Hyundai Staria Elektro (2026): Wenn der Antrieb zur Optik findet

Trotz futuristischer Optik war der Hyundai Staria bislang nur mit vergleichbar konventionellen Antrieben zu haben. Das ändert sich jetzt. Nach Diesel und Plug-in Hybrid folgt die Elektrovariante mit 800-Volt-Technik.

Hyundai bringt den Staria auch als reines Elektroauto auf den Markt. Premiere feierte die emissionsfreie Variante des Sieben- bis Neunsitzer nun auf der Motor Show in Brüssel, der Verkaufsstart soll in der ersten Jahreshälfte erfolgen.

Technisch setzt Hyundai wie bei seinen anderen großen E-Modellen auf 800-Volt-Batterietechnik. Unter optimalen Bedingungen soll der Akku am Gleichstrom-Schnelllader in rund 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen sein, Wechselstrom-Laden ist mit einem 11 kW möglich. Die Batterie hat eine Kapazität von 84 kWh, als Reichweite nennt der Hersteller rund 400 Kilometer. Angetrieben wird der Staria Elektro von einem 160 kW/218 PS starken Elektromotor an der Vorderachse, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 184 km/h.

Im Dienste der Familie mit 2.000 kg Anhängelast

Hyundai positioniert den Staria Elektro als Familien- und Freizeitfahrzeug ebenso wie für Shuttle-Dienste und gewerbliche Nutzung. Dazu passt auch die Anhängelast von bis zu 2.000 Kilogramm. Zudem ist eine Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) für die Stromversorgung externer Geräte innen und außen vorgesehen. Anschließen lassen sich etwa Werkzeuge, Camping- oder Freizeitgeräte.

Beim Innenraum setzt Hyundai auf das aus den anderen Antriebsvarianten des 5,26 Meter langen Staria bekannte Konzept mit flachem Boden und loungeartigem Charakter. Zum Marktstart sind zwei Bestuhlungsvarianten mit neun, beziehungsweise sieben Sitzen angekündigt. Möglicherweise wird das Angebot später ergänzt – in den Verbrennervarianten gibt es weitere Ausführungen mit bis zu elf Plätzen.

Preislich über dem Verbrenner

Preise nennt Hyundai noch nicht. Bislang startet die Großraumlimousine in der in Deutschland aktuell einzig angebotenen Variante mit Vollhybrid bei knapp 50.000 Euro. Die E-Ausführung dürfte darüber liegen. Zu ihren Wettbewerbern zählen unter anderem der Opel Zafira, VW ID. Buzz, Ford Transit Custom und die kurz vor dem Modellwechsel stehende Mercedes V-Klasse. Im eigenen Haus kommt zudem der Kia PV5 dazu. (Text: hh/sp-x | Bilder: Hersteller)

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