VW Touareg 2023 – lebensverlängernde Maßnahmen

Großes Frischmachen bei den Oberklasse-SUVs im VW-Konzern. Bevor es elektrisch weitergeht, werden Porsche Cayenne (ab April 2023), Audi Q7 (ab Mai 2023) und der hier gezeigte VW Touareg einer Modellpflege unterzogen. Schließlich müssen die volumenstarken Verbrenner-Hochbeiner des Konzerns noch eine ganze Weile durchhalten und sollen zunächst parallel zu den Stromern im Programm bleiben, die immer noch in der Entwicklung hängen. Wenngleich beim Cayenne-Facelift auch viele Blechteile angefasst werden, kommt der Touareg optisch beinahe unverändert in seine zweite Lebenshälfte. Äußerlich gibt es im Kühlergrill eine neue Lichtleiste zu bestaunen, bei den LED-Scheinwerfern hat Volkswagen ebenfalls nachgelegt und bietet ab Sommer 2023 IQ.Light Matrix-Leuchten mit 38.400 einzelnen LEDs an. Ein neuer "Lichtteppich" soll derweil dafür sorgen, dass die vor einem liegende Fahrspur noch besser ausgeleuchtet wird.
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Beleuchtetes Logo und ein Sensor für die Dachlast
Daneben hat Volkswagen die Erlaubnis der EU-Behörden erhalten, das Firmenlogo am Heck zu beleuchten. Dies war bisher nur in anderen Märkten, unter anderem in China oder den USA zulässig. Zwar zeigt sich der große VW auf den Bildern noch weitestgehend getarnt, allerdings braucht es nicht viel Fantasie, um unter der Folie am Heckdeckel ein durchgehendes Leuchtband, ähnlich wie beim Porsche Cayenne, auszumachen. Neuerungen auch für das Infotainment-System: Zwar bleiben die Anzeigengrößen im Vergleich zum aktuellen Modell identisch, jedoch spendieren die Wolfsburger ein großes Software-Update. Apple CarPlay und Android Auto funktionieren demnach kabellos, die Sprachbedienung wurde überarbeitet und VW wiederstand offensichtlich der Versuchung, alle haptischen Bedienelemente aus dem Touareg zu entfernen. Laut den Wolfsburgern wurde zudem die Qualität im Innenraum verbessert.
Ebenfalls einem Feinschliff unterzogen wurden die Fahrwerkssysteme. Im Serientrimm rollt der Touareg weiterhin mit Stahlfedern aus den Werkshallen, optional steht das bekannte 2-Kammer-Luftfahrwerk bereit. Beide Fahrwerke wurden hinsichtlich einer ausgewogenen Spreizung zwischen Komfort und Performance weiter optimiert. Da wohl viele Kunden mit Dachboxen unterwegs sind, hat VW auch einen neuen Dachlastsensor integriert, der direkt mit der Fahrwerkselektronik und dem ESC vernetzt ist. Der neue Sensor soll die Fahrstabilität bei montierten Dachlasten (bis zu 100 Kilogramm) deutlich erhöhen.
Auch der Touareg dürfte teurer werden
Keine großen Änderungen sind indes unter der Motorhaube des VW Touareg ab dem Facelift Mitte 2023 zu erwarten. Es bleibt vorerst beim Angebot an 3,0-Liter-Dieseln, das Comeback eines V6 (Mildhybrid-)Benziners ist möglich und mit der Modellüberarbeitung sollen auch wieder die beiden Plug-in-Hybride verfügbar sein. Bei der Preisgestaltung dürfte Volkswagen seinen Mitbewerbern in nichts nachstehen. So zog jüngst BMW die Preise für den gelifteten X5 spürbar an und gleiches ist auch bei Volkswagen zu erwarten. Wir erwarten, dass der Touareg von jetzt knapp 69.000 auf dann 73.000 Euro verteuert werden könnte. (Text: tv | Bilder: Hersteller)
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