Facelift Toyota Yaris Cross: Fast alles bleibt beim Alten – auch der Preis

Das Wichtigste zuerst
Der Toyota Yaris Cross erhält ein unauffälliges Facelift, bleibt preislich aber stabil (ab 27.640 €). Wichtigste Neuerungen sind der markante Wabengrill im RAV4-Stil, serienmäßige Voll-LED-Scheinwerfer und verbesserte Assistenzsysteme (z. B. Motorraderkennung). Technisch bleibt es beim Vollhybrid mit 85 kW / 116 PS oder 96 kW / 130 PS gibt. Der WLTP-Verbrauch liegt offiziell bei sparsamen 4,4 Litern.
Toyota Yaris Cross 130 auf einen Blick:
Was uns gefällt
Die neue Front mit dem Wabengrill. Sieht erwachsener aus.
Was wir vermissen
Mehr Leistung, und keinen Dreizylinder.
Ideal, wenn …
… man viel in der Stadt unterwegs ist. Ein weniges und sparsames Auto.
Die Alternativen
Renault Captur E-Tech Full Hybrid, Hyundai Kona Hybrid, Nissan Juke Hybrid.
Stärken
- Gleicher Preis.
- Geringer Verbrauch.
- Gute Basis-Ausstattung.
Schwächen
- Lauter Dreizylinder-Benziner.
- Schwache Leistung.
- Umständliche Bedienung der Assistenten.
In Europa ist der Yaris Cross ein echter Champion
Für Toyota ist der Mini-SUV Yaris Cross ein ganz Großer. Ein Auto der Superlative. Meistverkaufter Toyota in Europa, meistverkaufter Hybrid aller Hersteller, meistverkaufter SUV im B-Segment. Rund 200.000 Autos haben die Japaner 2024 und 2025 von diesem Modell an den Mann und die Frau gebracht. Aber auf den Lorbeeren ausruhen will man sich nicht und schickt ein frisch geliftetes Modell ins Rennen, um die Gunst der Kunden auch weiterhin bei Laune zu halten. Und das Ganze ohne große Preiserhöhungen.
Die neue Front erinnert an den Toyota RAV4
Was ist neu? Da geht es vor allen Dingen um optische Korrekturen. Am auffälligsten ist der neue Frontgrill. Die großen in Wagenfarbe lackierten Waben erinnern an den RAV4 und das ist auch so gewollt. Schließlich soll sich der europäische Megaseller lückenlos in den neuen Auftritt der Toyota-Modelle einreihen. Neu sind auch die Frontleuchten – die Halogenscheinwerfer gehören der Vergangenheit an. Das Kompakt-SUV verfügt nun serienmäßig über Voll-LED-Scheinwerfer. Für die höheren Ausstattungslinien ist erstmals adaptives Matrix-LED-Licht verfügbar. Dazu kommen neue Felgen und neue Farben. Celestite Grey ersetzt das bisherige Silber. Precious Bronze gibt es nur als Zweifarbvariante mit Dach und Säulen in kontrastierendem Schwarz. Die Außenspiegel sind samt und sonders schwarz lackiert und klappen sich serienmäßig ein.
Nervige Assistenten ausschalten – das nervt beim Yaris
Im Interieur muss man schon zweimal hinschauen, um die Unterschiede zu entdecken. Dekorleisten in Platin entdeckt man dort zum Beispiel. Oder neue Türtafeln. Im Cockpit setzt man weiter auf den 12,3 Zoll großen Digital-Tacho und den 10,5 Zoll-Touchscreen. Leider haben es die Toyotas immer noch nicht geschafft, dass man nervige Assis wie den Tempowarner zentral ausschaltet. Nach wie vor muss man sich durch ein kryptisches Menü auf dem Tacho durchwühlen – und das bei jedem Neustart. Ein paar News gibt es bei den Assistenzsystemen. Durch eine neue Kamera und verbesserte Radarsensoren arbeiten die elektronischen Helfer nun mit einem größeren Sichtfeld. Der Notbremsassistent erkennt jetzt neben Fußgängern und Radfahrern auch Motorräder und entgegenkommende Fahrzeuge. Der Nothalte-Assistent greift ein, wenn der Fahrer ohnmächtig sein sollte, und bringt das Auto kontrolliert zum Stillstand. Und auch beim Überholen wird dem Toyota-Fahrer geholfen. Sobald der Blinker gesetzt wird, beschleunigt der Yaris Cross. Wenn er sich hinter einem langsameren Fahrzeug einsortiert, bremst er sanft ab.
