Umweltzone

Umweltzonen im Überblick: Informieren Sie sich über schon bestehende und geplante Umweltzonen in Deutschland und die Pläne zur Reduzierung der Feinstaubbelastung.

Die Umweltzonen in Deutschland

Die Schaffung von Umweltzonen soll in deutschen Kommunen die Feinstaubbelastung reduzieren. Grundsätzlich dürfen Fahrzeuge, die kein Ausnahmekriterium erfüllen, diese Umweltzonen nicht befahren. Wird in einem Zusatzschild eine bestimmte Schadstoffgruppe angegeben, dürfen diese Fahrzeuge sich in der Umweltzone bewegen, sofern die Umweltplakette gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe befestigt wurde. Grundlage dieser Umweltzonen ist eine Verordnung der EU aus dem Jahre 1999, die eine Reduzierung der Feinstaubbelastung vorschreibt. In vielen deutschen Städten wurde im Laufe der letzten Jahre eine erhebliche Überschreitung der Feinstaubgrenze festgestellt.

Aber nicht nur der Feinstaub stellt eine Gefährdung für die Gesundheit dar, sondern auch Belastungen durch Kohlenstoffmonoxid, Schwefeldioxid und Stickstoffdioxid. Besonders hohe Belastungen entstehen durch alte Dieselfahrzeuge ohne einen Rußpartikelfilter und Benziner ohne einen geregelten Katalysator. Einige deutsche Großstädte wollten bereits 2007 die ersten Umweltzonen einrichten, verschoben dieses Vorhaben aufgrund fehlender oder unklarer Vorschriften auf das Jahr 2008. Im Januar 2008 begannen dann Berlin, Köln und Hannover mit der Einrichtung der ersten Umweltzonen. In Berlin dürfen seit Januar 2010 nur noch Fahrzeuge mit der grünen Umweltplakette die Umweltzonen befahren. Der Beginn und das Ende einer Umweltzone werden durch zwei Verkehrsschilder gekennzeichnet. Zeichen 270.2 beschreibt das Ende der Umweltzone, Zeichen 270.1 den Beginn der Umweltzone und kann durch Zusatzzeichen die Feinstaubgruppen für ein erlaubtes Befahren der Umweltzone farblich anzeigen. Von der Kennzeichnungspflicht mit Umweltplaketten ausgeschlossen sind beispielsweise Land- und forstwirtschaftliche Maschinen, Arbeitsmaschinen, zwei- oder dreirädrige Kraftfahrzeuge, Kranken- und Arztwagen im Einsatz, Fahrzeuge zur Beförderung Behinderter oder hilfloser Menschen, Diplomatenfahrzeuge und Old- oder Youngtimer mit entsprechender H-Kennzeichnung oder 07er-Nummer. Fahrzeuge von Polizei, Feuerwehr, Zoll, THW, Bundeswehr und Fahrzeuge der Straßenbauverwaltung sind ebenfalls nicht zum Erwerb einer Feinstaubplakette verpflichtet. Verstöße gegen das Befahren der Umweltzonen können mit einem Bußgeld von 80 Euro geahndet werden. Ein Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister wird nicht mehr vergeben.

Umweltzonen in Deutschland

Umweltzonen gibt es in den Bundesländern: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Davon betroffen sind die Innenstädte von: Augsburg, Berlin, Bochum, Bonn, Bottrop, Bremen, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt a.M., Freiburg, Gelsenkirchen, Gmünd, Hannover, Heidelberg, Heilbronn, Herrenberg, Ilsfeld, Karlsruhe, Köln, Leonberg, Ludwigsburg, Mannheim, Mühlacker, Mülheim a.d. Ruhr, München, Münster, Neu-Ulm, Neuss, Oberhausen, Osnabrück, Pfinztal, Pforzheim, Pleidelsheim, Recklinghausen, Reutlingen, Stuttgart, Tübingen, Ulm und Wuppertal. Hamburg verfügt nach wie vor über keine Umweltzone – dafür aber über einige Straßen, auf denen das Dieselfahrverbot gilt.

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