Kia PV5 Passenger (2027): Großes Stühlerücken! Jetzt auch als 6- und 7-Sitzer.

Wer an elektrische Großraum-Vans denkt, hatte bisher meist den VW ID. Buzz oder teure Premium-Alternativen auf dem Schirm. Doch Kia mischt den Markt der sogenannten „Platform Beyond Vehicles“ (PBV) gerade mächtig auf. Nach dem erfolgreichen Start des PV5 Passenger legen die Koreaner nun nach und erweitern ihre Bulli-Alternative endlich um die lang ersehnten 6- und 7-Sitzer-Konfigurationen.
Die neuen Sitzlayouts: Platzwunder für Familie und Business
Denn bisher rollte der spacige Kia PV5 Passenger zum Leidwesen vieler Familienväter und Soccer-Moms ausschließlich als klassischer Fünfsitzer vom Band. Nun bringt Kia endlich richtige Variabilität in den Bus. Besonders spannend ist der neue 7-Sitzer, der auf ein cleveres 2-2-3-Layout setzt. Heißt im Klartext: In der Mitte gibt es eine komfortable Bank für zwei Personen, während im Fond eine Dreier-Sitzbank wartet. Der Einstieg gelingt dank der großen Schiebetüren, der nach links zentrierten zweiten Reihe und einer sehr niedrigen Einstiegshöhe auch Oma und Opa kinderleicht.
Oft vergessenes Thema bei voller Bestuhlung: das Kofferraumvolumen. Doch auch das kann sich sehen lassen: Selbst wenn alle sieben Plätze belegt sind, bleiben hinter der dritten Reihe noch 318 Liter Gepäckraum übrig. Klappt man die hinterste Bank um, wächst das Ladevolumen im Handumdrehen auf stolze 785 Liter.
Spannend: Der Sechssitzer kommt mit einer 1-2-3-Anordnung und richtet sich dadurch in erster Linie an Taxi-Unternehmen oder anderen gewerblichen Personentransport.
Bessere Bus-Ausstattung: Eine Armlehne für echtes Bulli-Feeling
Parallel zu den neuen Sitzkonfigurationen spendiert Kia dem PV5 Passenger weitere kleine Updates für das Modelljahr 2027. Dazu gehört eine höhenverstellbare Armlehne für den Fahrer. Was nacht nicht viel Innovation klingt, ist für den Bulli-Fan ein echtes Must-have und zeigt, in welchem Revier Kia künftig kräftig wildern möchte.
Im Cockpit selbst blickt der Fahrer auf eine modern strukturierte Schaltzentrale, bestehend aus einem 12,9-Zoll-Infotainment und einem 7,5-Zoll-Digitaltacho. Das System basiert auf Android Automotive OS (AAOS) und bietet über den bordeigenen Pleos-App-Markt Zugriff auf zahlreiche nützliche Drittanbieter-Apps.
Antrieb & Akku: Bald mit 22 kW AC-Laden
Unter der kantig-futuristischen Hülle steckt natürlich auch in den neuen Varianten Kias E-GMP.S-Plattform. Das Frontantriebs-Layout leistet weiterhin je nach Ausführung bis zu 163 PS (120 kW) und bleibt mit seinem erstaunlich agilen Wendekreis von nur 11 Metern ein echter Segen im dichten Stadtverkehr.
Die Reichweiten der aktuellen fünfsitzigen deutschen Varianten liegen laut Kia bei bis zu 295 Kilometern mit kleiner Batterie(51,5 kWh) und bis zu 412 Kilometern mit der 71,2 kWh großen Batterie. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt jeweils 135 km/h. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 12,8 Sekunden beziehungsweise 10,6 Sekunden.
Beim Laden gibt es künftig ein Update, denn in Kürze wird ein 22 kW-AC-Ladegerät verfügbar sein, was vor allem im städtischen Verkehr ein sehr komfortables Upgrade ist. Beim Schnellladen ändert sich hingegen nichts, hier ziehen auch die mehrsitzigen PV5 den Strom weiterhin mit bis zu 150 kW, womit der Akku in glatten 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent gepusht ist.
Preise und Marktstart
Mit den neuen Sitzlayouts und der gehobenen Ausstattung wildert Kia ganz ungeniert im Revier des VW ID. Buzz schlägt diesen beim Preis aber um Längen. Denn die Preise starten bei 38.390 Euro für den Fünfsitzer und 40.190 Euro für den Siebensitzer, jeweils in der Ausstattungslinie Essential und mit 51,5-kWh-Akku. Der Aufpreis für den 71,2 kWh-Akku beträgt jeweils 4.000 Euro. (Text: an | Bilder: Kia)
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