Drahtlose Smartphone-Verbindung schon in der Basis
Viel ist das nicht für ein Facelift. Das meiste tut sich da noch bei den Ausstattungslinien. Statt sieben sind es nur noch fünf und aufgewertet wurden sie auch noch. Pure“ heißt die Basis. Sie fährt mit einem 85 kW / 116 PS starken Voll-Hybrid-System vor. Angetrieben wird das Fahrzeug auf der Vorderachse. Alle anderen bieten 96 kW / 130 PS Leistung. Bereits bei „Pure“ verbinden sich die Smartphones ohne Kabel. Klimaautomatik und beheizbare Seitenspiegel sind inklusive. Bei Active kommen 16-Zoll-Leichtmetallfelgen dazu und LED-Nebelscheinwerfer. Ab Teamplayer, was der Besteller unter den Ausstattungen ist, wächst der 7-Zoll-Bildschirm auf 10,5 Zoll. Dazu gibt es Privacy-Glas, Ambiente-Beleuchtung und eine Ladeschale fürs Handy. Ab hier kann man auch einen Allrad-Antrieb ordern. Dann schiebt ein zweiter Elektromotor mit 3,9 kW / 5,3 PS auf der Hinterachse an. Bei den Preisen leistet sich Toyota einen besonderen Luxus. Hier bleibt alles einigermaßen stabil. Das Basismodell kostet unverändert 27.640 Euro, der Top-Seller Teamplayer kommt auf 30.590 Euro und der GR Sport, der über ein speziell abgestimmtes Fahrwerk verfügt, auf 37.400 Euro.
Der Dreizylinder-Benziner ist laut und schwach auf der Brust
Wie fährt sich das Auto? Auch nicht anders als der Vorgänger. Mit der Beschleunigung von 10,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100 (130-PS-Variante) lässt sich kein Staat machen. Und auch das Drehmoment von 185 Nm reißt den Fahrer nicht mit. Aber darum geht es ja auch nicht beim Yaris Cross. Er will ein unaufgeregter Alltagsbegleiter sein. Das funktioniert auch gut in aller Regel. Wer allerdings den Dreizylinder scheucht, wird aus allen Tagträumereien geweckt, denen man sich bis dato hingegeben hat. Das ist schon ziemlich laut, was da im Motorraum erklingt. Aber vielleicht ist das ja gewollt, damit der Verbrauch des Dreizylinder-Benziners (4,4 l offiziell, 6,0 l im Test) auch weiterhin im vernünftigen Rahmen bleibt. Mit Fahrwerk und Lenkung waren wir so weit einverstanden. Alles im grünen Bereich.
Unser Fazit
Never change a winning team. Unter diesem Motto hat Toyota das Facelift des Yaris Cross Hybrid auffällig unauffällig gestaltet. Die neue Optik mit dem Wabengrill gefällt uns gut – genauso wie die Preisgestaltung, die auf gleichem Niveau bleibt und teilweise fürs gleiche Geld sogar mehr bietet. Insofern dürfte der kleine Yaris Cross auch weiterhin ein Auto der Superlative bleiben. Zumindest für Toyota. (Text: Rudolf Bögel. Fotos: Hersteller).
Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Yaris Cross
Alle Artikel
Alle ansehen
Toyota bZ4X Touring (2026) im Test: Familientauglicher Elektro-Kombi
Mit dem Toyota bZ4X Touring bringt der japanische Hersteller auf Basis der überarbeiteten Version seines vollelektrischen Mittelklasse-SUV auch eine Kombi-Variante auf den Markt. Unsere österreichischen Kollegen zeigen im ersten Test, wie sich die zahlreichen Verbesserungen auswirken.

Toyota C-HR+ (2026) im Test: Kompakt-Stromer mit 607 km Reichweite
Emotional, sparsam, sportlich – mit dem CH-R+ bringt Toyota ein kompaktes Elektro-SUV, das den Markt aufmischen soll. Der erste Fahrtest zeigt: Beim Verbrauch sind die Japaner spitze, beim Laden eher Mittelklasse. So wie beim Preis. Los geht es bei 41.990 Euro.

Erster Test Toyota Aygo X Hybrid (2026): Großer Fahrspaß, kleiner Verbrauch!
Das Dreiliter-Auto ist der Traum aller Pkw-Hersteller. Jetzt will Toyota mit dem Aygo X Hybrid einen neuen Anlauf machen. In dem Mini-SUV steckt der Antrieb des größeren Yaris. Das bringt 44 PS mehr als beim Vorgänger und verblüffende Verbrauchswerte.