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Teilegutachten

Ein wesentliches Dokument bei der Umrüstung von Fahrzeugteilen ist das so genannte Teilegutachten. Was es beinhaltet, erfährst du im Folgenden.

Wozu braucht es ein Teilegutachten?

Dieses Gutachten wird bei Autoteilen mitgeliefert, die nach dem Anbau bei einem Sachverständigen vorgeführt werden müssen. Im Teilegutachten stehen genaue Hinweise und Auflagen, damit das jeweilige Teil ordnungsgemäß und sicher am Fahrzeug montiert werden kann. Die Auflagen dienen auch einem TÜV-Prüfer als Grundlage. Neben dem genauen Fahrzeugtyp sind auch die entsprechenden Teilenummern des Anbauteils aufgeführt. Diese Teilenummern müssen sich auch am Anbauteil befinden, damit festgestellt werden kann, ob das verbaute Teil auch zu dem vorgelegten Gutachten gehört.

Weiterhin sind entsprechende Umbau- und Anpassungsarbeiten im Teilegutachten vermerkt. Bei Alufelgen sind beispielsweise explizite Vorgaben zur Weitung der Kotflügel angegeben oder zusätzliche Abdeckungen vorgeschrieben. Durch die genaue Beschreibung und die Teilenummer ist es nicht möglich, ein ähnliches Teil ohne reguläres Gutachten an ein Fahrzeug zu bauen, oder das Teil an einem anderen Fahrzeug zu verwenden.

Gefälschte Teilenummern

Einige Tuner versuchen jedoch, die TÜV-Prüfer mit gefälschten Teilenummern auf dem Anbauteil zu überlisten. Auch wenn dies gelingt, ist man nicht automatisch sicher vor einer nachträglichen Strafe: Die Polizei darf ein Fahrzeug auch mit eingetragenen Anbauteilen stilllegen, wenn ein Verdacht auf Fälschung oder Gefährdung der übrigen Verkehrsteilnehmer vorliegt. Im Falle eines Unfalls kann ein Sachverständiger auch die entsprechenden Nummern prüfen. Wird die Fälschung nachgewiesen und ist gleichzeitig eindeutige Unfallursache, erlischt der Versicherungsschutz. Eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Urkundenfälschung erfolgt dann ebenfalls.

Fazit

Als Tuner oder Bastler ist man gut beraten, sich an die Vorschriften halten. Das Teilegutachten ist Nachweis für die geprüfte Sicherheit des zu verwendenden Anbauteils – und dient so letztlich der Sicherheit. Nicht zuletzt spart es dem Käufer auch Kosten: Eine Einzelabnahme kostet nämlich richtig Geld, und es kommt den Hersteller des jeweiligen Teils natürlich günstiger, wenn er für das Produkt ein einheitliches Gutachten erstellt. Eine andere Form des Teilegutachtens ist die ABE. Diese Anbauteile dürfen ohne einen Sachverständigen angebaut werden. Das Mitführen der ABE reicht aus.

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