Gebrauchter Audi Q7 e-tron 3.0 TDI quattro im Jahreswagenzustand

Audi Q7 mit Diesel-Hybrid sind eine Seltenheit auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Hohe Preise und der Dieselgate-Skandal erschwerten einst den Absatz des Teilzeitstromers. Heute sind die wenigen verfügbaren Exemplare kaum teurer als normale Diesel. Eine Ausnahme ist dieser Q7 e-tron 3.0 TDI mit 24.081 km.

Als Audi noch getreu dem eigenen Motto „Vorsprung durch Technik“ neue Autos entwickelte, brachte man 2016 einen für diese Zeit durchaus innovativen Diesel-Plug-in-Hybrid auf den Markt. 373 PS Systemleistung, bis zu 700 Nm Drehmoment und eine rein elektrische Reichweite von bis zu 56 Kilometern (damals noch nach NEFZ) waren durchaus ordentlich. War die 17,3-kWh-Batterie in der ehemaligen Ersatzradmulde leergezogen, sollte der 3.0 TDI unter der Motorhaube auf längeren Etappen effizient weiternageln.

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Hoher Preis, geringe Nachfrage: Warum der Q7 e-tron 3.0 TDI quattro selten blieb

Wie viele Plug-in-Hybrid-Diesel in der kurzen Bauzeit zwischen März 2016 und Mai 2018 tatsächlich verkauft wurden, ist nicht überliefert. Angesichts eines Basispreises von anfangs 80.500 Euro ist es allerdings nachvollziehbar, dass sich die meisten Kunden eher für den normalen Sechszylinder-Diesel entschieden haben, der selbst in der stärksten Ausbaustufe mit 272 PS knapp 19.000 Euro (!) günstiger war. Zudem nahm der Diesel-Abgasskandal während der Markteinführung des Audi Q7 e-tron 3.0 TDI quattro weiter an Fahrt auf, was den Verkaufserfolg wohl ebenfalls nicht begünstigte.

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Diesel-Hybrid-Q7 im Jahreswagenzustand

Heute ist vom einstigen Preisunterschied kaum noch etwas übrig. Die wenigen verfügbaren Audi Q7 e-tron 3.0 TDI quattro kosten gebraucht meist nur wenig mehr als vergleichbare Fahrzeuge ohne Steckerantrieb. Doch es gibt Ausnahmen, wie dieses Angebot eines Hybrid-Q7 mit Erstzulassung im Juli 2016 zeigt. Gerade einmal 24.081 Kilometer hat das SUV in knapp neun Jahren abgespult, dementsprechend gut ist sein Zustand. Zudem will der große Audi durch seine umfangreiche Ausstattung überzeugen. Der ursprüngliche Neuwagenpreis soll bei 114.044 Euro gelegen haben.

Am Ende stellt sich nur eine Frage: Was hat sein Erstbesitzer in den letzten Jahren mit diesem Auto gemacht? Ein Diesel, und noch dazu mit teurer Batterietechnik, scheint sich bei dieser geringen Laufleistung kaum gelohnt zu haben. (Text: tv | Bilder: AutoScout24/Reinhardt Automobile GmbH)

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Thomas Vogelhuber

Thomas Vogelhuber ist seit März 2019 Chefredakteur des AutoScout24 Magazins und verantwortet die inhaltliche sowie strategische Ausrichtung der Redaktion einschließlich der Weiterentwicklung aller Content-Formate, insbesondere im Bereich Video. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Automobiljournalismus und beschäftigt sich mit aktuellen Mobilitätstrends, neuen Antriebstechnologien sowie der Entwicklung des Automobilmarktes. Privat fährt er eine Mercedes-Benz S-Klasse S 450 4Matic W221.

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