Umweltbonus: Ende der E-Auto-Förderung

Die Kaufpreise für Elektroautos sind weiterhin hoch. Der Umweltbonus sollte die Aufwendungen für die Käufer reduzieren, den Absatz bei den Herstellern ankurbeln. Damit ist jetzt Schluss: Die Bundesregierung hat beschlossen, dass die Förderung bereits zum 17.12.2024 ausläuft.

  • Förderung ursprünglich noch bis Ende 2024
  • Vorzeitiger Förderstopp zum Ende des 17.12.2023
  • ADAC sieht unabsehbare Folgen für den E-Auto-Markt

Die Sache schien eigentlich klar: Noch bis zum 31.12.2024 sollte es den Umweltbonus auf reine Elektro- und Wasserstoffautos geben. Doch damit ist nun erst einmal Schluss. Bereits mit Ablauf des 17.12.2023 sind keine neuen Anträge für die E-Auto-Förderung mehr möglich. Das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium kassierte die Bafa-Prämie kurzfristig im Zusammenhang mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im November, wonach der zweite Nachtragshaushalt 2021 für verfassungswidrig und damit für nichtig erklärt wurde. Nachfolgend musste durch die Bundesregierung ein 17 Milliarden Euro großes Loch im Etat geschlossen werden – jetzt also auch mit den Fördergeldern für Elektroautos.

Nicht betroffen vom Ende des Umweltbonus sind Anträge, die bis einschließlich 17.12.2023 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gestellt werden. Sie werden wie gehabt in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet.

Leer gehen alle aus, die ihr neues Elektrofahrzeug noch nicht erhalten und zugelassen haben. Denn beide Punkte werden vorausgesetzt, damit man als E-Auto-Käufer überhaupt einen Bafa-Antrag stellen kann. Unklar ist auch, wie die Hersteller mit der neuen Gemengelage umgehen. Zuletzt garantierten immer mehr Autobauer den vollen Umweltbonus, auch über das Jahr 2023 hinaus. Bis zum November rechnete man allerdings noch damit, dass der Staat ab Januar 2024 (wie geplant) in geringerem Maße weiter fördert.

Für den ADAC kommt das Förderende zu früh

Der ADAC geht in einer ersten Stellungnahme davon aus, dass das Förderende zu früh kommt. Es seien zu wenige E-Fahrzeuge für unter 30.000 Euro verfügbar. Man hoffe nun auf einen verschärften Wettbewerb, damit die Preise sinken. Eine ADAC-Sprecherin äußerte sich entsprechend: "Hersteller müssen zusätzlich das Angebot an günstigeren Fahrzeugen erhöhen".

Der ADAC kritisiert zudem das Verfahren, wonach die Förderzusage erst bei der Zulassung eines E-Autos erteilt wird, statt beim Kauf. Für Verbraucher, die bereits ein Elektrofahrzeug bestellt haben, es aber bis zum Stichtag am 17.12.2023 noch nicht zulassen konnten, bedeutet das höchstwahrscheinlich, dass sie keine Förderung mehr erhalten. Die meisten Käufer haben allerdings fest mit dem Umweltbonus gerechnet. Das gilt auch für Leasingnehmer, die für ihr E-Fahrzeug eine Anzahlung in Höhe des Umweltbonus geleistet haben, in der Zusicherung, die Bafa würde den entsprechenden Betrag nach der Zulassung wieder erstatten. (Text: tv | Quelle: ADAC)

Artikel teilen

Entdecke jetzt aktuelle Angebote auf AutoScout24

Alle Artikel

Alle ansehen
2026 Mercedes-Benz C-Klasse Mopf 1

Mercedes-Benz C-Klasse Facelift (2026): Noch mehr Stern-Design, Euro-7-Motoren und 100 km E-Reichweite

Kurz nach dem Start der neuen elektrischen C-Klasse überarbeitet Mercedes auch die konventionelle C-Klasse. Limousine und T-Modell erhalten eine Modellpflege mit modernisierter Front, mehr Digitaltechnik, erweiterten Assistenzsystemen und EU7-sauberen Benzinern und Dieseln.

Mehr lesen
Mercedes-Benz C-Klasse Facelift (2026): Noch mehr Stern-Design, Euro-7-Motoren und 100 km E-Reichweite
Porsche Macan Electric 2026 1

Porsche Macan Electric (2026): Rabatt-Aktion durch die Hintertür?

Rabattpakete sind bei Volumenmarken Alltag. Bei Porsche sind sie es nicht. Dass Zuffenhausen rund zwei Jahre nach dem Marktstart des E-Macan ein Ausstattungsbündel mit bis zu 45 Prozent Nachlass auflegt, sagt deshalb mindestens so viel über die Verkaufszahlen aus wie über die Ausstattungsliste.

Mehr lesen
Porsche Macan Electric (2026): Rabatt-Aktion durch die Hintertür?
Eccentrica V12 Roadster

Eccentrica V12 Roadster: Wenn ein offener Diablo nicht exzentrisch genug ist

Der Lamborghini Diablo lebt als Restomod weiter. Nach dem Eccentrica V12 Coupé folgt nun der offene Roadster. Der aufwendig modernisierte Supersportwagen basiert auf einem frühen Diablo, der in Carbon gehüllt und von einen überarbeiteten 550PS-V12-Saugmotor angetrieben wird.

Mehr lesen
Eccentrica V12 Roadster: Wenn ein offener Diablo nicht exzentrisch genug ist