureihe Kadett Ende der 1980er Jahre eine größere Cabrio-Serie auflegten, ließen sie beim Stuttgarter Karosseriehersteller Baur auf Basis des Kadett C in den Jahren von 1976 bis 1978 Umbauten der Kadett-Zweitürer fertigen, die unter dem Beinamen Aero in den Handel kamen. Das mit Targa-Dach konstruierte Opel Cabrio war mit einem herausnehmbaren Mitteldach und einem faltbaren Heckdachteil ausstattet, während die verstärkte B-Säule als Überrollschutz erhalten blieb. Da der Kadett Aero nur knapp zwei Jahre im Programm blieb und in einer Auflage von nicht einmal 1500 Fahrzeugen entstand, gehört dieser Opel zu den seltensten Cabrios des Herstellers und ist auf dem Markt für Gebrauchtwagen entsprechend rar. Gleiches gilt für die Gebrauchten der Cabriolet-Baureihe auf Basis des Kadett E, die ab 1987 beim italienischen Karosseriebauer Bertone entstanden, der auch das Design der wiederum mit Überrollbügel gebauten offenen Versionen übernahm. Als Gebrauchter wird der von 1984 bis 1993 gefertigte Bertone-Kadett in zwei Motorisierungsversionen mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum angeboten.

Klassische Cabriolets und Coupé-Cabrios der Baureihen Opel Astra und Cascada

Nach der Umstellung der Kompakt-Baureihe auf den Astra setzte Opel seine Kooperation mit Bertone fort und stellte im Jahr 1993 eine neue Generation von Opel Cabrios vor. Für die bis ins Jahr 2000 gebauten offenen Versionen realisierten die Italiener nun erstmals eine klassische Cabrio-Konstruktion, bei der verstärkte Tür- und Fensterholme den Einbau eines Überrollbügels überflüssig machten. Als Gebrauchtwagen werden die Cabrios dieser Bauphase in Motorisierungen mit 55 kW (75 PS) und 85 kW (116 PS) angeboten. Seltener sind die Opel Astra Cabriolets Spitzenmodelle mit 110 kW (150 PS). Im Zeitraum von 2001 bis 2005 liefen die Cabrios von Opel auf Grundlage des Astra G in Italien vom Band. Neu ins Motorenprogramm kam ein 2,2 Liter Diesel, der den Benzinern in den Hubraumklasse von 1,6 bis 2,0 Litern an die Seite gestellt wurde. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind insbesondere die Sondermodelle der Reihe Linea Rossa oder Daytona begehrt, die über eine hochwertigere Ausstattung verfügen als die herkömmlichen Opel Cabrios der Baureihe Astra G. Mit dem Übergang zur H-Generation des Astra stellte Opel sein Cabrio-Konzept um und präsentierte in den Baujahren von 2006 bis 2010 erstmals ein TwinTop genanntes Stahldach-Cabrio. Mit dem Cascada kehrt Opel dann im Jahr 2013 zum klassischen Stoffdach-Cabrio zurück und wertete seine offenen Versionen nun in einer eigenen Baureihe auf.

Opel Cabrios der Baureihen Tigra und GT

Nachdem Opel Mitte der 1990er Jahre ein zweisitziges Coupé unter dem Namen Tigra ins Programm genommen hatte, nutzte der Hersteller den Namen ab 2004 für einen Zweisitzer, der als Stahldach-Cabrio konstruiert war und als Roadster vermarktet wurde. Das kleine Opel Cabrio lief als Tigra TwinTop bis 2009 beim französischen Karosserie- und Fahrzeugbauer Heuliez vom Band. Das Tigra-Cabrio gibt es als Gebrauchtwagen in unterschiedlichen Motorisierungen als Benziner mit 1,4 bis 1,8 Litern Hubraum sowie mit einem 1,3 Liter CDTI-Motor in der Leistungsklasse von 51 kW (70 PS). Im Zeitraum von 2007 bis 2009 boten die Rüsselsheimer zudem den Roadster Opel GT an, dessen Name an die Coupés der 1960er/70er Jahre erinnern sollte. Besonderheit dieses Opel Cabrios: Die mit Stoffdach ausgestatteten Zweisitzer kamen von der Konzernmutter GM und wurden in den USA für den europäischen Markt gebaut. Mit kaum 7500 produzierten Einheiten gehört das offene GT-Modell zu den seltensten Opel Cabrios der jüngeren Baujahre und ist als Gebrauchtwagen in Deutschland nur selten zu finden.

Der Speedster ist das schnellste Opel Cabrio

Als Gebrauchte noch rarer sind die von 2000 bis 2005 in Großbritannien gefertigten Opel Speedster, die bei der ehemaligen GM-Tochter Lotus hergestellt wurden und auf dem europäischen Festland unter dem Opel-Logo vermarktet wurden. Der Speedster der britischen Roadsterschmiede lehnte sich im Design eng an das Schwestermodell Lotus Elise an und war das schnellste Cabrio in der Geschichte von Opel. Angeboten wurde der puristisch ausgestattete Roadster in der Einstiegsversion mit einem von Opel zugelieferten Ecotec-Benziner mit 2,2 Litern Hubraum, der eine Leistung von bis zu 108 kW (147 PS) mobilisieren konnte. Als Gebrauchtwagen besonders gesucht sind die Spitzenmodelle mit 2,0 Liter Turbomotoren, die dem Opel Cabrio aus englischer Produktion eine Leistung von 147 kW (200 PS) zur Verfügung stellen konnten. Dank eines Gewichts von nur knapp einer Tonne konnte der aus Leichtbaumaterialien gefertigte Opel Speedster damit in knapp unter fünf Sekunden aus dem Stand zur Marke von 100 Stundenkilometern gelangen. Mit dem Ecotec-Aggregat benötigte das schnellste Cabrio der Opel-Geschichte immerhin gut eine Sekunde länger.