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Fokus: Sicherheit
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Klassische Betrugsmaschen beim Autoverkauf

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In den meisten Fällen läuft ein privater Auto-Verkauf reibungslos ab. Dennoch gibt es auch hier Fälle, in denen Verkäufer oder Käufer einem Betrüger auf den Leim gehen. Diese Tipps helfen den Autoverkäufern seriöse von unseriösen Vertragspartnern zu unterscheiden.

Die klassischen Betrugsmaschen beim Autoverkauf:

1. Der aufdringliche Kontakt

Ein Interessent möchte schon kurz nach der ersten Kontaktaufnahme beispielsweise andere Zahlungsmodalitäten vereinbaren oder über ggf. anonymere Kommunikationswege kommunizieren. Der Verkäufer wird dazu gedrängt, dem nachzukommen.

AutoScout24-Empfehlung:

  • Höre auf dein Bauchgefühl: Der Interessent für dein Auto sollte einen guten ersten Eindruck bei dir hinterlassen.

  • Hole dir Informationen über deinen Interessenten ein z.B. auf sozialen Netzwerken. Lass dir alle Kontaktmöglichkeiten geben wie Handy- und Festnetznummer sowie die Meldeadresse.

  • Versucht der Interessent schon bei der ersten Kontaktaufnahme, den Preis zu drücken oder das Fahrzeug schlecht zu reden, solltest du die Diskussion sofort beenden.

2. Nachträgliches Preisdrücken

Ein Händler kontaktiert dich und bietet für deinen Gebrauchtwagen einen sehr guten Kaufpreis. Allerdings sollst du dem Händler deinen Wagen bringen. Nach langer Anfahrt angekommen, besteht der Händler zunächst auf eine eingehende Fahrzeugüberprüfung und will später aufgrund diverser Mängel nur einen deutlich reduzierten Preis bezahlen.

AutoScout24-Empfehlung:

  • Geh nicht auf verlockende Angebote ein, die unrealistisch sind. Besonders dann nicht, wenn du einen langen Anfahrtsweg auf dich nehmen musst.

  • Hat der potenzielle Käufer tatsächlich ein großes Interesse an deinem Auto, wird er selbst den Weg zu dir auf sich nehmen.

3. Exportliste

Dir wird angeboten, deinen Gebrauchtwagen in eine sogenannte Exportliste aufzunehmen?

AutoScout24-Empfehlung:

  • Achte genau darauf, was mit der "Exportliste" gemeint ist. In der Regel wird dein Gebrauchtwagen lediglich in einer weiteren Verkaufsbörse inseriert und dafür eine Gebühr verlangt.

  • Die Anbieter verpflichten sich hier nicht, für deinen Wagen einen Käufer zu finden!

4. Auslands-Anfragen

Du erhältst ein Kaufinteresse aus dem Ausland und der Kaufpreis wird bereits beim Erstgespräch akzeptiert? Wird dir auch noch angeboten, die Abholung via Spedition oder Exportliste zu organisieren und den Verkauf über eine Vermarktungsfirma abzuwickeln? Dann gibt es nur einen Rat: beende die Kommunikation sofort.

AutoScout24-Empfehlung:

  • Bekommst du für dein Inserat ähnliche Anfragen, dann reagiere am besten gar nicht erst darauf.

5. Bezahlung aus dem Ausland

Wird dir angeboten, dass du einen Scheck erhältst mit einem höheren Wert als der Verkaufspreis, solltest du nicht darauf eingehen. Denn die Differenz soll dann bei der Abholung in bar oder nach der Verschiffung über eine ausländische Bank ausgeglichen werden. Platzt dann der Scheck, hast du kaum eine Chance, dein Geld zu erhalten.

AutoScout24-Empfehlung:

  • Der private Autoverkauf ist klassischerweise ein Bargeld-Geschäft. Geh daher erst gar nicht auf eine bargeldlose Bezahlung ein.

6. Versicherungsbetrug

Sollte ein Interessent nach deiner Versicherung erkundigen, um die Kosten für sich besser einschätzen zu können, dann gib diese Informationen nicht weiter. Zusammen mit den Versicherungs-Angaben und deinem Nummernschild (oft sichtbar auf deinen Inserats-Bildern) können Schäden eingereicht werden, die nie passiert sind. Im schlimmsten Fall erfährst du erst davon, wenn die Versicherungssache schon abgeschlossen ist.

