Carrera GT "Refurbished": Porsche überarbeitet erneut Kundenfahrzeug

Unter den Porsche-Sammlerstücken gibt es viele Ikonen. Doch manche Fahrzeuge stechen selbst in diesem Umfeld noch hervor. Dazu gehört nun ein gut zwanzig Jahre alter Carrera GT, der in neuem, spektakulärem Glanz erstrahlt. Im Auftrag von Victor Gómez, einem Porsche-Enthusiasten aus Puerto Rico, hat die Porsche-Manufaktur in Zuffenhausen das rare Exemplar im Rahmen eines sogenannten Factory Re-Commission technisch auf Neuwagenniveau gebracht und zugleich als Hommage an die eigene Rennsportgeschichte neu inszeniert.
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Sorgfältig geprüft und aufgemöbelt
Der 450 kW/612 PS starke V10-Motor wurde komplett überholt, jedes Bauteil sorgfältig geprüft, überarbeitet oder ersetzt. Anschließend erhielt die ehemals silberne Karosserie eine frische Lackierung im sogenannten Salzburg-Design. Dieses rot-weiße Farbkleid trug der 1970 von Hans Herrmann und Richard Attwood zum ersten Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans pilotierte 917 K, der als Meilenstein in der Motorsportgeschichte gilt. Als Referenz trägt der Gómez-GT auch seine die Startnummer 23 auf Türen, Fronthaube und Heck.
Der Innenraum wurde ebenfalls aufwendig überarbeitet. Rotes Alcantara, Sichtcarbon und handverlesene Details schaffen ein Ambiente, das sowohl modern als auch motorsportlich geprägt ist. Das Factory Re-Commission ist Teil des Sonderwunsch-Programms von Porsche. Es richtet sich an Kunden, die ihr Fahrzeug auf Werksniveau restaurieren und individuell gestalten lassen möchten. Am Ende dieses Prozesses steht ein Automobil im Zustand eines Neufahrzeugs. Erst kürzlich stellten die Stuttgarter aus dem gleichen Programm einen Cayenne GTS der Baureihe 957 vor.
Vom Carrera GT wurden nur 1.270 Exemplare gebaut. Während gut erhaltene Fahrzeuge des einst rund 450.000 Euro teuren Roadsters heute für bis zu zwei Millionen Euro gehandelt werden, dürfte die Version von Victor Gómez deutlich darüber liegen. (Text: mh/sp-x | Bilder: Hersteller)
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