AutoScout24-Empfehlung:

  • Gib keine persönlichen Daten an Dritte heraus. Und achte bitte zusätzlich darauf, dein Kennzeichen auf Fotos unkenntlich zu machen. Auf was du bei Fotos sonst noch achten solltest, erfährst du hier.

7. Schadensfall nach dem Verkauf

Nach dem erfolgten Verkauf meldet sich ein angeblicher Freund des Käufers, der sich gerade im Ausland im Urlaub befindet. Dieser informiert dich über einen angeblichen Schadensfall an dem verkauften Fahrzeug, der bereits beim Verkauf bekannt war. Du sollst nun die Reparatur auf ein ausländisches Bankkonto überweisen.

AutoScout24-Empfehlung:

  • Falls du eine solche Anfrage erhältst, bleib ruhig und versuche, den Käufer persönlich zu erreichen. So kann der Sachverhalt schnell geklärt werden.

So gehst du beim Autoverkauf jedenfalls auf Nummer sicher:

Besichtigung und Probefahrt

Betrug oder gar Überfälle bei Fahrzeugbesichtigungen sind zwar äußerst selten, trotzdem solltest du zu deiner eigenen Sicherheit die folgenden Empfehlungen hierfür beachten:

Bei der Terminvereinbarung:

  • Uhrzeit: Vereinbare Termine nur tagsüber, wenn es draußen hell und belebt ist.
  • Bestimme als Verkäufer den Ort. Am besten geeignet sind öffentliche Plätze, wie Parkplätze. Lass dich nicht auf Treffen in Tiefgaragen oder an abgelegenen Wegen ein.
  • Begleitung: Idealerweise bittest du eine Vertrauensperson, dich zu dem Treffen zu begleiten. Du solltest keine Termine alleine vereinbaren.
  • Vorbereitung Probefahrt: Kläre mit deiner Kfz-Versicherung, ob Probefahrten zulässig sind. Bereite zusätzlich eine Probefahrtvereinbarung vor, die dich von Haftungsansprüchen im etwaigen Schadensfall während der Probefahrt freispricht.

Bei der Probefahrt:

  • Fahrerlaubnis: Vor der Probefahrt sollte sich der Interessent bei dir ausweisen sowie seinen Führerschein vorzeigen. Fährt ein Interessent ohne gültige Fahrerlaubnis mit deinem Fahrzeug, könntest du dafür belangt werden.
  • Probefahrtvereinbarung: Kläre den Interessenten über die Probefahrtvereinbarung auf und lasse diese vor Fahrtantritt von ihm unterzeichnen.
  • Pfand: Solltest du selbst nicht mitfahren, lass dir z.B. den Personalausweis als Pfand für die Dauer der Probefahrt aushändigen.
  • Dauer: Setze ein Zeitlimit für die Probefahrt.

Bezahlung und Fahrzeugübergabe

Du hast dich mit dem Käufer geeinigt? Herzlichen Glückwunsch, damit bist du schon auf der Zielgeraden! Auch zur Bezahlung und zur Fahrzeugübergabe solltest wieder in Begleitung erscheinen und größere Summen in Ruhe zählen und auf Echtheit prüfen.

Bezahlung:

  • Größtmögliche Sicherheit bietet die Geldübergabe direkt bei einer Bank, wo du den Betrag direkt einzahlen kannst. Auch dafür ist ein Begleiter, der in der Zwischenzeit beim Auto wartet, hilfreich.
  • Lass dich niemals auf unübliche Zahlungsmethoden, wie einen bargeldlosen Transfer, ein. Geld- und Fahrzeugübergabe gehen üblicherweise immer Hand in Hand.

Fahrzeugübergabe:

  • Um ein Überführungskennzeichen beantragen zu können, benötigt der Käufer eine Kopie der Zulassungsbescheinigung Teil I (ehemals Fahrzeugschein). Diese kannst du ihm postalisch zusenden, jedoch aus Sicherheitsgründen niemals digital.
  • Die Original-Dokumente müssen bis zum Vertragsabschluss und damit bis zur Fahrzeugübergabe in deinem Besitz verbleiben. Durch das Unterzeichnen des Kfz-Kaufvertrags durch den Käufer und dich als Verkäufer tritt dieser in Kraft.
  • Der Vertrag sollte übrigens immer schriftlich geschlossen werden.

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